Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ebay, Passwort

Auf der deutschen Ebay-Seite prangert die Aufforderung zum Ändern des Passworts. Auf der Schweizer Seite fehlt sie. Screenshot: Ebay

Hackerangriff

Nach dem Diebstahl von 145 Millionen Ebay-Nutzerdaten steht das Handelsportal in der Kritik

Hat Ebay zu lange gezögert nach dem Hackerangriff, der bis zu 145 Millionen Nutzerdaten gefährdet? Das werfen Experten dem Konzern nun vor – und noch einiges mehr.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Online-Handelsplattform Ebay muss nach einem grösseren Hackerangriff Kritik an ihrer Informationspolitik einstecken. Das Unternehmen hatte zwar am Mittwoch per Pressemitteilung erklärt, dass alle 145 Millionen Nutzer ihre Passwörter ändern sollten. Es dauerte danach aber mehrere Stunden, bis die Aufforderung auch prominent auf den Ebay-Websites in verschiedenen Sprachen platziert wurde.

Der Antiviren-Experte Graham Cluley schreibt auf der Website, er habe nicht den Eindruck, dass Ebay sonderlich professionell mit dem Problem umgeht. Neben der vergleichsweise langsamen Benachrichtigung kritisiert Cluley auch, dass die Passwörter nicht vom Unternehmen selbst zurückgesetzt wurden. Stattdessen habe man den Nutzern die Entscheidung darüber überlassen.

Eine Verzögerung beim Informieren der Kunden eröffnet Möglichkeiten für weitere Betrugsversuche. So könnten Betrüger beispielsweise mit Phishing-E-Mails versuchen, verunsicherten Ebay-Nutzern ihr Passwort zu entlocken. Ausserdem hatte der Konzern die Unsicherheit noch befeuert, als ein unfertiger Blog-Eintrag erst veröffentlicht und dann wieder gelöscht wurde. Die Website «Help Net Security» hat die Kommentare mehrerer Sicherheitsexperten in einem Artikel zusammengestellt.

Datenbank mit Passwörtern angezapft

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde beim Hackerangriff auf Ebay zwischen Ende Februar und Anfang März eine Datenbank mit verschlüsselten Passwörtern und anderen persönlichen Daten angezapft. Ein Missbrauch der Informationen ist bislang allerdings nicht bekannt. Ebenso soll es derzeit keine Hinweise darauf geben, dass Bank- oder Kreditkartendaten gestohlen wurden.

Am Donnerstag hat auch Bundesjustizminister Heiko Maas den Vorfall kommentiert. «Internetanbieter sind in der Pflicht, mehr zum Schutz der Passwortdaten und persönlichen Daten ihrer Kunden zu tun», sagte er. «Verbraucherinnen und Verbrauchern ist zu raten, jetzt nicht nur ihr Ebay-Passwort zu ändern, sondern auch die Zugangsdaten für andere Konten, wenn sie dort ein identisches Passwort benutzt haben.» (mbö/dpa)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Du streamst gern Serien und Filme? Dann Hände weg von diesen Seiten

Was man über Streaming-Dienste jenseits von Netflix und ihre illegalen Angebote wissen sollte. Und ja, wir müssen auch über Vavoo reden ...

Inhaltsverzeichnis:

Streaming passt zum Zeitgeist.

Bequem konsumieren. Nichts riskieren.

No risk, much fun?

Während sich frühere Generationen als Jäger und Sammler betätigten und Filesharing bei Jung und Alt beliebt war, geht es heute ohne Bittorrent, Napster und Co. zur Sache.

Warum auch soll man in schmuddeligen Diskussionsforen nach Filmen und Serien stöbern, sich mit Fake-Dateien und Tools abmühen, wenn die gewünschten Inhalte schön angerichtet auf dem Servierteller (sprich Browser) …

Artikel lesen
Link zum Artikel