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Ignoriert Sie Ihr Kind mal wieder? Dann hilft vielleicht die Ignore-No-More-App. Bild: Shutterstock

Ignore No More

Mutter entwickelt eine App, damit ihr Kind sie nicht mehr ignorieren kann

Weil ihr Sohn nicht auf ihre Anrufe reagierte, schritt eine amerikanische Mutter zur Selbsthilfe. Mit einer flugs gegründeten Firma entwickelte sie eine App, die das Ignorieren elterlicher Anrufe verleidet. Eltern sind begeistert, Kinder nicht.

19.08.14, 08:31 19.08.14, 08:48

Ein Artikel von

Mutter oder Vater ruft an, und das Kind hebt nicht ab. Dabei sind die Hausaufgaben doch noch nicht gemacht. Wofür schenkt man dem Nachwuchs denn ein Handy, wenn er die Vorteile der fernmündlichen Kontrolle nicht zu schätzen weiss und das Ding einfach ignoriert, wenn «zuhause» anruft? Sharon Standifird aus dem US-Staat Texas kannte dieses Problem. Ihr Sohn Bradley wollte kommunizieren, wie es ihm passte und liess Muttis Anrufe regelmässig ins Leere laufen.

Ein Verhalten, das durch den Tatendrang seiner Mutter beendet wurde: Die ehemalige Lehrerin gründete eine App-Entwicklungsfirma und machte Bradley gleich mit ihrem ersten Projekt einen Strich durch seine pubertäre Rechnung. Mit ihrem Team entwickelte Standifird eine App, die das Kommunikationsproblem lösen soll: «Ignore No More».

Bild: Google Play Store

«Ignore No More» ist eine Android-App, die sich zwischen Kind und Technik schaltet: Wenn der Nachwuchs wiederholt nicht auf Elternanrufe reagiert, sperrt sie dessen Smartphone. Einmal verriegelt, können keine Apps mehr ausgeführt werden und nur noch zwei Rufnummern funktionieren: die der Eltern und der Notruf. «Damit haben Sie ihre ganze Aufmerksamkeit», wirbt Standifird in der App-Beschreibung.

«Ich dachte, dass das eine gute Idee war, aber für andere und nicht für mich.»

Sohn der Erfinderin Independent

Ihr Sohn Bradley gibt sich laut Independent bereits geschlagen: «Ich dachte, dass das eine gute Idee war, aber für andere und nicht für mich.» Die App hat bisher überwiegend positive Bewertungen bekommen, die natürlich alle von Eltern stammen. Der Nachwuchs aber schweigt zum Thema. Vielleicht, weil er nichts bewerten will, was ihn abwertet. Vielleicht, weil er längst daran arbeitet, die App ausser Kraft zu setzen. Vielleicht gibt es bald einen Hack: «Ignore Some More» (fko)



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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 19.08.2014 09:39
    Highlight Das ist dann eine Familiendiktatur.
    Wenn Du nicht willig bist, brauch ich Gewalt!
    Dieser Satz steht im Erlkönig von Goethe geschrieben.
    2 3 Melden
    • zeromg 19.08.2014 11:27
      Highlight Handy wegnehmen geht dann unter Familienraub und muss angezeigt werden?
      1 1 Melden
    • Maya Eldorado 19.08.2014 12:12
      Highlight Hab ich etwas von Handy wegnehmen geschrieben?
      Eine Diktatur ist es, wenn den Kindern das Natelbenutzen aus persönlichen egoistischen Gründen verunmöglicht wird.
      Droht Gefahr aus der Nutzung des Natels selber, wie exzessiver gebrauch, Seiten, die dem Kind schaden, Mobbing, usw. ist es eine andere Sache.
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    • zeromg 19.08.2014 16:53
      Highlight Dies alles sollte eigentlich gar kein Thema sein, wenn die Kommunikation zwischen Eltern und Kind stimmt. Aber da stimmt es sehr oft nicht. Die Eltern machen es zum Schutz und das Kind hat das Gefühl man wolle nur Böses. In der Pubertät wird sehr viel gutes, schlecht geredet.
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WhatsApp-Nachrichten kann man neu beim Empfänger löschen

Darauf haben wir alle gewartet.

Es muss ja nicht gerade ein Nackt-Selfie sein, das versehentlich geschickt wurde. Aber vermutlich gibt's doch die eine oder andere WhatsApp-Nachricht, die man/frau nach dem Versenden am liebsten zurückholen, bzw. löschen, würde.

Nun ja, rückgängig machen geht zwar nicht. Aber löschen lassen sich WhatsApp-Nachrichten neu auch beim Empfänger.

So gehts:

Auf der WhatsApp-Website (FAQ) wirds genau erklärt.

Pech gehabt hat man natürlich, wenn der/die Empfängerin bereits gelesen, einen Screenshot gemacht …

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