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Ein Teil der beim Shiny-Flakes-Gründer konfiszierten Betäubungsmittel.
bild: polizei sachsen

Er vertickte vom Kinderzimmer aus fast eine Tonne Drogen – zuerst im Darknet, dann über eine normale Website

Max S. betrieb in seinem Kinderzimmer den Drogen-Onlineshop «Shiny Flakes» – er verkaufte alles, bis auf Heroin. Dafür hat ihn ein deutsches Gericht jetzt zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt.

02.11.15, 17:16 02.11.15, 17:28


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Im Prozess gegen den sogenannten Kinderzimmer-Dealer ist das Urteil gesprochen worden: Das Landgericht Leipzig verurteilte den 20-jährigen Angeklagten zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren Haft – wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Maximilian S. habe «hochkriminelle Geschäfte» getätigt und «fast eine Tonne Betäubungsmittel vertickt», sagte der Vorsitzende Richter Norbert Göbel in seiner Urteilsbegründung. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Jugendstrafe von acht Jahren und acht Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf sechseinhalb Jahre Jugendhaft.

Der junge Mann hatte im Prozess zugegeben, seit Ende 2013 von seinem Kinderzimmer aus insgesamt 914 Kilogramm Drogen über das Internet verkauft zu haben – darunter Haschisch, Ecstasy-Tabletten, Kokain, LSD und verschreibungspflichtige Tabletten. Die Geschäfte wickelte er zunächst über das Darknet ab, einen versteckten, verschlüsselten Bereich des Internets.

Das Video der deutschen Polizei zeigt die beschlagnahmten 360 Kilogramm Drogen

YouTube/Papst05

Zuletzt verkaufte er die Drogen über das offen zugängliche Internet – und zwar über die Plattform Shiny-Flakes. Die Ermittler bezifferten die Verkaufserlöse auf insgesamt rund vier Millionen Euro.

Im Februar war S. festgenommen worden. In seinem Kinderzimmer fanden die Ermittler damals rund 300 Kilo Drogen. Im Laufe des Prozesses hatte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt und erklärt, ihm sei es in erster Linie nicht ums Geld gegangen. Er habe mit seiner Internetplattform andere übertrumpfen wollen.

(wit/dpa/AFP)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thanatos 02.11.2015 17:50
    Highlight Bei dem wusste man was man bekommt. Das ist halt ein Vorteil im Internet. Wenn da jeder seine Bewertung abgibt, dann brauchts nur 10 verarschte Kunden und man ist weg vom Fenster. Wäre übrigens bei einer Legalisierung auch ein grosser Vorteil, natürlich nebst vielen anderen ;).
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