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Ross Ulbricht, 31, who faces up to life in prison after a federal jury in Manhattan found him guilty in February of charges including conspiracy to commit drug trafficking, money laundering and computer hacking, is seen in this undated handout photograph courtesy of Lyn Ulbricht. The accused mastermind behind the underground website Silk Road will be sentenced on Friday for orchestrating a scheme that enabled more than $200 million of anonymous online drug sales using the digital currency bitcoin. REUTERS/Lyn Ulbricht/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY.

Ulbricht soll 18 Millionen Dollar erwirtschaftet haben. Bild: HANDOUT/REUTERS

Drogenhandel im Darknet: Der Gründer von Silk Road muss lebenslänglich ins Gefängnis

Der 31-jährige Amerikaner soll den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Das hat ein Gericht in New York entschieden.

30.05.15, 09:45 31.05.15, 09:03


Ein Artikel von

Der Drahtzieher des illegalen Online-Handelsplatzes Silk Road ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Vor einem Gericht in New York verurteilte Bundesrichterin Katherine Forrest den 31-jährigen Ross William Ulbricht gleich zwei Mal zu lebenslanger Haft. Ausserdem bekam er für die einzelnen Anklagepunkte Haftstrafen in Höhe von fünf, 15 und 20 Jahren aufgebrummt.

Über Silk Road wurden im Internet Drogen, Hacker-Software und gefälschte Ausweisdokumente verkauft. Die Plattform soll aber auch für andere illegale Aktivitäten wie Geldwäsche eingesetzt worden sein. Ulbricht soll auch versucht haben, mehrere Morde in Auftrag zu geben.

Lyn Ulbricht, mother of Ross Ulbricht, speaks to journalists outside federal court after her son was sentenced in Lower Manhattan, New York May 29, 2015. The accused mastermind behind the underground website Silk Road was sentenced on Friday to life in prison for orchestrating a scheme that enabled more than $200 million of anonymous online drug sales using the digital currency bitcoin. Ross Ulbricht, 31, was sentenced by U.S. District Judge Katherine Forrest in Manhattan, three months after a federal jury found him guilty of charges including conspiracy to commit drug trafficking, money laundering and computer hacking. REUTERS/Nate Raymond

Die Mutter des Verurteilten nimmt vor US-Journalisten Stellung. bild: reuters

Die Ermittler schätzten, dass über Silk Road illegale Drogengeschäfte mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Dollar abgewickelt worden waren. Ulbricht soll mit seinen Geschäften einen Gewinn in sogenannten Bitcoins im Gegenwert von 18 Millionen Dollar erwirtschaftet haben.

In einem Brief entschuldigt

Der 31-jährige Ulbricht aus San Francisco war bereits im Februar schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass er unter dem Decknamen Dread Pirate Roberts die illegale Plattform steuerte.

Ulbricht selbst behauptete, er habe Silk Road nur gestartet und dann in andere Hände gegeben. Allerdings hatten die Ermittler ihn mitten in einem Online-Chat festgenommen, den er als Dread Pirate Roberts (DPR) führte.

Die Mindeststrafe lag bei 20 Jahren. Ulbricht hatte das Gericht noch vergangene Woche in einem Brief ersucht, ihn nicht lebenslang hinter Gitter zu stecken, weil er seine Fehler eingesehen habe.

(Agenturen)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SandroSommer 31.05.2015 00:41
    Highlight einerseits tut der typ mir leid. aber überlegt mal, wie vielen menschen und auch familien leid zu gefügt wurde: durch die drogen, die über seine plattform vertrieben wurden. welches leid, schmerzen und todesfälle er mit seinem handeln kausal angerichtet hat, können wir garnicht abschätzen. alle diese leidtragenden menschen und familien haben für uns kein gesicht. würde man alles das auch sehen, dann käme einem dieses urteil vielleicht gerechtfertigt vor. eine strafe soll nicht nur den täter bestrafen, sondern auch für andere eine warnung sein. und das ist sie. alle mal!
    6 5 Melden
    • Knut Atteslander 01.06.2015 06:55
      Highlight Ich mag so einen Schwachsinn nicht mehr hören. Jeder der Drogen nimmt, ist selbst verantwortlich für das, was er tut. Jeder der Drogen nimmt, weiss um die Gefahren. Drogen bekommt man überall.
      Aber für die Familien ist es natürlich einfacher, einem Anderen die Schuld zu geben, als dem eigenen Kind - weil das fällt ja auf einen selbst zurück.
      9 0 Melden
  • flyingdutch18 30.05.2015 10:35
    Highlight Lebenslang ohne Aussicht auf Bewährung, möglicherweise in einer totalen Isolierzelle, ist eine viel zu harte Strafe. Eine solche Strafe wäre in Europa verboten.
    71 2 Melden
    • LILA2000 30.05.2015 11:39
      Highlight Kann eine Strafe überhaupt einer Tat gerecht werden? Überall wo Emotionen im Spiel sind sicher nicht. Darum sollen sich Richter an Gesetzestexte halten, auch wenn es dann für uns nicht immer nachvollziehbar ist. Ich bin froh wenn so ein schlechter Mensch keine Gefahr mehr darstellt.
      7 53 Melden
    • Mia_san_mia 30.05.2015 13:37
      Highlight Es gibt Leute die das verdienen. Daw ist genau richtig so!
      2 44 Melden
    • Neemoo 30.05.2015 14:41
      Highlight Bestraft gehört der Mann. Die Strafe ist doch ein Verhältnisblödsinn!
      Da verwundert es nicht, dass in den Staaten die Gefängnisse überquellen. Ich finde, dieser Mensch sollte in 10-15 Jahren einen Antrag stellen können auf Haft erlass, wenn die Psychosozialen Aspekte stimmen.
      In den Staaten braucht es immer bessere Gefängnisse, wo man psychisch kranke Häftlinge unterbringen kann und überwachen kann damit sie sich nicht umbringen! Aber wen verwundert das schon. 23 Stunden Einzelhaft, da dreht doch jeder mit der Zeit durch und ist so bestimmt nicht mehr resozialisierungsfähig.
      33 1 Melden
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