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Tesla-Riesenbatterie hilft bei Blackout ++ Die Roboter-Taxis kommen

01.12.17, 07:11 01.12.17, 08:20


Die Digital-News im Überblick:

Tesla nimmt weltgrösste Lithium-Ionen-Batterie in Betrieb

In Australien hat das weltweit grösste Batteriesystem zur Speicherung von erneuerbarer Energie den Betrieb aufgenommen. Die vom Elektroauto-Produzenten Tesla hergestellten Lithium-Ionen-Zellen mit einer Leistung von 129 Megawatt sind an einen Windpark angeschlossen.

Mit der Batterie lassen sich im Fall eines Stromausfalls 30'000 Haushalte bis zu einer Stunde mit Strom versorgen.

Die Monsterbatterie steht in Jamestown, nördlich von Adelaide. Bild: EPA/AAP

Die Regierung des Bundesstaats South Australia lobte das Batteriesystem am Freitag als «bedeutenden Moment für die erneuerbare Energie». Sein Bundesstaat sei nun führend auf dem Gebiet von regelbarer erneuerbarer Energie, sagte Regierungschef Jay Weatherhill. Tesla-Gründer Elon Musk hatte im Juli versprochen, die Batterie innerhalb von 100 Tagen herzustellen.

Im September vergangenen Jahres war nach einem Unwetter der Strom in South Australia ausgefallen. Der gesamte Landesteil mit 1,7 Millionen Einwohnern war für Tage vom nationalen Netz abgeschnitten. Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull hatte die Energiepolitik des Bundesstaats mit seinem Fokus auf erneuerbare Energien für den Blackout verantwortlich gemacht.

Die Energie stellt das französische Unternehmen Neoen bereit, das den Windpark etwa 200 Kilometer nördlich von Adelaide betreibt.

dsc/sda)

Die Roboter-Taxis kommen – und rate mal, wer die Nase vorn hat

Der US-Autokonzern General Motors (GM) drückt bei selbstfahrenden Autos aufs Tempo und will bereits im Jahr 2019 Roboter-Taxis auf die Strasse bringen. Der Konzern bringt damit aber ein früheres Datum als viele Rivalen ins Gespräch und könnte sich nach Einschätzung von Experten an die Spitze der Entwicklung setzen. 

Obwohl sowohl Tech-Unternehmen als auch viele andere Autobauer auf Hochtouren zum autonomen Fahren forschen, ist GM einer der ersten Entwickler, die einen Zeitplan für die Kommerzialisierung der Technologie umreissen. Der Zeitplan basiere allerdings auf aktuellen Fortschritten der Technologie, schränkte GM in einer Präsentation am Donnerstag ein.

Die Software für fahrerlose Autos von Cruise Automation soll sich 2018 auf News York Strassen bewähren. Bild: AP/AP

GM hatte im vergangenen Jahr das Roboterwagen-Start-up Cruise Automation gekauft und testet aktuell selbstfahrende Autos im Strassenverkehr, etwa in San Francisco.

Bisher bieten der Fahrdienst-Vermittler Uber und das Start-up Nutonomy testweise Fahrten in selbstfahrenden Autos für Fahrgäste an. Roboter-Taxis planen neben GM aber unter anderem auch Daimler, Uber und Renault.

Der Konzern rechnet sich lukrative Geschäfte aus. Finanzchef Chuck Stevens geht davon aus, dass der Markt für Roboter-Taxis bis 2025 ein Volumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar erreicht und Gewinnspannen von 20 bis 30 Prozent drin sind. Das wäre deutlich mehr, als man bei der Autoproduktion verdient.

Wettrüsten der Tech-Giganten

Bei der Entwicklung selbstfahrender Autos holen die etablierten Grössen der Industrie im Wettrüsten mit den Tech-Giganten aus dem Silicon Valley laut Marktbeobachtern wieder auf. Angesichts des Engagements von Googles Schwesterfirma Waymo, Uber, Tesla oder auch Apple hatten GM und Ford zwischenzeitlich ziemlich alt ausgesehen. Doch mittlerweile scheint sich das Blatt zu wenden.

Denn um Apple blieb es beim Thema Roboterwagen zuletzt ruhig, Tesla kämpft mit Problemen, und die zwei anderen Konkurrenten bremsen sich selbst aus. Waymo hat Uber wegen angeblichen Technologie-Diebstahls vor Gericht gebracht, der Rechtsstreit bindet Kräfte und dürfte sich noch länger hinziehen. Das spielt den zeitweise schon abgeschriebenen Branchenurgesteinen aus der US-Autometropole Detroit in die Karten.

GM sei bei der Entwicklung von Roboterautos mittlerweile ganz vorne mit dabei, sagte Experte Reilly Brennan von Trucks Venture Capital dem Wirtschaftsblatt «Bloomberg Businessweek». Der US-Autoriese sei durch den Kauf von Cruise Automation attraktiv für Tech-Talente geworden. Die Mitarbeiterzahl der Firma, für die GM laut Bloomberg ohne erfolgsabhängige Prämien 581 Millionen Dollar hinlegte, ist seit der Übernahme von etwa 40 auf über 400 gestiegen.

(dsc/sda)

Qualcomm reicht neue Patentklagen gegen Apple ein

Der Rechtstreit zwischen Qualcomm und Apple geht in eine neue Runde. Der Chipkonzern reichte am Donnerstag in Kalifornien drei neue Patentklagen gegen den iPhone-Hersteller ein. Qualcomm wirft Apple darin vor, 16 weitere seiner Patente in iPhones zu nutzen.

Apple wollte sich dazu nicht äussern. Die Streitigkeiten zwischen beiden Konzernen ziehen sich schon länger hin. Erst am Mittwoch hatte der iPhone-Hersteller Gegenklage gegen Qualcomm eingereicht. Apple wirft dem Halbleiteranbieter vor, mit seinem Handychip Snapdragon, der in verschiedenen Geräten von Samsung Electronics und Google verwendet wird, Apple-Patente zu verletzen.

Bild: AP/AP

Im Juli war Qualcomm mit einer Patentklage gegen Apple an die Öffentlichkeit gegangen und hatte einen Verkaufsstopp für einige iPhone- und iPad-Modelle gefordert. Apple hat zurückgewiesen, gegen Qualcomm-Schutzrechte zu verstossen, um Batterielaufzeiten zu verbessern.

Anfang des Jahres verklagte Apple den Chiphersteller wegen Patentlizenzen auf Schadenersatz in Milliardenhöhe. Qualcomm reichte auch in diesem Fall eine Gegenklage ein.

Das Unternehmen Qualcomm sieht sich derzeit mit einem Übernahmeangebot durch den Rivalen Broadcom konfrontiert. In der Chipbranche, in der die einzelnen Hersteller hohe Entwicklungskosten tragen, grassiert seit einiger Zeit das Fusionsfieber.

(sda/reu)

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Video: srf/SDA SRF

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 01.12.2017 10:39
    Highlight Warum bringt ihr ausschliesslich News von USFirmen? Gibts sonst niemanden auf der Welt der mit viel Marketing auf sich aufmerksam macht?
    7 1 Melden
  • Evan 01.12.2017 09:48
    Highlight Ich freue mich darauf, wenn es dank drn autonomen Taxis auch in ländlicheren Gegenden sehr guten ÖV auf Abruf geben wird und ich am morgen auf dem Weg zur Arbeit Kaffee trinken und Zeitung lesen kann. Ich hoffe dass die Entwicklung auch in der Schweiz von der Politik nicht allzu sehr ausgebremst wird.
    13 3 Melden
  • Healthy Cereal 01.12.2017 09:05
    Highlight An die Redaktion: die Kapazität eines Akkus wird mit Leistung/Zeit angegeben.
    Also in diesem Falle wohl MW/h
    5 3 Melden
    • Polybertarian 01.12.2017 13:47
      Highlight Äh? Kapazität = Menge gespeicherte Energie.

      Energie = Leistung x Zeit

      [Kapazität] = MW x h = MWh nicht MW/h...

      Akkus haben generell 1) eine Kapazität in Wh und 2) eine maximale Leistung in W
      3 0 Melden
    • Healthy Cereal 02.12.2017 07:14
      Highlight Herr Polybertarian, sie haben natürlich vollkommen Recht!
      Dies ist ein Fehler meinerseits :)
      2 0 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 01.12.2017 07:19
    Highlight 30'000 Haushalte bis zu einer Stunde mit Strom versorgen..

    Momoll 🙄🤔
    19 17 Melden
    • Typu 01.12.2017 07:43
      Highlight Hab ich mir auch gedacht. Erscheint mir bescheiden.
      10 7 Melden
    • sheimers 01.12.2017 10:37
      Highlight Solche Batterien gleichen kurzfristige Schwankungen aus, z.B. Windböen bei den Windkraftanlagen, oder die Abendspitze im Verbrauch wenn alle ihre Kochherde fürs Abendessen einschalten. Damit stabilisiert man das Netz und entlastet die Leitungen. Es geht nicht um eine langfristige Speicherung.
      8 3 Melden
    • Reich und sexy 01.12.2017 12:35
      Highlight Und unsere Jungs wollen für 8'000'000 Leute den Solarstrom vom Sommer in den Winter speichern. Ob das wohl gut kommt...?
      2 19 Melden

Unterwegs mit Teslas «Autopilot» – eine krasse Erfahrung

Nachdem ich kritisch über Teslas «Autopiloten» geschrieben hatte, machte mir ein watson-User ein Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte.

Der Ton ist schwer zu beschreiben.

Ein Surren. Ein leises Pfeifen.

Kein nerviges Geräusch. Im Gegenteil. Es klingt mehr nach einem Versprechen: «Da, wo diese Kraft herkommt, ist noch mehr», säuselt mir der Tesla ins Ohr.

Es ist ein lauer Frühlingsabend. Ich sitze am Steuer eines Model S und cruise in den Sonnenuntergang.

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