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Ebay, Passwort

Auf der deutschen Ebay-Seite prangert die Aufforderung zum Ändern des Passworts. Auf der Schweizer Seite fehlt sie. Screenshot: Ebay

Hackerangriff

Nach dem Diebstahl von 145 Millionen Ebay-Nutzerdaten steht das Handelsportal in der Kritik

Hat Ebay zu lange gezögert nach dem Hackerangriff, der bis zu 145 Millionen Nutzerdaten gefährdet? Das werfen Experten dem Konzern nun vor – und noch einiges mehr.

22.05.14, 16:03 22.05.14, 16:56

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Die Online-Handelsplattform Ebay muss nach einem grösseren Hackerangriff Kritik an ihrer Informationspolitik einstecken. Das Unternehmen hatte zwar am Mittwoch per Pressemitteilung erklärt, dass alle 145 Millionen Nutzer ihre Passwörter ändern sollten. Es dauerte danach aber mehrere Stunden, bis die Aufforderung auch prominent auf den Ebay-Websites in verschiedenen Sprachen platziert wurde.

Der Antiviren-Experte Graham Cluley schreibt auf der Website, er habe nicht den Eindruck, dass Ebay sonderlich professionell mit dem Problem umgeht. Neben der vergleichsweise langsamen Benachrichtigung kritisiert Cluley auch, dass die Passwörter nicht vom Unternehmen selbst zurückgesetzt wurden. Stattdessen habe man den Nutzern die Entscheidung darüber überlassen.

Eine Verzögerung beim Informieren der Kunden eröffnet Möglichkeiten für weitere Betrugsversuche. So könnten Betrüger beispielsweise mit Phishing-E-Mails versuchen, verunsicherten Ebay-Nutzern ihr Passwort zu entlocken. Ausserdem hatte der Konzern die Unsicherheit noch befeuert, als ein unfertiger Blog-Eintrag erst veröffentlicht und dann wieder gelöscht wurde. Die Website «Help Net Security» hat die Kommentare mehrerer Sicherheitsexperten in einem Artikel zusammengestellt.

Datenbank mit Passwörtern angezapft

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde beim Hackerangriff auf Ebay zwischen Ende Februar und Anfang März eine Datenbank mit verschlüsselten Passwörtern und anderen persönlichen Daten angezapft. Ein Missbrauch der Informationen ist bislang allerdings nicht bekannt. Ebenso soll es derzeit keine Hinweise darauf geben, dass Bank- oder Kreditkartendaten gestohlen wurden.

Am Donnerstag hat auch Bundesjustizminister Heiko Maas den Vorfall kommentiert. «Internetanbieter sind in der Pflicht, mehr zum Schutz der Passwortdaten und persönlichen Daten ihrer Kunden zu tun», sagte er. «Verbraucherinnen und Verbrauchern ist zu raten, jetzt nicht nur ihr Ebay-Passwort zu ändern, sondern auch die Zugangsdaten für andere Konten, wenn sie dort ein identisches Passwort benutzt haben.» (mbö/dpa)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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