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Sie kam, sang und twitterte: Taylor Swift hat angeblich Apple in die Knie gezwungen. Bild: Getty Images

Liebe Taylor Swift, weil du gerade so schön in Fahrt bist: Diese 5 Dinge sollte Apple unbedingt (auch noch) ändern

Die US-Popsängerin hat den reichsten Konzern der Welt weichgekocht und mehr Geld für Musiker rausgeschlagen. Wir hätten da noch ein paar andere Verbesserungsvorschläge.

22.06.15, 20:09 23.06.15, 20:45


Auch wenn es für viele nach einer raffinierten PR-Kampagne riecht: Taylor Swift hat mit ihrer Kritik an Apple einen Nerv getroffen. Wie nur konnte es das wertvollste Unternehmen der Welt wagen, die Künstler nicht für gratis gestreamte Songs zu entschädigen?

Das konnte nicht gut gehen! Und so hat Apple denn auch umgehend auf den Shitstorm reagiert und Besserung versprochen. Wenn Apple Music am 30. Juni in über 100 Ländern startet, erhalten die Musiker ab dem ersten Tag Tantiemen – auch bei kostenlosen Probe-Abos.

Weil die Kalifornier offensichtlich in Spendierlaune sind, hakt watson nach und nennt fünf weitere Verbesserungen, die ganz im Sinn von Taylor Swift möglichst rasch sofort realisiert werden sollten.

1. Tiefere Boni

Apple hat Erfolg, da ist es nichts als normal, dass die oberste Führungsriege Gewinnbeteiligungen absahnt. Allerdings erblasst angesichts der fürstlichen Managerlöhne jeder Banker. 

Das krasseste Beispiel ist Angela Ahrendts, die als Vizepräsidentin für den Einzelhandel (Apple Stores und Online-Geschäft) verantwortlich zeichnet. Sie erhielt letztes Jahr zum Jobantritt ein Aktienpaket, das heute schon mehr als 100 Millionen Dollar wert ist.

Apple-Chef Tim Cook besitzt so viele Aktien und Optionen, dass er dereinst als Milliardär den Infinite Loop 1 in Cupertino verlassen wird. Wobei der bescheiden auftretende Südstaatler bereits angekündigt hat, er werde sein ganzes Vermögen verschenken. Anfang Juni machte er quasi als Warm-up schon mal 6,5 Millionen Dollar locker.

Fazit: Apple soll wie bei den Umweltschutzbemühungen auch bei den Manager-Boni ein Vorbild sein für die ganze Branche.

2. Gerechtere Entlöhnung

Im krassen Gegensatz zum Top-Management stehen die einfachen Angestellten, die täglich in den Apple Stores schuften und beträchtliche Umsätze erarbeiten. Die Lohnschere sollte kleiner werden.

Und dann ist da noch das gewaltige Heer von Billig-Arbeitern bei Apple-Zulieferern wie Foxconn und Pegatron. Wobei es sich dabei natürlich nicht um Apple-Angestellte handelt. Genau so wenig wie bei den jungen Leuten, die in Minen wertvolle iPhone-Rohstoffe abbauen.

Fazit: Apple tut bereits einiges – doch als Marktführer ist gut nicht gut genug. Als mächtiger Auftraggeber hat es der US-Konzern in der Hand, mit stärkeren Kontrollen die Verhältnisse weiter zu verbessern. 

Zufriedene ältere Herren: Tim Cook (r.) und Jimmy Iovine, der seit 2014 bei Apple ist. Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

3. Frische Gesichter

Apple verfügt über eine mächtige PR-Maschine. Die Kalifornier verstehen es, vor der Lancierung neuer Produkte die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Sei dies, indem gezielt Gerüchte gestreut oder einzelne Journalisten mit exklusiven Vorab-Informationen «versorgt» werden. Oder sei dies mit perfekt inszenierten Shows.

Auch mit über 90'000 Angestellten befindet sich der US-Konzern konstant im Start-up-Modus. Ganz im Sinn von Steve Jobs. Allerdings mangelt es seit dem Tod des charismatischen Firmengründers an Showmännern und erfrischenden Show-Einlagen. 

Bei den vor einem Millionenpublikum abgehaltenen Keynotes überlässt Tim Cook (54) gerne anderen das Mikrofon. Das Problem: Fast alle bühnentauglichen Manager sind ebenfalls bereits in ihren 50ern, so dass sich der 45-jährige Craig Federighi als «junger Spund» hervortut.

Unser Wunsch: Apple sollte sein Moderatoren-Team verjüngen und die Suche nach weiblichen Bühnentalenten massiv verstärken. Gefragt sind schlagfertige und glaubwürdige Ingenieure (sorry, Taylor!)

4. Weniger Bling-Bling 

Die Apple Watch aus purem Gold mag ja protzende Promis und neureiche Russen begeistern. Aber Apple hat seinen Erfolg nicht den oberen Zehntausend zu verdanken, sondern den treuen Kunden an der Basis. Und diese Leute haben andere Bedürfnisse als ein Luxus-Computer fürs Handgelenk, der über 10'000 Franken kostet.

Quizfrage: Wem gehört diese Gold-Uhr?

Karl Lagerfeld trägt eine Apple-Watch-Spezialanfertigung. bild: instagram

5. Mehr (Akku-)Power

«Form Follows Function»: Dieser legendäre Gestaltungsleitsatz gilt seit Jahrzehnten für Apple-Produkte. Ob iMac, iPod oder iPad: Die Computer heben sich immer wieder beeindruckend von der Konkurrenz ab, weil sie so einfach zu bedienen sind. Unter dem britischen Chef-Designer Jony Ive arbeitet ein Team wie besessen an jedem noch so kleinen Detail.

Allerdings machte sich mit der Evolution des iPhones und der Macbooks eine bedenkliche Entwicklung bemerkbar. Apple war schon immer davon besessen, möglichst schlanke und leichte Geräte zu bauen. Das ziemlich dünne iPhone 6 und das bislang dünnste Macbook (12 Zoll) lassen befürchten, dass der Form zu viel Bedeutung beigemessen wird. Die Geräte dürften ruhig wieder ein bisschen «dicker» ausfallen, wenn dadurch die Akkuleistung spürbar erhöht werden kann.

Fast vergessen!

PS. Was Microsoft kann, sollte Apple längst können. Dies gilt für ein iPad, das mit digitalem Stift (Pen) perfekt bedient werden kann. Dies gilt aber auch für ein Emoji, das alle viele iPhone-Nutzer vermissen:

Und jetzt du! Was soll Taylor Swift von Apple verlangen?

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Winston Smith 23.06.2015 00:41
    Highlight Ich wünsche mir ein embedded OpenVPN auf iOS. Dazu noch ein Tool, welches IMSI-Catcher registriert und eine entsprechende Meldung ausgibt. Auf Android mit den offiziellen Apps alles kein Problem. Just my two cents...
    8 4 Melden
    • Blutgruppe 23.06.2015 01:35
      Highlight Wie heisst das Tool auf Android, welches IMSI-Catcher registriert?
      3 0 Melden
    • ben_fliggo 23.06.2015 03:28
      Highlight wait, what?!
      7 1 Melden
  • flyingdutch18 23.06.2015 00:32
    Highlight Mir gefällt Vieles an Apple: ihr CEO, der kein leichtes Erbe angetreten hat; ihr vergleichsweise guter Schutz unserer Privatsphäre, damit also auch ihr Geschäftsmodell (Verkauf von Hardware, kein Ausbeuten unserer Daten); ihre Verankerung in der Musik, auch wenn ihr Ansinnen, den Musikern beim Gratis-Streaming nichts zu bezahlen, nicht ihr Meisterstück gewesen ist; ihre so intuitiv zu bedienenden Produkte und ihre Stores, die im Grunde einzigartig sind. Als reichstes Unternehmen der Welt sollte Apple punkto Ethik und Konzernverantwortung aber mehr tun, vor allem bezüglich der Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer. Ausserdem sollten sie in der dritten Welt Initiativen für junge Leute schaffen.
    7 9 Melden
  • Olmabrotwurst 22.06.2015 23:53
    Highlight graphisch jaa soundtechnisch jaa.. sonst ist apple der fertige mist überhaupt... tschuldigung....
    8 14 Melden
  • Nux Vomica 22.06.2015 22:12
    Highlight Aufgrund von jüngsten Erlebnissen mit meinen geliebten Apple-Produkten, wünsche ich mir folgende zwei Dinge:

    Verbaut endlich Bildschirme in eure iPhones, die nach einem Sturz aus läppischen elfeinhalb Zentimetern nicht bersten!!!

    Und:

    Baut endlich Macbooks, die nach läppischen elfeinhalben Tropfen ungesüsstem Mate-Tee nicht unbrauchbar sind!!!
    18 16 Melden
  • Der Tom 22.06.2015 21:28
    Highlight Ja und ich will oben rechts ein kleines Loch damit ich ein Hello Kitty Bändeli daran befestigen kann!
    33 4 Melden
  • Teslaner 22.06.2015 21:14
    Highlight Noch zum Thema Bling Bling: Ich kann mir die goldene Apple Watch (auch) nicht leisten, und will es auch nicht. Deshalb finde ich jedoch nicht, dass Apple keine solche produzieren sollte.

    Nur weil ich keinen Porsche kaufen kann, muss man Porsche auch nicht abschaffen.

    Es ist übrigens ein Irrglaube, dass nur die reichsten 10'000 sich eine Apple Watch kaufen. Gibt ein bisschen mehr als 10'000 Millionäre.
    31 4 Melden
  • Teslaner 22.06.2015 21:10
    Highlight 1. Warum muss ich mich neuerdings immer neu anmelden beim Kommentare schreiben?

    2. Seit wann darf eine Firma nicht mehr selber entscheiden, wiviel sie den Mitarbeitern auszahlt? Es gibt halt nunmal Menschen, die mehr verdienen als andere (Herrscht ja schliesslich kein Kommunismus)

    3. Apple Angestellte verdienen im vergleich mit anderen gleichgestellten Berufen viel. Die Arbeitsstellen von Foxconn sind z.B. sehr beliebt und haben einen höheren Lohn als in China üblich ist. Zudem ist ein Job bei Foxconn in China nicht Pflicht, sondern freiwillig.

    4. Die Akkuleistung des iPhone 6 Plus ist um einiges besser als früher! (Bei mir mindestens doppelt zum iPhone 5s).

    Das neue Macbook hat 9STUNDEN Akkuleistung beim Surfen. Ich konnte mein Macbook noch nie in einem Tag "Killen". Auch bei mehreren Stunden Videobearbeitung.

    Fazit: Verstehe keinen einzigen von diesen gesuchten Kritikpunken.
    19 41 Melden
    • tentwelve 22.06.2015 22:14
      Highlight Zu Nr. 3:
      Nicht alle Arbeitnehmer sind freiwillig bei Foxconn. Universitäten haben die Studierenden zu einem "Praktikum" bei Foxconn praktisch gezwungen. Ohne Praktikum gäbe es keine Credits.
      http://weblogit.net/2013/10/10/foxconn-gesteht-ueberarbeitete-studi-praktikanten-bauten-ps4-konsolen-zusammen-11194/
      und
      http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/schlimme-arbeitsbedingungen-foxconn-zwingt-studenten-spiele-konsolen-zu-bauen-12613559.html
      Das betrifft jedoch nicht nur Apple sondern auch Sony und weitere Firmen, die bei Foxconn produzieren lassen.
      20 2 Melden
    • Gäry 22.06.2015 22:54
      Highlight Hab mich nun extra angemeldet für diesen kommentar (fühl dich geehrt ;))
      Pflichte dir in jedem punkt bei! Den akku der neusten generation kenne ich leider noch nicht. Aber ich ginde dass es noch schön wäre ein smartphone 48 stunden zu betreiben...
      2 3 Melden
    • flyingdutch18 23.06.2015 00:09
      Highlight Zu 1. Ja, das scheint ein Bug der neuen Watson-App zu sein. Drücke auf der Homepage zuerst auf das "w", dann bist du wieder angemeldet und musst dich beim Kommentieren nicht neu anmelden.
      Zu 2. Apple kann mehr für gerechtere Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer machen, auch wenn ich anerkenne, dass er Mängel zugibt. Wir Konsumenten könnten auch mehr tun, indem wir nicht alle zwei Jahre ein neues Handy anschaffen.
      4 2 Melden
  • Karl33 22.06.2015 21:06
    Highlight apple, das ist die firma, die 1% steuern auf ihrem gewinn bezahlt, wo jeder kmu 24% abdrückt? kein wunder lebt die teppichetage in saus und braus.
    43 11 Melden

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