Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Fahndung nach mutmasslichen Raubkopierern: Mehr als 100 Wohnungen in mehreren deutschen Bundesländern wurden von der Polizei durchsucht. screenshot: boerse.bz

Schlag gegen Raubkopierer

Razzia bei illegaler Download-Seite Boerse.bz

Mit einer grossangelegten Aktion ist die Staatsanwaltschaft Köln gegen mutmassliche Betreiber des Download-Verzeichnisses Boerse.bz vorgegangen. Zahlreiche Beweismittel wurden sichergestellt, Festnahmen gab es jedoch nicht. 

04.11.14, 14:50 15.06.15, 15:32

Ein Artikel von

Bei Ermittlungen gegen die mutmasslichen Betreiber des Download-Verzeichnisses Boerse.bz hat die Polizei am Dienstag Hausdurchsuchungen in mehreren deutschen Bundesländern durchgeführt. Mehr als 400 Polizeibeamte hätten 121 Objekte durchsucht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln. Den Verdächtigen wird gewerbsmässige Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material vorgeworfen. 

Bei den Zugriffen in 14 Bundesländern seien zahlreiche Computer, Festplatten, CDs und DVDs von den Beamten sichergestellt worden. Es sei jedoch niemand festgenommen worden. Die Tatverdächtigen hätten sich kooperationsbereit gegeben. 

Wie bei den im Ausland illegalen Plattformen kino.to und kinox.to werden Filme, Musik und Computerspiele bei Boerse.bz nicht direkt angeboten. Stattdessen sammelt die Webseite Links zu den Dateien, die bei sogenannten Filehostern gespeichert sind. Bei diesen Hostern können Nutzer kostenpflichtige Abos abschliessen, um Filme oder Spiele schneller oder ohne Umwege herunterzuladen. 

«Gewinne von bis zu mehreren Tausend Euro monatlich» 

«Den Betreibern oder Verantwortlichen von Boerse.bz wird vorgeworfen, dass sie eine Provision von diesen Filehostern erhalten haben», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Betreiber sollen dadurch «Gewinne von bis zu mehreren Tausend Euro monatlich» erwirtschaftet haben, erklärt die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die einen Strafantrag gestellt hatte. 

Auch Nutzer, die besonders viele urheberrechtlich geschützte Inhalte hochgeladen hätten, sollen eine Provision bekommen haben. Diese sogenannten Power-Uploader stehen seit einiger Zeit im Visier der GVU. Nach eigenen Angaben hat die Organisation aktuelle Informationen «zu zahlreichen solcher Urheberrechtsverletzer» gesammelt und kontinuierlich an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. 

Die Webseite Boerse.bz ist mittlerweile offenbar umgezogen. Ob das Angebot noch aktiv ist, wollte die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. Nach Angaben der GVU sollen dort mehr als 100'000 geschützte Werke illegal zugänglich gemacht worden sein. (mak/dpa)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • danielson 04.11.2014 16:55
    Highlight Ich würde ja gerne öfters ins Kino aber seit die Kitag Action Streifen nur noch in 3D zeigt schaue ich fast nur noch Studiofilme. Online ab Leinwand abgefilmt tue ich mir nicht an.
    6 2 Melden
  • Andres Mitavic 04.11.2014 16:32
    Highlight Würde mich nicht wunderen wenn boersex.bz jetzt neu registriert wurde. :)
    5 0 Melden
    • Andres Mitavic 04.11.2014 17:00
      Highlight Die "neue Seite" heisst jetzt 2boerze.bz. Mal schauen wielange diese existieren wird
      3 1 Melden
    • Likos 05.11.2014 04:07
      Highlight Die "neue" Boerse ist eigentlich schon länger boerse.to. boerse.bz ist schon paar Monate nur noch eine Karteileiche ohne Team (die sind alle raus und haben boerse.to gegründet).
      1 1 Melden
  • droelfmalbumst 04.11.2014 15:46
    Highlight Die Welt hat ja sonst keine Sorgen als das...

    Mehr als 400 Polizeibeamte die Ihre Arbeitszeit damit verschwenden Menschen zu jagen die niemanden gefährden. Und kommt mir nicht mit "Sie gefährden die Künstler"... die verdienen so oder so genug Geld. Jede CD oder DVD hat ja schon ein Zuschlag am Preis für Raubkopie Entschädigung.

    Geht lieber richtige Verbrecher jagen mit den 400 Beamten. Räuber, Vergewaltiger, Pädophile, Mörder...
    21 0 Melden

watson-Journalistin macht Datenstriptease: Das wissen Google, Apple und Zalando über mich

watson-Reporterin Camille Kündig stellte Auskunftsbegehren an die grossen Datenkraken dieser Welt. Zurück erhielt sie Informationen über sich selbst, die ein 10'000-Seiten-Buch sprengen würden.

Ich kaufe meine Kleider online, fahre mit Uber, poste Fotos auf Instagram und in meiner Wohnung genügt ein Machtwort in Richtung Alexa, damit die «digitale Sprachfee» von Amazon die Heizung um ein Grad wärmer stellt. 

Damit gebe ich viel über mich preis. Aus Bequemlichkeitsgründen nehme ich das – wie viele andere – in Kauf. Dennoch bin ich neugierig: Wie tief in unser Privatleben dringen die Tech-Giganten ein?

Mit Verweis auf die neue EU-Datenschutzverordnung habe ich bei Netflix, …

Artikel lesen