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Statistik zu schlechten Passwörtern: Die Selbstprüfung ist seit Mitte Mai möglich.  Screenshot: Hasso-Plattner-Institut

Forschungsprojekt

Uni deckt 100'000 Fälle von Identitätsdiebstahl auf

Kursieren meine Daten in Hackerforen? Diese Frage soll ein Online-Service des Hasso-Plattner-Instituts der Uni Potsdam beantworten. Nach knapp zwei Monaten hat das Tool bereits mehr als 100'000 Warn-E-Mails verschickt.

09.07.14, 22:59 10.07.14, 11:20

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Seit Mitte Mai steht der Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts der Uni Potsdam online – eine Software, mit der man erfahren kann, ob eigene Identitätsdaten wie Passwörter im Internet kursieren. Jetzt gibt es erste Zahlen, die belegen, dass der kostenlose Service recht häufig in Anspruch genommen wird. Wie das Institut berichtet, hat sein Tool bereits zahlreiche Warnungen verschickt. 

Man habe die Nutzer von über 100'000 E-Mail-Adressen darüber informiert, dass sie offensichtlich Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden seien, meldet das Institut am Mittwoch. Insgesamt fanden seit der Einführung des Dienstes rund 850'000 Überprüfungen statt. Am häufigsten seien gestohlene Passwörter entdeckt worden. 

«Cyber-Kriminelle stehlen Identitätsdaten und stellen sie oft frei zugänglich ins Internet.»

Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik

Nach eigenen Angaben verfügte das Institut im Mai über rund 170 Millionen Datensätze aus Hackerforen, sozialen Netzwerken, Leak-Ankündigungsseiten und Ähnlichem. 

«Cyber-Kriminelle stehlen Identitätsdaten und stellen sie oft frei zugänglich ins Internet», sagt der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik, Christoph Meinel. So drohe auch ein Missbrauch durch andere Kriminelle. 

Statistik der betroffenen Domänen.  Screenshot: Hasso-Plattner-Institut

Um den Identity Leak Checker zu nutzen, muss man seine E-Mail-Adresse eingeben. Das Netz wird daraufhin nach frei zugänglichen Identitätsdaten wie Namen, Passwörtern, Kontoangaben oder anderen persönlichen Informationen durchsucht, die in Verbindung mit der E-Mail-Adresse auftauchen. Wird das Tool fündig, listet es in einer Benachrichtigung die Informationen auf, die im Netz kursieren. Auch wenn es nichts findet, erhält der Nutzer einen Hinweis. Genauer erklärt das Institut den Überprüfungsablauf in einem FAQ. (mbö/afp) 



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