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Android Wear auf iPhone

Android-Wear-App auf einem iPhone: Funktioniert auch mit der Moto 360. bild: matthias kremp / spiegel onlne

Good News für Apple- und Uhren-Fans: iPhone-Besitzer können jetzt auch Smartwatches mit Android nutzen

iPhone-Besitzer können jetzt auch Smartwatches mit Googles Betriebssystem Android Wear nutzen. Laut Google ist bislang nur ein Modell kompatibel – der Spontantest liefert ein anderes Ergebnis.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Es ist eine kleine Revolution: Am Montagabend kündigte Google per Blogbeitrag an, dass sein Smartwatch-Betriebssystem jetzt auch mit iPhones zusammenarbeiten kann. Eine schlicht als Android Wear bezeichnete App soll die Verbindung zwischen den Apple-Handys und den Google-Computeruhren herstellen.

Google-Manager David Singleton weist auf einige Einschränkungen hin. Die App läuft demnach nur auf halbwegs aktuellen iPhones – was wenig verwunderlich ist. Konkret funktioniert sie mit den Modellen 5, 5c, 5s, 6 und 6 Plus. Ausserdem muss auf den Handys mindestens iOS 8.2 installiert sein.

Schwerer wiegt, dass Android Wear für iOS laut Google zunächst nur mit einer einzigen aktuellen Smartwatch kompatibel ist, nämlich mit der LG Watch Urbane. Im Satz danach heisst es, dass alle künftigen Android-Wear-Smartwatches – konkret werden Modelle von Asus, Motorola und Huawei genannt – iOS unterstützen werden. Diese Ankündigung schränkt die Wahlfreiheit natürlich ein und könnte bei Menschen, die bereits eine Android-Wear-Smartwatch gekauft haben, für Unmut sorgen.

Alles nicht so schlimm

Tatsächlich aber scheinen die Vorgabe nicht ganz so streng zu sein, wie es Google darstellt. Uns ist es jedenfalls problemlos gelungen, eine mehr als ein Jahr alte Moto 360 über die neue Android-Wear-App mit einem iPhone zu verbinden.

Auf der Motorola-Smartwatch selbst ist die aktuelle Version 1.3 von Android Wear installiert. Ob das eine Voraussetzung für die Zusammenarbeit der Systeme ist, konnten wir nicht testen. Ebenso ist unklar, ob sich auch andere ältere Android-Smartwatches an iOS-Handys koppeln lassen.

Moto 360 im Test

Einschränkungen in der Funktionalität konnten wir bei dem Experiment nicht feststellen, alles funktioniert wie erwartet. So werden etwa Nachrichten und Mitteilungen vom iOS-Gerät auch auf der Motorola-Smartwatch angezeigt.

Ebenso laufen die von Google Now bereitgestellten Dienste. Man erhält also beispielsweise auch Wetterinfos oder Hinweise zu anstehenden Terminen. Sogar die Spracheingabe über die Armbanduhr funktioniert. Dasselbe gilt für die Fitness-Funktionen von Android Wear. Man kann also Schritte zählen, seinen Puls messen und Trainings aufzeichnen lassen. Eine Integration in Apple Health gibt es aber offenbar nicht.

Funktionell muss man gegenüber der Verbindung mit einem Android-Smartphone auch einige Einschränkungen in Kauf nehmen: Über die iOS-App bekommt man zum Beispiel nur auf eine beschränkte Zahl von Zifferblättern Zugriff.

Vor allem aber kann man derzeit nur die in Android Wear integrierten Funktionen nutzen. Eine Möglichkeit, eine Android-Smartwatch mit iOS-Apps zu koppeln, gibt es nicht. Ebenso wenig lassen sich Apps aus Googles Play Store via iOS-Gerät auf einer solchen Smartwatch installieren.

Alle Smartwatches auf einen Blick

LG G Watch R im Test

mak

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