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20'000 wollen an Facebook-Abschieds-Party für Blatter – oder, wie ein kleiner Web-Spass aus dem Ruder laufen kann

25.06.15, 17:33 25.06.15, 18:36

Bild: bild

Es war nur ein kleiner Scherz. Das schreibt uns Rodney Bouwhuizen in einem kurzen Chat auf Facebook. Jetzt sei alles aus dem Ruder gelaufen.

Der kleine Scherz war eine Facebook-Veranstaltung für das «Afscheidsfeest Sepp Blatter». Bouwhuizen ist Niederländer, weshalb sein Eintrag in holländisch verfasst war. Trotzdem erhielt er in kürzester Zeit von über 20'000 Leuten eine Teilnahmezusage. 

Bouwhuizen habe schon lange diesen Moment herbeigesehnt, weshalb es für den Abschied von Sepp Blatter eine grosse Party geben sollte. Als Veranstaltungsort wählte er den FIFA-Hauptsitz in Zürich. Beim Einrichten der Veranstaltungsseite rechnete er nicht damit, was das alles auslösen würde.

Die potentielle Teilnahmezahl wuchs und wuchs, denn viele teilen die Freude an der Demission von Blatter. Irgendwann kriegten die ersten Medien mit, was da auf Zürich zukommen könnte.

Der «Tages-Anzeiger» titelt:

Hier kannst du lesen, was im Artikel steht - Bild: tagesanzeiger

Die deutsche «Bild-Zeitung» zog nach:

hier kannst du lesen, was im artikel steht - bild: bild

Zuerst freute er sich über das Echo, das seine geplante Jux-Veranstaltung auslöste. Mit dem wachsenden Medieninteresse wurde es Rodney Bouwhuizen jedoch immer mulmiger. Vier Stunden, nachdem er den Artikel der Bild-Zeitung auf seiner Facebook-Chronik teilte, sagte er den Event ab. 

Die Absage der Veranstaltung nahmen wir zum Anlass, bei Rodney Bouwhuizen nachzufragen, weshalb er die Veranstaltung nun sistiert habe.

Er teilte uns mit, dass ihm alles über den Kopf gewachsen sei und er keine Probleme machen möchte. Er habe mitgekriegt, dass sich die Polizei des Falles angenommen habe und er möchte reagieren, bevor sie sich bei ihm melde. Es reicht, wenn die Presse ihm die Türen einrennt.

Jetzt ist der Link auf die Veranstaltung tot. Leider. Denn es hätten sich wohl noch viele an dieses Abschiedsfest angemeldet. Wenn auch nur symbolisch. 

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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