Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

350 Franken für eine Android-App – und Leute bezahlen

28.08.17, 07:25 28.08.17, 09:11


Die Digital-News im Überblick:

Immer mehr betrügerische Online-Shops mit «.ch»-Adresse

Die Sicherheitsexperten des Schweizer Internet-Dienstleisters Switch warnen, dass betrügerische Online-Angebote 2017 stark zugenommen hätten. 2017 habe man insgesamt rund 700 Web-Adressen von Online-Shops mit «.ch»-Endung gelöscht. Bis August dieses Jahres seien es bereits über 5’000.

«Dank der engen Zusammenarbeit mit den Behörden und verbesserter Prozesse konnten wir allein im August 2017 im Rahmen einer konzentrierten Aktion 4500 betrügerische .ch-Webshops vom Netz nehmen, die Internetnutzern das Geld aus der Tasche ziehen oder an Kreditkartendaten kommen wollten.»

quelle: switch medienmitteilung

Switch kann Domain-Namen löschen, damit wird die betrügerische Website im Internet nicht mehr erreichbar. screenshot: switch

Internetnutzer seien beim Besuch von betrügerischen Websites, respektive Fake-Shops, mehreren Gefahren ausgesetzt: «Sie geben ihre Kreditkarteninformationen, E-Mail- und Postadressen kriminellen Organisationen weiter und erhalten nach erfolgter Bezahlung entweder minderwertige oder gar keine Ware.»

(dsc)

350 Franken für eine Fidget-Spinner-App – und die Leute bezahlen

Im Google Play Store gibt's eine Fidget-Spinner-App, die 350 Franken kostet. Aber auch sonst tummeln sich dort einige teure Anwendungen mit höchst fragwürdigem, respektive keinem Nutzen. Sie tragen hanebüchene Namen wie «I am rich» oder «Diamond». Bezahlt jemand dafür?

Spiegel Online hat beim Entwickler nachgefragt und dieser sagt, es gebe immer ein paar Leute, die viel Geld hinblättern. Seine Apps hätten ihm schon um die 4000 Euro eingebracht. Ein schlechtes Gewissen habe er deswegen nicht. «Sie wissen, wofür sie bezahlen» ...

screenshot: google play store / watson

Dass solche Sinnlos-Apps gemäss Android-Store-Statistiken mehrere tausend Mal heruntergeladen wurden, ist allerdings mit einem anderen Vorgang zu erklären. Entwickler können den Preis vorübergehend senken oder die App für eine gewisse Zeit kostenlos anbieten. Enttäuschung vorprogrammiert ...

Tatsächlich werden die unfassbar teuren Apps von dummen Smartphone-Usern Spassvögeln mit fünf Sternen bewertet.

«Sie hinterlassen Kommentare wie ‹Wahnsinn, ich habe noch keine bessere App gesehen› und ‹Es hat sich gelohnt, jahrelang Taschengeld zu sparen›. Diese Spassbewertungen sind allerdings riskant: Denn zusammen mit ihren ironisch gemeinten Kommentaren vergeben viele Nutzer auch gerne Mal fünf Sterne für die Apps. Das führt dazu, dass die Gesamtbewertung aussieht, als würden die Apps tatsächlich etwas bieten. Aber nicht einmal als Gratis-Apps taugen die Anwendungen.»

quelle: spiegel online

Von Google seien die Apps bisher nicht als betrügerisch eingestuft worden, hält Spiegel Online fest.

Umfrage

Was hältst du von teuren Sinnlos-Apps?

  • Abstimmen

2,028 Votes zu: Was hältst du von teuren Sinnlos-Apps?

  • 77%Wer bezahlt, ist selber Schuld.
  • 21%Das sollte Google nicht zulassen.
  • 1%Weiss nicht

(dsc)

Das könnte dich auch interessieren:

Drohne + Alkohol = ... Ach, schau selbst!

Video: watson

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zwan33 28.08.2017 15:40
    Highlight Alle Bezahl-Apps im Play-Store kann man innerhalb einer Frist wieder zurückgeben. Der Betrag erscheint dann nicht einmal auf der Kreditkartenrechnung. Diese Testzeit sollte eigentlich reichen, um den Verdacht des Betrugs endgültig zu entkräften. Ob innerhalb dieser Zeitspanne eine Bewertung abgegeben werden kann, die nach der Rückgabe weiterhin veröffentlicht bleibt, weiss ich nicht.
    6 0 Melden
  • TanookiStormtrooper 28.08.2017 11:53
    Highlight Warum sollten Google und Apple etwas gegen solche teure und sinnlose Apps haben? Die verdienen ja bei jedem Download ordentlich mit und versteuern müssen sie ihre Kohle dank Steuertricks dann auch nicht. 💰
    29 2 Melden
  • DerZürcher 28.08.2017 10:03
    Highlight Solange klar kommuniziert wird, was die App bietet, sehe ich kein Problem.
    Leider gibt's auch unter iOS Apps, die einem ein Abo andrehen wollen, aber dann die versprochenen Funktionen nicht bieten. Leider aber macht Apple trotz Meldung ans App-Review-Team nichts dagegen...
    23 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 28.08.2017 12:13
      Highlight Du kannst aber vom Kauf zurücktreten.
      9 0 Melden
  • The Host 28.08.2017 08:14
    Highlight Das sind dann wohl Kinder, die diese Apps kaufen. Und die Beurteilungen sind sicher alle echt! Aus meiner Sicht ist das klarer Betrug.
    23 38 Melden
    • Favez 28.08.2017 08:49
      Highlight Kinder haben meistens keine Kreditkarte mit 350 Franken Guthaben. Und wenn, ist es die Verantwortung der Eltern, ihnen beizubringen, damit umzugehen.
      Betrug wäre es, wenn die versprochene Leistung nicht geboten würde. Das machen die App-Entwickler ja nicht.
      52 3 Melden
    • Slavoj Žižek 28.08.2017 08:51
      Highlight Solange die App nicht mehr verspricht als sie liefert, sehe ich da keinen Betrug.
      43 4 Melden
    • satyros 28.08.2017 12:44
      Highlight Art. 146 Abs. 1 StGB: Betrug

      "Wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft."

      Arglist setzt voraus, dass der Irrtum (App bringt etwas) nicht mit minimalen Sicherheitsvorkehrungen hätte erkannt werden können. Das ist hier nicht der Fall.
      3 1 Melden

Wie eine kleine Schweizer Firma den Smartphone-Markt revolutioniert (und du profitierst)

Revendo verkauft gebrauchte Apple-Produkte und Android-Smartphones und tut damit der Umwelt etwas Gutes. Der Firmengründer erklärt, was dahinter steckt.

Noch gibts bei Revendo kein iPhone XS. Wie wärs mit dem Vorjahresmodell, das Apple aus dem Angebot genommen hat? Im Online-Store der Schweizer Firma kostet es 999 Franken. «Fabrikneu», in der Originalverpackung.

Auch das 2015 lancierte iPhone 6S Plus führt Apple nicht mehr im Sortiment. Der Neupreis betrug 1000 Franken. Bei Revendo ist es für 435 Franken zu haben. Einziger Makel: Kratzer auf der Rückseite. Dank iOS 12 läuft es besser denn je ...

Gegründet wurde Revendo vor fünf Jahren von …

Artikel lesen