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15 völlig nutzlose Apps, die (trotzdem) Erfolg hatten

sanja kasper*



* Die Gastautorin Sanja Kasper arbeitet bei Yeeply. Das ist ein 2012 gegründeter Online-Marktplatz für die Entwicklung von Smartphone-Apps und Webseiten.

Hast du auch schon mal darüber nachgedacht, eine eigene App zu lancieren? Es passiert uns (fast) allen, dass wir eines Tages eine gute Idee für eine Mobile-App haben.

Allerdings vermitteln Uber, WhatsApp oder Facebook den Eindruck, dass Apps immer hochkomplex und innovativ sein müssen, um Nutzer anzusprechen. Völlig falsch!

Viele Apps sind extrem einfach programmiert und bieten nicht einmal einen wirklichen Mehrwert für die User. Trotzdem wurden sie teilweise Millionen Mal heruntergeladen. Hier sind 15 der nutzlosesten Apps, die (trotzdem) Erfolg hatten.

Fake-A-Call
(Android, iOS)

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Ein langweiliger Abend, alle verbringen die Zeit damit, auf die Uhr zu schauen. Wie kommt man möglichst schnell aus dieser unangenehmen Situation heraus? Aufs WC, Fake-A-Call starten und einen Anruf von «Mama» in fünf Minuten programmieren. Wenn dann das Handy klingelt, muss man nur noch abnehmen und bestürzt sagen: «Mach dir keine Sorgen, ich komme sofort.»

Fake-A-Call gibt's gratis fürs iPhone und für Android und wurde schon Millionen Mal heruntergeladen. Nicht schlecht für eine App, die keine grosse Programmierung oder geniales Design erforderte, also sehr günstig in der Entwicklung war.

Ultra Voice Changer
(Android, iOS)

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Ultra Voice Changer ist eine kostenlose App für Android und iOS, die den Klang der eigenen Stimme verändert. Man hat über 30 lustige Optionen zur Auswahl, wie beispielsweise die Stimme eines verrückten Roboters. Die Anwendung lässt sich sogar als Voicemail auf dem Smartphone einstellen. Eine Willkommensnachricht von Aliens ist mal was anderes ... Aber stell bitte sicher, dass du nicht plötzlich einen Anruf von deinem Chef bekommst und der sich zu Tode erschreckt.

Talking Tom 2
(Android, iOS)

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Als Nr. 1 bei Google Play in 140 Ländern und mit über 600 Millionen Downloads ist Tom weit gekommen. Dieses kostenlose Handy-Spiel für Android und iOS war ein grosser Erfolg weltweit. Hinzu kommen die anderen Mitglieder der Familie, die auf den Erfolg des virtuellen Katers folgten: Die Katze Talking Angela, das Kätzchen Talking Ginger und – für Hundeliebhaber – Talking Ben.

Der Aufbau des Spiels ist einfach. Tom wiederholt mit seiner süssen Stimme alles, was die Nutzer sagen. Sie können ihn streicheln, ihn erschrecken, anstupsen und sogar bei ihm anklopfen. Die Anwendung enthält auch einige Mini-Spiele, in denen man sich um die Katze kümmern muss. Die Entwicklung solcher mobilen Spiele ist natürlich viel teurer als die der App an sich. 

Pimple Popper
(Android, iOS)

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Pickel ausdrücken macht Spass! Das ist zumindest das, was uns der App-Entwickler von Pimple Popper vermitteln will. Auf die Frage, warum dieses Spiel so beliebt ist, antwortete er, «weil es so eklig ist und doch süchtig macht». Offenbar hat er Recht, denn bereits mehr als 10 Millionen mobile Nutzer haben dieses kostenlose Spiel für Android und das iPhone heruntergeladen.

Ghost Radar
(Android, iOS)

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Glaubst du an Geister? Ghost Radar Classic soll uns von deren Existenz überzeugen. Ihre Entwickler definieren die App als ein Werkzeug, das die Energiefelder von Gespenstern in der Umgebung analysiert und paranormale Bewegungen aufspürt.

Der Nachteil ist, dass man Englisch beherrschen sollte, denn die Geister wollen nicht in einer anderen Sprache kommunizieren. Dies tut dem Erfolg der App jedoch keinen Abbruch: Die Anwendung hat für iPhone und Android zig Millionen Downloads und sehr gute Bewertungen.

Hold on!
(iOS)

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Die Einfachheit dieses Spiels ist verblüffend: Nach dem Start der App erscheint ein Fingerabdruck auf dem Bildschirm. Nun muss man nur den Finger darauf legen und ihn dort so lange wie möglich halten. Wenn man schliesslich die Taste loslässt, wird die «Leistung» mit Tausenden anderen Spielern verglichen.

Gebrochener Bildschirm
(Android)

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Mit dieser Gratis-App kann man den Bildschirm zerkratzt oder völlig kaputt aussehen lassen. Zudem gibt es die Funktion der «verzögerten Rissbildung». Das heisst, dass der Bildschirm erst nach einer bestimmten Zeit langsam Risse bekommt. Die perfekte App, um sich einen Scherz mit Freunden zu erlauben.

Die Android-App wurde inzwischen bereits mehrere Millionen Mal heruntergeladen. Es ist eine einfache, lustige App, die – wie ein Nutzer kommentiert – nicht ganz nutzlos ist: Wenn man sie Öffentlichen Verkehrsmitteln nutzt, wird niemand auf die Idee kommen, das Smartphone zu stehlen.

Taxi Hold'em
(iOS)

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Praktisch und simpel für Leute, die sich Uber verweigern: Taxi Hold’em ist eine App für Ungeduldige, die befürchten, dass der Taxifahrer sie übersieht. Man muss nur das iPhone kippen, damit das Wort «TAXI» in leuchtenden Farben erscheint.

S.M.T.H.
(Android)

Das Kürzel steht nicht ohne Grund für «Send Me To Heaven».

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Die Gratis-App soll dazu animieren, das Smartphone so hoch wie möglich in die Luft zu werfen. Die Resultate jedes Spielers werden durch Sensoren gemessen und in der App gespeichert. Das Spiel kann Spass machen – wenn es nicht das eigene Gerät ist ... So lautet der Kommentar eines Nutzers: «Ich liebe diese App, weil mein Freund so sein Handy kaputt gemacht hat.»

Küssen Test
(AndroidiOS)

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Eine Gratis-App für Zungenakrobatinnen und Küsserkönige. Entsprich offenbar einem Bedürfnis vieler Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer: Es gibt in den App Stores von Apple und Google unzählige Anwendungen zum Testen der Kussfähigkeiten.

iBeer
(iOS, Android)

Ja, diesen iPhone-Klassiker gibt's auch für Android. Die kostenlose App wurde zwischen 50 und 100 Millionen Mal im Google Play Store heruntergeladen.

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Wer möchte, kann auch anderen Handy-Nutzern ein Bier ausgeben. Und mittlerweile kann man sich auch für Cola, Zitronenlimonade, Schokolade oder Champagner entscheiden.

iFart
(iOS, Android)

Auch das ist natürlich ein absoluter Klassiker.

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Der Wettbewerb auf dem App-Markt ist hart, dabei ist iFart sowohl im App Store als auch im Google Play Store erfolgreich. Die Gratis-App imitiert Fürze und wird von einigen Benutzern als «eine der besten Apps aller Zeiten» gefeiert.

Bubble Wrap
(Android, iOS)

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Es gibt kaum etwas Entspannenderes als das Zerdrücken von Luftpolsterfolien. Wer gerade kein Verpackungsmaterial zur Hand hat, greift zum Smartphone. Das Angebot an solchen Gratis-Programmen in den App Stores ist riesig.

Ameisen-Quetscher
(Android, iOS)

100 Millionen Mal aus dem App Store heruntergeladen ... 

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PS: Immerhin kommen so keine echten Tiere zu Schaden.

Milk The Cow
(Android, iOS)

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Kühe melken, ohne die Hände an ein warmes Euter zu legen: Das wollen offenbar Millionen Handy-Besitzer weltweit.

Katzen-Sounds
(Android)

Miauen, knurren, schnurren ... Diese Sound-App bietet 45 verschiedene Katzengeräusche. Man kann sie auch als Klingelton für das Smartphone verwenden. Egal ob bei WhatsApp, E-Mail oder MMS. Darüber hinaus gibt es den Scherz-Modus, um die Katze spielerisch zu necken. Dabei wird ein Ton abgespielt, wenn man selbst (oder die Katze) das Handy bewegt.

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Natürlich gibt's auch fürs iPhone unzählige Sound-Anwendungen für Tierfreunde, wie eine einfache Suche im App Store zeigt.

«Zu einfach» gibt's nicht

Fassen wir zusammen: Für eine erfolgreiche App sind weder komplizierte Programmierungsprozesse noch hohe Investitionen erforderlich. Denn «zu einfach» gibt's für Handy-User nicht und die Nützlichkeit ist nicht das wichtigste Kriterium. Auch mit einer simplen Idee und einem sehr begrenzten Budget kann man die Herzen vieler Nutzerinnen und Nutzer gewinnen.

Welches ist deine bevorzugte «nutzlose» App? Schreib ins Kommentarfeld – und bitte den Link nicht vergessen!

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • c-bra 06.07.2017 10:39
    Highlight Highlight Gabs nicht noch eine App mit dem man messen konnte, wie hoch man das Handy in die Luft schmeissen kann?

    Da sind doch etliche Smartphones in die Brüche gegangen. :-D
    • Mia_san_mia 06.07.2017 12:33
      Highlight Highlight Ja die wird ja in diesem Artikel auch gezeigt...
    • c-bra 06.07.2017 13:47
      Highlight Highlight hoppla hab ich wohl übersehen, danke für die Info :-)
  • Matrixx 05.07.2017 21:23
    Highlight Highlight Gabs nicht mal eine App, die irgend eine hohe Summe im Appstore gekostet hat, und das einzige was sie konnte ist "Ich bin reich" auf dem Bildschirm anzuzeigen?
    War die denn kein Erfolg? 🙄
    • #bringhansiback 05.07.2017 22:26
      Highlight Highlight Sie hiess "I am rich", koste 999$ (das Maximum im digitalen Apfelladen) und liess nur einen afair roten Diamant kreisen.
      Trotz des Preises wurde sie x-facj gekauft, bis sie Applee wegen angeblichem Verstoss gegen die Apfelladenrichtlinien rausgeworfen
    • #bringhansiback 05.07.2017 22:39
      Highlight Highlight Ok merke: lies deinen Post nach dem Umschreiben des Inhalts nochmals durch, bevor du auf "ABSCHICKEN" klickst -.-
  • Pascal Müller (2) 05.07.2017 20:49
    Highlight Highlight Ich mag den Drama-Button, über 100K Downloads im Play Store

    https://play.google.com/store/apps/details?id=biz.chrisbecker.dramabutton
  • Oliver Bongni 05.07.2017 20:23
    Highlight Highlight Wo ist die App, bei der man irgendwie
    1 000 000 Mal auf ein Ei tippen musste, damit etwas ausgebrütet wird?
  • remeto 05.07.2017 20:06
    Highlight Highlight Das ist wiedereinmal ein nicht gekennzeichneter Native Ad
    • Ralph Steiner 05.07.2017 20:35
      Highlight Highlight @Remeto: Doch, ganz unten ist es vermerkt. Damit sich kein User beschweren kann, er würde erst am Ende der Geschichte darauf aufmerksam gemacht, ist der Name der Autorin gut sichtbar mit einem Stern markiert.
    • Ralph Steiner 05.07.2017 22:00
      Highlight Highlight @Jaing: Doch, weil Yeeply kein Medium ist sondern ein Online-Marktplatz.
    • Yippie 05.07.2017 22:00
      Highlight Highlight Der Name der Autorin ist also gut sichtbar gekennzeichnet mit einem Stern, der dann nach 15 Punkten wieder auftaucht. Also erst wenn man den Artikel gelesen hat. Merkst du etwas Ralph?

      Weshalb nicht einfach den Artikel zu Beginn gut sichtbar kennzeichnen?
    Weitere Antworten anzeigen

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