Digital

Eine in den «WannaCry»-Angriff verwickelte Hackergruppe hat den Verkauf hochgefährlicher Schadsoftware angekündigt. Bild: Mark Schiefelbein/AP/KEYSTONE

Shadow Brokers wollen höchst brisante Daten veröffentlichen

16.05.17, 19:14 17.05.17, 07:55

Eine in den «WannaCry»-Angriff verwickelte Hackergruppe hat die Veröffentlichung von Daten aus dem Swift-Bankensystem und diversen Atomprogrammen sowie den Verkauf hochgefährlicher Schadsoftware angekündigt. Die so genannten Shadow Brokers erklärten am Dienstag in einem Blog-Beitrag, sie bereiteten eine monatliche Freigabe von Dateien vor.

Dabei sollten ab Juni Daten von Banken, die an Swift teilnehmen, und von den Atom- und Raketenprogrammen von Nordkorea, Russland, China und dem Iran publik gemacht werden.

Zudem sei man bereit, gegen Geld Werkzeuge zur Nutzung von bislang unveröffentlichten Schwachstellen (so genannten Exploits) bei Windows 10 und anderen attraktiven Zielen wie Web-Browsern und Smartphones weiterzugeben.

Die NSA gehackt

Sicherheitsexperten wie Matthieu Suiche von Comae Technologies gehen davon aus, dass die Shadow Brokers Zugang zu Dateien des US-Geheimdienstes NSA haben. Die Hacker hatten im August erfolglos versucht, ältere Programme zu verkaufen, die aus dem NSA-Cyberwaffen-Arsenal stammen sollen. Teile des später veröffentlichten Codes sollen in die «WannaCry»-Schadsoftware eingebaut worden sein, die seit Freitag ungepatchte Windows-Recher befällt.

Nach den jüngsten Angriffen ist die Forderung lauter geworden, die Geheimdienste zur Meldung von Software-Schwachstellen zu bewegen, die sie gegenwärtig für ihre eigenen Zwecke geheim halten. Die NSA hat sich weder zu den Shadow Brokers noch zu «WannaCry» geäussert.

(sda/reu)

Die sieben eindrücklichsten Hacker-Attacken

Hacker-News auf watson

«Ihr habt nicht begriffen, wie das Internet funktioniert!» – ein Student zeigt, wie leicht wir im Netz überwacht werden

«Ich bin schon in mehrere Atomkraftwerke eingebrochen»

Das sind die 10 gefährlichsten Programme, die du auf deinem Windows-PC oder Mac haben kannst

Dieser Hacker erklärt, warum dein E-Banking nicht so sicher ist, wie deine Bank behauptet

Nordkorea hat Apples Mac-Betriebssystem geklont. So funktioniert die Kopie​

12'000 Hacker unter sich: Zu Besuch am Kongress des Chaos Computer Clubs

5 dreiste Hacker-Attacken, die so raffiniert sind, dass sie uns noch lange gefährden werden

«Wenn ich eine andere Identität vortäusche, kann ich in das Leben einer Person eindringen»

Was passiert, wenn Autos gehackt werden? Hacker zielen auf neuartige Sicherheitslücken

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Mit Vollgas in die Vergangenheit – was der Tesla-Chef falsch macht

Elon Musk gilt mit seinen Elektroautos als Pionier, der schon mal vorfährt ins automobile Morgen. Dafür wird er gefeiert. Dabei sind die Tesla-Boliden bislang alles andere als zukunftsweisend.

Eines muss man Elon Musk lassen: Es gibt derzeit wohl keinen Manager, der erfolgreicher alten Wein in neuen Schläuchen unter die Leute bringt als er. Der Tesla-Chef hat es in kürzester Zeit geschafft, einen fast schon messianischen Status in Sachen Elektromobilität zu erringen. Wie Kirchgänger dem Prediger hängen selbst gestandene Medien Musk an den Lippen und bejubeln jede Verlautbarung aus seinem Munde. (Ja, zuweilen auch watson und sein Medienpartner Spiegel Online).

In der Nacht auf …

Artikel lesen