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Apple CEO Tim Cook, right, and China Mobile's chairman Xi Guohua are silhouetted against a screen showing iPhone products as they applaud during a promotional event that marks the opening day of sales of China Mobile's 4G iPhone 5s and iPhone 5c at a shop of the world's largest mobile phone operator in Beijing, China, Friday, Jan. 17, 2014. (AP Photo/Alexander F. Yuan)

Bild: Keystone

Geld her oder Gerät bleibt gesperrt

Abzocke von Apple-Kunden: Zwei Hacker in Moskau festgenommen

Vor Kurzem gab es Berichte über Apple-Geräte, die in Geiselhaft genommen wurden – 100 Dollar sollten Betroffene zahlen, um wieder an ihre Daten zu kommen. Jetzt sind in Moskau zwei junge Männer festgenommen worden, die des Betrugs verdächtig sind.

12.06.14, 08:55

Ein Artikel von

Ende Mai machte eine perfide Betrugsmasche Schlagzeilen: Viele australische Nutzer von Apple-Geräten bekamen eine Warnmeldung auf dem Bildschirm ihrer iPhones, iPads und Macs, mit dem Hinweis, dass ihr Apple-Gerät von einem Hacker namens Oleg Pliss übernommen worden sei. Freigeschaltet würde das Gerät nur gegen Zahlung von 100 Dollar.

Die Angriffe erfolgten offenbar über die Apple-Funktion «Finde mein iPhone/iPad/Mac», die eigentlich dabei helfen soll, verlorene oder gestohlene Geräte wiederzufinden.

In Russland gab es nun eine Festnahme, die möglicherweise mit der Betrugsmasche in Verbindung steht. Russischen Behörden zufolge sind zwei 1991 und 1998 geborenen Hacker beim Geldabheben festgenommen worden, berichtet der «Sidney Morning Herald».

Angeblich haben beide Hacker gestanden, an einer sogenannten «Ransomware»-Attacke auf australische Apple-Nutzer beteiligt gewesen zu sein. Ob es sich dabei allerdings tatsächlich um die Angriffe handelt, über die Ende Mai berichtet wurde, ist bislang unklar. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Moskau sollen die Behörden unter anderem Computer, Sim-Karten und Telefone beschlagnahmt haben, ebenso Literatur über Hacken von Computersystemen.

Apple-Sicherheitsfunktion «Find my phone»: Bild: Spiegel Online

Apple hatte Ende Mai eine kurze Stellungnahme zur Betrugsmasche abgegeben. Darin hiess es: «Betroffene Nutzer sollten ihre Apple-ID-Passworte so schnell wie möglich ändern und es vermeiden, dieselben Nutzernamen und Passwörter für mehrere Dienste zu verwenden.» Zudem könne man sich an den AppleCare-Support oder den nächstgelegenen Apple Store wenden, falls man einem solchen Angriff zum Opfer fällt.

Apple empfiehlt seinen Kunden grundsätzlich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu verwenden, die das Unternehmen ebenso wie beispielsweise Google anbietet. Sie sichert Zugriffe auf das Apple-Konto zusätzlich durch einen Zahlencode, der per SMS verschickt wird. Nur wenn dieser Code zusätzlich zu Nutzername und Passwort eingegeben wurde, erhält man Zugriff auf seine Daten. (mbö)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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