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Aufmerksamkeits-Hoch für eine neue App.

«Peach» für das iPhone ist das «Schweizer Taschenmesser des Internets»​: Das musst du über die neue App wissen

Sie ist rosa und ein wilder Mix aus Facebook, Twitter und Tumblr: Die neue iOS-App Peach wird gerade schwer gehypt. Wir haben die Konkurrenz für WhatsApp und ihre «Zauberwörter»-Funktion ausprobiert.

11.01.16, 19:26

Angela Gruber / spiegel online

Ein Artikel von

Nach den Hype-Apps Yo, Ello, Meerkat und Beme ist nun offenbar «Peach» der neue Liebling im Netz. Das Aufmerksamkeits-Hoch könnte auch dadurch bedingt sein, dass hinter «Peach» ein grosser Name steht: Die App stammt von Dom Hofmann, der auch schon Vine, ein Netzwerk für sechssekündige Videoschnipsel, mitgegründet hat.

Bisher ist «Peach» nur für Nutzer von iOS-Geräten verfügbar, eine Android- und Windows-Version fehlt. Das tut der Aufregung der Early Adopter, der Technik-Trendsetter, aber keinen Abbruch.

«Peach» vereint gekonnt Funktionen, die man schon aus anderen sozialen Netzwerken und Apps kennt – es fühlt sich an wie eine Mischung aus Twitter und Slack. Ein bisschen Tumblr- und Telegram-Feeling ist auch noch dabei, schreibt «Venture Beat».

«Magic Words» machen «Peach» besonders

Wer sich bei «Peach» anmeldet, muss zuerst einen Benutzernamen wählen und auf die Suche nach Freunden gehen. Die muss man sich gerade noch händisch zusammenklauben. Nummern mit einer Schweizer Vorwahl werden vom System im Test nicht erkannt, das Telefonbuch lässt sich nicht automatisch nach anderen «Peach»-Nutzern durchsuchen.

Jeder hat wie bei Facebook oder Twitter eine persönliche Seite, auf der alle seine Beiträge erscheinen. Andere Nutzer können sie besuchen und Einträge kommentieren oder mit einem Herzchen liken. Eine gute Übersicht über die jüngsten Beiträge der Freunde gibt es nicht. Zwar werden die zuletzt aktiven Profile in einer Liste im «Home»-Bereich angeordnet – was sie gepostet haben, wird so aber noch nicht klar. Dafür muss man jeden User einzeln anklicken.

Das Besondere an «Peach» sind die «magic words», die magischen Wörter. Rund zwanzig dieser englischen Zauberwörter kennt die App. Wer zum Beispiel «GIF» in der App eintippt, bekommt direkt die Möglichkeit angezeigt, aus einer Auswahl von GIFs zu wählen. Man kann die Angebote nach Schlagworten durchsuchen, die Ergebnisse durchblättern und das GIF seiner Wahl dann posten, mit oder ohne Kommentar. Wer «here» eingibt, kann seinen Standort veröffentlichen. Mit «draw» öffnet sich die Zeichen-Funktion von Peach, «battery» teilt den «Peach»-Freunden den aktuellen Akkustand mit.

«Gif» eintippen, Gif suchen, Gif posten: «Magic Words» heben Peach von Facebook, Twitter und Co. ab.
gif: via ze.tt

Bei «song» soll «Peach» den Namen des Songs erkennen, der gerade gespielt wird. «Heroes» von David Bowie ist kein Problem, genauso wenig wie «Coffee» von der Indie-Band Sylvan Esso. Bei Kendrick Lamar braucht es im Test ein paar Versuche. Die anderen Schlagwörter machen im Test generell aber schon zuverlässig beim ersten Mal, was sie sollen. Möglichkeiten, sich mitzuteilen, gibt es also viele. Ein Nutzer beschrieb deshalb die App im App-Store sogar als «Schweizer Taschenmesser des Internets».

Wenige direkte Interaktionsmöglichkeiten

Eher begrenzt muten dafür die Optionen an, direkt mit seinen Freunden zu interagieren. Ein klassischer Messenger ist «Peach» daher nicht. Auf «Peach» gibt es lediglich verschiedene Varianten des Anstupsens, wie man es noch von Facebook kennt. Man kann Freunden zum Beispiel freundlich zuwinken, ein Küsschen zuwerfen oder sie anfauchen. Schreiben geht nicht. Ausser man postet öffentlich unter einen Beitrag. Auf einem «Aktivitäts-Tab» werden alle Interaktionen zusammengefasst.

Die «magic words» von «Peach» zu entdecken macht Spass und ist ziemlich einfach. Wie lange die Faszination daran anhält, muss sich aber erst noch zeigen. Eventuell lässt sich der Reiz der App zeitlich noch etwas ausdehnen, wenn die Liste der Zauberwörter, aktuell mit 21 Einträgen versehen, noch ergänzt wird.

Spätestens dann aber könnte der Pfirsich-App das gleiche Schicksal drohen wie den Lieblings-Anwendungen vor ihr: Die Karawane zieht weiter zum nächsten Hype.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oly 12.01.2016 08:43
    Highlight Mein Adrenalin-Spiegel ist im Keller... der nächste Social-Rohrkrepierer...
    6 0 Melden
  • Asmodeus 12.01.2016 08:22
    Highlight Klingt perfekt.

    Sich selbst zelebrieren ohne auf die anderen achten zu müssen.
    2 0 Melden
  • sch'wärmer 12.01.2016 06:35
    Highlight tönt langweilig.
    6 0 Melden
  • Mr. Nobody 11.01.2016 22:30
    Highlight Die App wird man in ein paar Wochen schon wieder vergessen haben. Der Name regt ja schon zu blöden Wortspiele an.
    15 0 Melden
  • wir-2 11.01.2016 20:39
    Highlight Gibt es jetzt auch bei Telegram....
    9 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.01.2016 17:44
      Highlight Wollte ich auch posten. :)

      Für diejenigen die es nicht wissen: Die Funktionen sind nicht ganz so umfangreich, aber mit sogenannten Inline-Bots kann man Gifs, Videos oder Wikipedia-Artikel direkt im Chat suchen, auswählen und senden...
      0 0 Melden

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