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Die deutsche Kanzlerin Merkel ringt Zuckerberg eine Zusage beim Kampf gegen Hassparolen auf Facebook ab. 
Bild: AP Reuters Pool

Beim Tischgespräch zwischen Zuckerberg und Merkel ist das Mikrofon an. Darum wissen wir: Facebook will gegen Hasskommentare vorgehen

Es war ein Gespräch von Konzernchef zu Kanzlerin – doch das Tischmikrofon war an. Und so weiss die Öffentlichkeit nun: Facebook-Chef Zuckerberg will tatsächlich gegen Hassparolen in seinem Netzwerk vorgehen.

28.09.15, 12:33

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, sich um Massnahmen gegen Hassparolen in dem Online-Netzwerk zu kümmern. «Ich denke, wir müssen daran arbeiten», sagte Zuckerberg zu Merkel bei einer UNO-Veranstaltung. Als Merkel nachfragte, ob er die Situation verbessern wolle, antwortete er mit «Ja».

Das Gespräch der beiden war über das offenbar eingeschaltete Tischmikrofon auf dem UNO-Livestream zu hören.

Bereits Mitte September hatte sich der deutsche Justizminister Heiko Maas (SPD) mit Facebook-Vertretern in Berlin getroffen. Maas hatte Facebook zu einem Gespräch eingeladen, nachdem Nutzer menschenverachtende und rechtsradikale Parolen gegen Flüchtlinge in dem Netzwerk veröffentlicht hatten. In die Debatte hatte sich auch Merkel mit der Forderung eingeschaltet, Facebook solle gegen Volksverhetzung vorgehen.

Maas hatte sich irritiert darüber gezeigt, dass zwar Inhalte wie freizügige Fotos unverzüglich gelöscht, rassistische oder fremdenfeindliche Äusserungen aber auch nach Nutzerhinweisen nicht sofort von Facebook entfernt würden.

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Facebook erklärt seine Spielregeln: Was wird zensiert, was nicht

wal/Reuters/dpa

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Statler 29.09.2015 09:23
    Highlight Die Frage ist, was gewinnt man, wenn man diese Kommentare löscht? Gibt es deswegen weniger Fremdenfeindlichkeit? Werden sich die Leute besinnen und zum Schluss kommen, dass sie falsch liegen?
    Oder werden Löschaktionen doch eher dazu führen, dass von «unterdrückter Meinung» und «Zensur» geredet wird und man somit die Hassposter im Glauben bestärkt, sie seien arme Opfer einer staatlichen Willkür?
    Ich bin auch kein Fan solcher Posts, im Gegenteil, aber wenn Löschen die einzige Antwort ist die wir haben, finde ich das irgendwie genauso armselig.
    2 0 Melden
  • Pivobrun 28.09.2015 22:08
    Highlight Nicht vergessen je suis Charlie........
    0 0 Melden

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