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Wichtigstes Feature beim neuen Blackberry ist die Sicherheit. Bild: theverge

Blackberry verspricht «das sicherste Android-Smartphone», das du kaufen kannst

Mit dem neuen Android-Smartphone DTEK 50 spricht Blackberry sicherheitsbewusste Android-Nutzer an. So lässt sich etwa der Zugriff von anderen Apps auf Kamera, Mikrofon, Kontakte, Textnachrichten und Position bequem kontrollieren und steuern.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Mit dem DTEK 50 hat Blackberry sein zweites Smartphone mit Android-Betriebssystem vorgestellt. Während das Vorgängermodell PRIV als Slider mit der bei Blackberry-Nutzern beliebten Hardware-Tastatur daherkam, hat das DTEK 50 nur noch eine Software-Tastatur.

Wichtigstes Feature bei dem neuen Gerät ist wie schon beim PRIV die Sicherheit. Die DTEK-App, aus der der Name des neuen Geräts abgeleitet ist, gibt dem Nutzer einen Überblick über die Sicherheit des Geräts. Damit kann er die Zugriffe von anderen Apps auf zentrale Funktionen wie die Kamera, Mikrofon, Kontakte, Textnachrichten und Position kontrollieren und steuern.

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Mit Blackberrys DTEK-App lässt sich der Zugriff von anderen Apps auf Kamera, Mikrofon, Kontakte, Textnachrichten und Position kontrollieren und steuern. bild: theverge

Mit der Verankerung der Sicherheitsfunktionen in einem angepassten Android-System versucht der Hersteller, sicherheitsbewusste Kunden zu überzeugen. Nach wie vor sind die Verschlüsselungsfunktion für Mails und Textnachrichten gerade für Unternehmen ein wichtiges Kriterium für die Anschaffung von Smartphones. Der Zugriff auf Googles Play Store und mehr als eine Million Apps sollen das Gerät auch für Endkunden attraktiver machen.

Die Blackberry-typische Hardware-Tastatur fehlt. Das DTEK 50 hat nur noch eine Software-Tastatur. bild: theverge

Basis für die Sicherheitsarchitektur bildet ein gehärteter Linux-Kernel. Mit Nachbesserungen und Änderungen an der Konfiguration wird die Sicherheit gesteigert. Darüber hinaus lässt sich das Gerät nicht rooten. Dadurch wird dem Nutzer ein voller Zugriff auf Lese- und Schreibrechte verwehrt. Alle Systemdienste müssen darüber hinaus von Blackberry zertifiziert sein. Andere Programme laufen nicht auf dem Gerät.

Das DTEK 50 wird mit der Android-Version 6.0 Marshmallow ausgeliefert. Der MSM8952-Prozessor von Qualcomm hat acht Kerne, das Gerät ist mit drei Gigabyte RAM- und 16 Gigabyte Flash-Speicher ausgerüstet, der über Micro-SD-Karten auf bis zu zwei Terabyte erhöht werden kann. Ausserdem gibt es eine Frontkamera mit acht Megapixeln und auf der Rückseite eine Kamera mit 13 Megapixeln. Das Display ist 5.2 Zoll gross und löst mit 1920 mal 1080 Pixeln auf. Damit bewegt es sich im Mittelklassesegment. Es ist baugleich mit dem Idol 4 von Alcatel.

Das DTEK 50 wird mit Android-Version 6.0 Marshmallow ausgeliefert. bild: theverge

Mit dem neuen Gerät verabschiedet Blackberry sich langsam von seinem Betriebssystem Blackberry 10. Zwar versucht der Hersteller mit der Integration von Android-Anwendungen und dem Zugang zum Amazon Shop schon seit Längerem, Nutzer von seinen Geräten zu überzeugen, allerdings spielen die Geräte auch weiterhin nur noch eine Nischenrolle. Der Marktanteil dümpelt seit Längerem unter einem Prozent. In diesem Jahr will Blackberry nur noch Android-Geräte auf den Markt bringen. Blackberry 10 soll dennoch weiterentwickelt werden, teilte der Konzern Anfang des Jahres mit.

Ob Blackberrys neue Strategie mit dem Android-Betriebssystem allerdings aufgeht, ist unklar. Anfang Juni berichteten Medien davon, dass das PRIV ungewöhnlich hohe Rücklaufquoten bei den Mobilfunkanbietern aufweise. Das läge ausgerechnet an dem modifizierten Android-System, mit dem viele Blackberry-Umsteiger nicht klar kämen, sagte ein AT&T-Manager dem Branchendienst C-Net Anfang Juni. Der Verkaufspreis des neuen DTEK 50 soll mit rund 340 Franken deutlich unter dem des PRIV liegen, das für 800 Franken in den Markt ging.

brt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Deverol 28.07.2016 22:49
    Highlight Highlight Ausgerechnet Blackberry, dessen CEO gerade erst über Apples Verschlüsselung "irritiert" war. Der war gut.

    "BLACKBERRY CEO John Chen has said he is "disturbed" by Apple's tough approach to encryption and user privacy, warning that the firm's attitude is harmful to society.

    […]

    Chen remarked: "We are indeed in a dark place when companies put their reputations above the greater good.""

    http://www.theinquirer.net/inquirer/news/2465381/blackberry-ceo-disturbed-by-apples-hard-line-on-encryption
  • Electric Elephant 28.07.2016 22:21
    Highlight Highlight Toll, wie all die Sicherheitsexperten immer sofort ganz genau Bescheid wissen... Nix dumm labern, sondern immer absolut fundierte Äußerungen... Respekt! Oje!
  • Sapere Aude 28.07.2016 22:06
    Highlight Highlight Da bleib ich bei meinem Blackbarry Classic mit Tastatur.
  • Marry.Daveson 28.07.2016 21:27
    Highlight Highlight Ich will ja nicht wissen wie lange es geht bis sicherheitslücken auftauchen... was ich aber wissen will ist wieviele Jahre es dauert bis sie geschlosssen werden.!
    Eine Datenkrake wird es wohl genauso werden wie jedes Smartphone mit Android...
  • Michel Kilian 28.07.2016 20:10
    Highlight Highlight Sicherheit + Android in einem Satz beisst sich gewaltig!
  • Pana 28.07.2016 19:25
    Highlight Highlight Gefällt mir gut. Preis passt. Probier ich mal aus, und geb danach ein Feedback :)
  • KurmancimBira 28.07.2016 18:45
    Highlight Highlight Das kann man mit jedem android handy das android 6.0 hat!?!
  • pun 28.07.2016 18:45
    Highlight Highlight Ich habe das Priv und bin vollends zufrieden. Das DTEK 50 bietet vermutlich softwaretechnisch das Gute des Privs zu einem halbwegs günstigen Preis mit einigen Abstrichen bei der Hardware. Darüber hinaus ist eine Schiebetastatur einfach schon geil, drum wer Blackberry ausprobieren will: Priv kaufen.

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