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A smartphone user shows the Facebook application on his phone in the central Bosnian town of Zenica, in this file photo illustration taken May 2, 2013. 
Facebook Inc's mobile advertising business continued to accelerate in the first three months of the year, helping the Internet social networking company top Wall Street's revenue target.  REUTERS/Dado Ruvic/Files  (BOSNIA AND HERZEGOVINA - Tags: BUSINESS)

Bild: Reuters

Lauschangriff

Facebook kann jetzt im Wohnzimmer mithören, um automatisch Musik und Filme zu erkennen

Facebook erweitert seine Mobil-Apps mit einer Audioerkennung: Die Funktion macht es leichter, Freunden mitzuteilen, welches Lied man gerade hört. Sogar Fernsehsendungen sollen erkannt werden.

22.05.14, 12:14

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Total praktisch oder ein krasser Eingriff in die Privatsphäre? Wie Facebook am Mittwoch bekannt gab, führt das soziale Netzwerk eine Funktion zur automatischen Erkennung von Musik, Filmen und Fernsehsendungen ein. Sie soll innerhalb der nächsten Wochen Einzug in die Android- und iOS-Apps erhalten, zunächst allerdings exklusiv für amerikanische Nutzer.

Schreiben App-Nutzer eine Statusmeldung, sollen sie künftig die Möglichkeit haben, einen Hinweis auf die gerade genutzten Medien hinzuzufügen. Dazu werden über das Gerätemikrofon die Umgebungsgeräusche aufgenommen. Läuft in der Nähe des Mobilgeräts bekannte Musik, ein bekannter Film oder eine bekannte Fernsehsendung, soll sie per Abgleich mit den Facebook-Datenbanken identifiziert werden. Ist die Audioerkennung aktiviert, startet sie automatisch, sobald man mit dem Tippen einer Statusmeldung beginnt.

Facebook

Fernsehsendungen oder Musik werden erkannt und können an Freunde geteilt werden. Bild: Newsroom

Laut der Tech-Seite «The Verge» soll Facebooks Audioerkennung nicht unmittelbar mit Musik-Erkennungsdiensten wie Shazam und Soundhound konkurrieren, beides Apps, die helfen, die Namen in der Umgebung laufender Musikstücke herauszufinden. Facebook gehe es eher darum, die Statusmeldungen seiner Nutzer mit zusätzlichen Infos anzureichern – dazu, was jemand gerade so tut und hört.

Ordentliche Ergebnisse, mehr nicht

In einem ersten Test soll die neue Funktion ordentliche, wenn auch keine überragenden Ergebnisse geliefert haben. Bislang scheitere die Audioerkennung zum Beispiel häufig daran, Musik in Werbespots zu erkennen – eine typischer Einsatzbereich der Shazam-App. Populäre Serien wie «Game of Thrones» seien dagegen erkannt worden. Noch zeigen müsse sich, wie die Funktion mit störenden Hintergrundgeräuschen und schlechter Netzabdeckung klar kommt. Ausserdem gebe es Hunderte von Kanälen und Millionen Songs, die Facebook-Nutzer schauen oder anhören könnten.

Facebook

Bild: Newsroom

Gegenüber der «Süddeutschen Zeitung» betonte ein Facebook-Sprecher, die Audioerkennungsfunktion sei optional und könne jederzeit abgeschaltet werden. Besorgte Datenschützer soll der Hinweis besänftigen, dass im Hintergrund laufende Gespräche nicht erkannt werden könnten. Ausserdem sollen die Audioaufnahmen nicht gespeichert werden.

Im Fall der Liederkennung setzt Facebook übrigens auf die Hilfe mehrerer Musikstreaming-Anbieter: Wie das Magazin «Business Insider» meldet, hat das Netzwerk mit Spotify, Rdio und Deezer Vereinbarungen getroffen. Die drei Dienste ermöglichen es Nutzern, in die Songs reinzuhören, die ihre Freunde in Statusmeldungen erwähnt haben. (meu)



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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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