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Counter Speech: Mit Vernunft und Likes gegen den Hass im Netz

epa04499491 A woman with a symbolic sealed mouth attend a rally in support of freedom of speech in Moscow, Russia, 22 November 2014. The protest organized by the social and political activists media groups, is held in support of freedom of speech, against the pressure on the media and journalists.  EPA/YURI KOCHETKOV

Nichts zu sagen, ist keine Option, zumindest wenn es nach den Counter-Speech-Verfechtern geht – Demonstration in Moskau für die Meinungsäusserungsfreiheit. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA/KEYSTONE



Flüchtlinge sind «Pack», Politiker «Volksverräter» und kriminellen Ausländern sollte man am besten mit «Zyankali» zu Leibe rücken. Was in sozialen Netzwerken gepostet wird, ist für den Leser, der zufällig drüber stolpert, meist schwer verdaulich. Facebook bietet zwar die Möglichkeit an, Hasskommentare zu melden. Die Mühlen im Menlo Park und in den jeweiligen Ablegern mahlen aber langsam.

Kommt hinzu, dass sich Facebook und Co. noch immer schwer tun, rassistische und extremistische Beiträge zu sanktionieren. Das sich am amerikanischen Liberalismus orientierende Modell der Meinungsäusserungsfreiheit in den sozialen Netzwerken ist äusserst grosszügig. Nur bei erotischen und pornografischen Einträgen kennen die Sittenwächter meist kein Pardon: Bei einem entblössten Busen schrillen die Alarmglocken noch immer schneller als bei einem Aufruf zum Abfackeln eines Flüchtlingsheims.

Kommentare auf der Facebook-Seite von Andreas Glarner (NR/SVP)

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Im vergangenen Herbst, als die Flüchtlingskrise die Stimmung in den sozialen Netzwerken angeheizt hat, hat Facebook die Notwendigkeit erkannt, der Flut an sozialen Kommentaren stärkere Wellenbrecher entgegenzusetzen. Mit viel Brimborium wurde eine neue Strategie angekündigt. Anstatt die Arbeit professionellen Netzwächtern zu überlassen, sollten die User selber aktiv werden und den krakeelenden Hasspostern Argumente entgegensetzen.

Counter Speech nennt sich das Modell. Die Idee dahinter ist, dass eine Art sozialer Kontrolle im Netz entwickelt wird: Den mit wenig Fakten und dafür umso mehr Emotionen unterlegten Kommentaren sollten rationale Argumente entgegengebracht werden.

«Like-Offensive» gegen den «IS»?

Der Medienwissenschafter Florian Büchel sagte im Interview mit SRF im Februar: «Mit der Gegenrede wird auf gesellschaftlich verankerte Normen abgezielt. Anderen Leuten, die mitlesen, wird vermittelt: Hier hat jemand gegen diese Normen verstossen und wird deshalb intellektuell sanktioniert.»

Die Wissenschaft hat sich des Phänomens schon früher angenommen: Eine der vehementesten Verfechterinnen von Counter Speech ist Susan Benesch, Professorin an der Harvard University und Gründerin des Dangerous Speech Projects. Benesch plädiert für Zurückhaltung bei Zensur und für ein stärkeres Engagement der Zivilgesellschaft.

«Ich glaube, es ist möglich, die Diskursnormen zu verschieben und so die Leute, das Netzpublikum, dahingehend zu beeinflussen, was akzeptabel ist und was nicht.» Zensur würde umgekehrt die Hassposter in ihrem Gefühl nur bestärken und zur – noch heftigeren – Gegenreaktion führen: Die da oben kontrollieren, was wir sagen dürfen. Das können wir uns nicht bieten lassen.

Facebook-CEO Sheryl Sandberg geht noch weiter: Sie glaubt, mit einer Like-Offensive gar junge, für die Heilsversprechen des islamistischen Extremismus empfängliche Leute umstimmen zu können. 

Don't feed the Troll?

Wer selber schon einmal versucht hat, mit Hasskommentatoren – seien es nun Rechtsextreme oder islamistische Fundamentalisten – in einen Dialog zu treten, weiss, wie nervenaufreibend sich das gestalten kann.

Im schlechtesten Fall entlädt sich als Reaktion auf die eigenen Worte eine Flut hasserfüllter Kommentare in der eigenen Timeline. Im besten Fall entspinnt sich eine Diskussion, die ihren Namen verdient. In der Mehrzahl der Fälle aber spricht man gegen eine Wand: Die eigenen Argumente prallen an der unverrückbaren Weltsicht des Gegenübers ab – es ist, als wäre man unsichtbar.

In der Facebook-Timeline der NZZ hat sich unlängst ein solches Schauspiel ereignet. Unter einem Artikel über den neuen österreichischen Präsidenten Alexander Van der Bellen kämpfte der Social-Media-Redaktor der alten Tante eine verzweifelte Abwehrschlacht gegen wildgewordene Kommentatoren rechter wie linker Couleur. 

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Das Menetekel

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Am Schluss streckte der Redaktor entnervt die Waffen. Die Trolle erwiesen sich als geduldiger. So sie denn überhaupt menschlich sind. Computergesteuerte Benutzer, sogenannte Bots, machen mittlerweile einen Gutteil der Bevölkerung in den sozialen Netzwerken aus. Experten schätzen, dass rund 20 Prozent aller Twitter-Accounts auf künstlicher Intelligenz basieren, Facebook selber geht von rund 15 Millionen Bots in der Online-Welt aus. Das Potenzial für staatliche und terroristische Propaganda aus der Computerfabrik ist immens, wie die FAZ vorrechnet.

Counter Speech oder Don't feed the Troll? Letzteres sei keine Option, meint Büchel im SRF-Interview. «Wenn man nicht mitdiskutiert, sind am Ende irgendwann nur noch Trolle da, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.» (wst)

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70
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    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 31.05.2016 18:49
    Highlight Highlight Die EU übergibt die Meinungsfreiheit in die privaten Hände von Facebook, Microsoft, Twitter, Google und YouTube. Solche Konzerngiganten sollen also künftig unsere Meinungsfreiheit regulieren. Damit dokumentiert die Öffentlichkeit (die Staatswesen) einmal mehr ihr Versagen.
    http://ec.europa.eu/justice/fundamental-rights/files/hate_speech_code_of_conduct_en.pdf
  • Patamat 30.05.2016 00:55
    Highlight Highlight Ich finde es schade, dass der "Troll"-Begriff mittlerweile völlig undifferenziert verwendet wird. Gerade wenn man darüber diskutieren möchte, wie auf solche Kommentare reagiert werden soll, macht es m.E. einen Unterschied, ob es sich a) um einen Troll im ursprünglichen Sinn handelt, der mit seinen Aussagen nur provozieren und die Diskussion verhindern möchte, oder b) um einen bezahlten Kommentarschreiber mit politischer Agenda oder c) um einen dumpfen Vollhorst, der tatsächlich meint was er schreibt. Jenachdem um welchen Typus es sich handelt, muss man ihm die Suppe wegnehmen oder reinspucken.
    • Statler 30.05.2016 09:16
      Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden. Nur: wie hält man die drei Typen auseinander?
    • seventhinkingsteps 30.05.2016 09:36
      Highlight Highlight Die Leute auf Andreas Glarners Page sind sicher keine Trolls. Die meinen was sie schreiben. Trolling ist auf die SP Page zu gehen und das gleiche zu sagen und sich darüber belustigen, dass jeder versucht zu "counterspeechen"
    • http://bit.ly/2mQDTjX 30.05.2016 11:01
      Highlight Highlight Ich meine auch, man sollte mit Begriffen wie "Troll" oder "Terrorist" vorsichtig sein und evtl. dazu sagen, was man konkret darunter versteht. Eine Einteilung in a), b) und c) führt aber zu einer Stereotypisierung und zu weiteren Vorurteilen. Es ist auch nicht so einfach. Provozierende Aussagen im Sinne von a) stören evtl. den Diskurs, aber solange sie sich auf die Sache beziehen, sind sie höchstens nervig, aber nicht trollig. Ein Troll diskutiert nicht um die Sache sondern beleidigt die Leute und wirft mit rassistischen, erniedrigenden und menschenverachtenden Dreck um sich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • saugoof 30.05.2016 00:33
    Highlight Highlight Das Problem ist eher das im Internet praktisch niemand lust auf eine Diskussion hat. Jeder will nur seinen Standpunkt publizieren.

    Ich würde mal so sagen das die Anzahl von Leuten die durch Internet Kommentare ihre Meinung zu einem Thema auch nur minimal änderten ist so ziemlich nahe bei Null.
  • seventhinkingsteps 30.05.2016 00:27
    Highlight Highlight Wieso zur Hölle soll ich auf die FB-Seite von Stacheldraht-Andi gehen und dort "counterspeechen"?Bei den Leuten, die dort ihren geistigen Durchfall von sich geben, ist sowieso jegliche Hoffnung auf eine sachliche Diskussion verloren, das ist reine Zeitverschwendung. Ist mir doch egal was die untereinander von sich geben, solange die Inhalte eines solchen rechts-nationalen Circlejerks sich nicht auf meinem Feed ausbreiten.
  • Dä Brändon 29.05.2016 23:23
    Highlight Highlight In so vielen schlummert ein kleiner Nazi. Im Alltag können sie mit allen und jedem befreundet sein auch mit Schwarzen und Juden, hassen sie im Innern aber wie die Pest. Mir macht das Angst, ich habe echt Angst davor Morgen in einer ausländerfeindliche, menschenverachtende Schweiz aufzuwachen!
    • f303 30.05.2016 16:42
      Highlight Highlight Keine Angst, alles bleibt wie es ist.
    • Dä Brändon 30.05.2016 21:30
      Highlight Highlight Mein weiss eben nie wie sich die Gesellschaft verändert wenn mal eine Wirtschaftskrise einsetzt.
  • Mr. Meeseeks 29.05.2016 20:59
    Highlight Highlight Ist der Aufruf zum Mord mit "(sic!) ziankali" nicht strafbar? Insofern gäbe es doch ein einfaches Mittel, um mit solchen "(sic!) sozialen" Kommentaren umzugehen. Da es sich hierbei um mehrere Personen handel, die sich offenbar auch kennen, könnte man da nicht auch von einer kriminellen Organisation ausgehen, um welche sich der Staatsschutz kümmern sollte? Eine Anzeige im konkreten Fall ist natürlich schwer, wenn solche Kommentare geschwärzt werden.

    • Philipp Burri 29.05.2016 21:40
      Highlight Highlight Lesen sie's nochmal durch, eine Anstiftung lässt sich nicht finden... und ein debiler Vollhonk zu sein alleine, ist nun mal nicht strafbar.
    • Mr. Meeseeks 29.05.2016 21:55
      Highlight Highlight Das Problem ist ja, dass die debilen Vollhonks genau wissen was die da tun: Der erste kocht Suppe, der zweite kommt Helfen, der dritte bringt Zyankali und der vierte hilft beim Aufräumen und zu guter Letzt noch einen Judenspruch. Könnte man das, auf einer öffentlichen Plattform, nicht tatsächlich als Anstiftung werten?
      ... bin kein Jurist. Aber wenn man das nur als honking sieht, dann wird die Niederträchtigkeit des Geschehens verharmlost.
    • Louie König 30.05.2016 14:00
      Highlight Highlight @Mr. Meeseeks: Ich glaube, dass hier rechtlich keine Möglichkeit besteht. Bin ja auch kein Jurist aber es äussert keiner der Kommentatoren eine effektive Drohung und es wird nicht konkret ein Mord geplant. Der erste bietet ja grundsätzlich nur seine "Hilfe" an, der zweite tuts ihm gleich, der dritte sagt ein Wort, das alleine ist auch nicht strafbar. Ich hoffe Sie verstehen, worauf ich raus will. Leider würde das alles nicht als Aufruf zum Mord gelten. Ein halbwegs kompetenter Verteidiger würde den Kläger in der Luft zerreissen, könnte ich mir vorstellen. Traurig aber wahr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 29.05.2016 20:42
    Highlight Highlight Die nzz: bitte beachten sie, dass die nzz keine Beleidigungen wie 'depp' duldet.

    Watson hat schon einige 'depp' (not the johnny) ausgeschaltet.

    Merci watson.
    • Adrian Eng 29.05.2016 21:17
      Highlight Highlight Wir mögen unsere De... äh User halt ;)

      Aber übertreibt's nicht, gell...
  • Switch_on 29.05.2016 20:32
    Highlight Highlight Ich glaube, dass viele Personen die online extreme Standpunkte vertreten, dies öffentlich nicht so sagen würden. Im Internet kann man anonym die Sau raus lassen. Ob das aus Frust oder aus Spass an Provokation geschieht weiss ich nicht. Das man aber etwas dagegen macht finde ich richtig.
    Finde es toll, dass auf watson eine angenehme Gesprächskultur herrscht. Und zwar von allen, egal welche Meinung man vertritt. Hab noch nie jemand erlebt, der ausfallend wurde.
    Danke an alle :)
    • seventhinkingsteps 30.05.2016 01:13
      Highlight Highlight Facebook ist aber nicht anonym. Die meisten sind unter echtem Namen unterwegs und nicht wenige haben sogar den Arbeitgeber angegeben. Das macht gewisse Aussagen umso erschreckender.
  • Kookaburra 29.05.2016 20:08
    Highlight Highlight Ich finde Trolle ehrlicher. Sie sagen was sie denken. Oder was man denken kann. Und vielleicht sollte.
    Weil, wenn man die Dinge immer nur aus der eigenen Perspektive betrachtet, dann sieht man nie das Ganze. Und vielleicht nicht einmal die Wahrheit.
    PC und linkszensur sind auch gefährlich. Viele glauben Dinge Heute einfach, weil es "moralisch richtig" ist - und sind so von ihrer Überlegenheit überzeugt, dass sie ihre Meinung nie prüfen.
    Bei denen, die sagen was sie denken, weiss man wenigstens an was man ist.
    Während die Anderen zur Manipulation und Tücke greifen und alles komplizieren...
    • _helmet 29.05.2016 21:05
      Highlight Highlight ..ähm.. und normale Leute, die keine kranken Rassisten sind, und nicht von anderen bezahlt werden für ihre Kommentare, sagen weniger, was sie denken, als Trolle?? hmm..
    • _helmet 29.05.2016 21:12
      Highlight Highlight ..und linkszensur??? ..ich glaube, sie leben nicht ganz auf diesem Planeten. Lernen sie doch zuerst einmal, was Zensur heisst, dann versuchen sie es noch einmal.
    • Pana 29.05.2016 21:19
      Highlight Highlight Genau, weil "linke" Trolle in der Überzahl sind. Willkommen im Neuland Internet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 29.05.2016 19:17
    Highlight Highlight Mit Counter Speech wird demnach Facebook die Arbeit abgenommen. Kostenlos. Noch besser: Facebook kann so mehr Werbeeinnahmen generieren.
  • erdbeerfrosch 29.05.2016 19:01
    Highlight Highlight Ich finde die Idee von Counter Speech gut, weiss aber aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit und Nerven das braucht. Es würde tatsächlich nur funktionieren, wenn sich jeweils all jene, die der Diskussion folgen und über die schlimmen Kommentare ärgern, auch einbringen würden. Je mehr wir sind, desto einfacher für den einzelnen. Aber letztlich hab ich auch nicht immer den Kopf dafür und kann alle verstehen, die sich dem lieber nicht aussetzen wollen.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 29.05.2016 20:23
      Highlight Highlight Counter Speech ist schwierig bis gar unmöglich, solange ein einziger "Troll" jede sinnvolle und sachliche Diskussion (Counter Speech) effektiv verhindern kann, wenn es ihm gerade in den Kram passt. Schaden anzurichten ist immer einfacher als konstruktiv beizutragen.
  • Randy Orton 29.05.2016 18:42
    Highlight Highlight Das gleiche Phänomen hat man in Leserkommentarspalten auch beobachten können. Vorallem bei 20Min oder früher beim Blick war es eindrücklich, wie die rechten Trolle überhand genommen haben und sich dann plötzlich die gemässigten Leser verabschiedeten. Zum Schluss hat man nur noch Trolle, die rechtes Gedankengut verbreiten und dementsprechende Artikel upvoten und kommentieren und die Zeitung passt sich an, indem vermehrt solche Artikel (bspw. zum Flüchtlingsthema) online gestellt werden. Ein Teufelskreis.
    • who cares? 29.05.2016 22:59
      Highlight Highlight Und Counter Speech funktioniert auf 20min nicht, da sie solche Kommentare nur selten veröffentlichen.
    • exeswiss 30.05.2016 01:11
      Highlight Highlight @who cares? kann ich bestätigen. als ich noch auf 20min unterwegs war (vor watson), wurden bloss etwa 10-15% meiner kommentare veröffentlicht und die nicht veröffentlichten, waren weder mit beleidigungen übersäät, noch abseits vom thema.
  • http://bit.ly/2mQDTjX 29.05.2016 18:41
    Highlight Highlight Meines Erachtens liegt das Problem am staatlichen Versagen.
    Zitat der Zürcher Strafjustiz: "Der Wust an Verbalmüll erreicht hier eine dermassen groteske Dimension, dass weder von Bosheit noch von Mutwillen, sondern schlicht nur von bodenloser Dummheit die Rede sein kann. Wer sich in einer solchen Plauderbox [zB. Facebook] tummelt, sucht offenbar genau diese Art zügelloser Dekadenz und kann - sei er nun Betreiber oder bloss Kunde - sich nicht auf irgendwelche Schädigung berufen."

    So what? ¯\_(ツ)_/¯ Warum soll das die Öffentlichkeit interessieren, wenn es doch niemandem schadet?
  • Tilia 29.05.2016 18:36
    Highlight Highlight Mir gefällt ja immer noch die Idee die Trolle im echten Leben mit ihren Aussagen zu konfrontieren. Die meisten sind ja nur im Netz ausfällig und im echten Leben Versager oder vermeintlich brave unscheinbare Bürger. Das? Netz sollte seinen rechtsfreien Charakter verlieren.
    • Matrixx 29.05.2016 20:25
      Highlight Highlight Das Problem dabei ist die sehr dunkelgraue Zone, in der man sich bewegt, wenn man die Identität solcher Leute aufdeckt, wenn sie ein Synonym nutzen.
    • efrain 29.05.2016 21:22
      Highlight Highlight Pseudonym?
    • Süffu 29.05.2016 22:59
      Highlight Highlight Das wäre mal ein Format von Reality TV, welches ich schauen würde! Die Frage ist, vor allem bei FB, die Identität ist ja aufgrund des Namens schon offengelegt, ist das wirklich eine Grauzone? Solche Konfrontationen würden die zwei Realitäten wieder ein wenig zueinander führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 2sel 29.05.2016 18:26
    Highlight Highlight Es freut mich, dass hier auf WATSON die Diskussionen grösstenteils sachlich und differenziert, manchmal auch humorvoll, geführt werden. Ein Dank an die WATSON Community!
  • Süffu 29.05.2016 18:14
    Highlight Highlight Einen monatlichen kleinen IQ-Test um soziale Medien benutzen zu dürfen und das Problem mit den Hasskommentaren wäre zu 95% oder mehr, gelöst. (Zumindest online)
    • Matrixx 29.05.2016 18:52
      Highlight Highlight Nicht ganz. Psychopathen sind häufig sehr intelligent. Und solche Kommentare können teiweise nur von Psychopathen sein. Ich kenne sonst keine Leute, wie Freude daran haben, Massenmorde mit Zyankali zu begehen...
    • zettie94 29.05.2016 19:56
      Highlight Highlight Die Anzahl Schreibfehler pro Wort zeugt in den meisten Fällen nicht gerade von hoher Intelligenz...
    • Matrixx 29.05.2016 20:05
      Highlight Highlight Ausser wenn es Trolls sind. Die bauen dle Fehler absichtlich ein. Und haben ihre eigene Schreibkultur, die auf Schreibfehler basiert.
  • The Destiny // Team Telegram 29.05.2016 17:40
    Highlight Highlight Man scheint das "don't feed the Troll" Prinzip nicht so ganz verstanden zu haben.

    Die Person wird aus der Diskussion ausgeschlossen, auf ihre Kommentare wird nicht direkt Stellung genommen und Antworten sind nicht an sie Adressiert.

    Bei solchem sozialem Ausschluss, vergeht jedem Troll, auch wenn er bezahlt ist nach kurzer Zeit die Lust an der Diskussion.

    Um jemanden aber so auszuschließen braucht es ein wenig geschick und einen grossern Teil der Teilnehmer die das Strikt durchziehen.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 29.05.2016 18:46
      Highlight Highlight Ausgrenzung scheint mir kein wirksames Konzept sondern eher kontraproduktiv.
    • The Destiny // Team Telegram 29.05.2016 20:47
      Highlight Highlight @Patron, wieso sollte das Konzept Kontraproduktiv sein?
    • supremewash 29.05.2016 20:52
      Highlight Highlight @Lorent Patron Das Wort Troll bezeichnet in diesem Zusammenhang meines Wissens ja auch nicht einfach einen User dessen Meinung ich nicht teile. Sondern jemanden der absichtlich keine richtige Diskussion zulässt und/oder ad absurdum führt, und somit jene an der Nase herumführt herumführt, welche die genannte Gegenrede praktizieren wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jasmine 29.05.2016 17:11
    Highlight Highlight - Wer selber schon einmal versucht hat, mit Hasskommentatoren – seien es nun Rechtsextreme oder islamistische Fundamentalisten – in einen Dialog zu treten, weiss, wie nervenaufreibend sich das gestalten kann.-

    Zu den Rechtsextremen und islamischen Fundis kommen noch viele Linke hinzu, auch mit denen ist ein Dialog meist nervenaufreibend, wenn gar unmöglich. Und da diese dann selten Argumente haben, wird es dann umso schneller persönlich und abwertend. Auch hier bei watson sehr gut zu beobachten.
    • The Destiny // Team Telegram 29.05.2016 18:04
      Highlight Highlight @Jasmine, Beispiel ?
    • erdbeerfrosch 29.05.2016 19:04
      Highlight Highlight Jasmine, du sagst also, "Linke" seien ähnlich mühsam wie Rechtsextreme oder Islamisten? Oder versteh ich das falsch?
      Was genau verstehst du unter "Linke"? Denn wenn du Menschen mit politisch linker Orientierung meinst, wäre ich mit solchen Analogien vorsichtig.
    • Jasmine 29.05.2016 19:49
      Highlight Highlight TD Beispiele gibt es genügend, ließ dich mal durch die Kommentare, vorallem dort wo nicht so geschrieben wird wie es euch gefällt. Auch dir.
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