Digital

Erneut Video von gewaltsamer Tötung auf Facebook verbreitet

25.04.17, 14:57 25.04.17, 15:37

Die Online-Plattform Facebook ist erneut wegen einer online gestellten brutalen Gewalttat in den Schlagzeilen: In Thailand filmte ein Mann, wie er zunächst seine kleine Tochter tötete und anschliessend sich selbst.

Wie die thailändische Polizei am Dienstag mitteilte, wurde die Straftat in einem verlassenen Flughafenhotel in Phuket verübt. Die Polizei, die von Freunden des Mannes auf das Online-Video aufmerksam gemacht wurde, konnte vor Ort nur noch den Tod der beiden feststellen.

Die Beamten fanden am Tatort ein an eine Wand gelehntes Smartphone, wie einer der Ermittler sagte. Offenbar war der Tötung ein Streit des Mannes mit der Mutter des elf Monate alten Mädchens vorausgegangen. Der Vater habe daraufhin sich und das Kind erhängt.

Facebook war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Die Behörden in Thailand riefen dazu auf, die Bilder von der Gewalttat in Phuket nicht weiterzuverbreiten.

Facebook in der Kritik

Erst vergangene Woche hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg zugesichert, künftig werde das Netzwerk der Verbreitung von Material zu Morden und Suiziden einen Riegel vorschieben. Es gebe «eine Menge Arbeit» in dieser Sache, sagte Zuckerberg am Mittwoch in einer Rede.

Konkreter Anlass war der nur wenige Tage zurückliegende Fall des «Facebook-Mörders» in den USA. In einem am Ostersonntag auf Facebook gezeigten Video war zu sehen, wie der 37-jährige Steve Stephens einen Mord begeht.

Unter dem Druck einer Grossfahndung und einer Verfolgungsjagd beging er schliesslich am vergangenen Dienstag Suizid. Facebook hatte auf die Mord-Bilder erst mit zwei Stunden Verzögerung reagiert und das Mordvideo gelöscht sowie Stephens' Konto gesperrt. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kstyle 25.04.2017 17:52
    Highlight Wie wäre es mal Anstand vor Geld zu stellen und Facebook einfach mal abzuschalten für Europa. Sie tanzen uns sowieso immer auf der Nase rum. Mal schauen wie schnell sie reagieren wen Europa offline ist.
    1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.04.2017 17:42
    Highlight Und Islamisten lässt man auch gewähren. Aber ui ein Nippelchen ist zu sehen...
    3 2 Melden
  • LarissaChiara 25.04.2017 17:40
    Highlight Ich habe selbst schon ein Video gemeldet, indem gefilmt wurde, wie sich eine Frau von einer Brücke auf den Asphalt stürzte. Als Antwort von Facebook kam nur das sie keine Verstösse gegen ihre Richtlinien sehen..
    1 0 Melden
  • K3tsch 25.04.2017 15:59
    Highlight Sagt er schon seit Ewigkeiten. Und am Ende des Tages bleibt es dabei dass man bei Facebook härter bestraft wird wenn ein nackter Nippel zu erkennen ist hingegen dem Posten von IS-Propaganda mit Hinrichtungen.

    Komische und fragwürdige Weltvorstellungen die man drüben im Silicon Valley verfolgt.
    5 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.04.2017 15:34
    Highlight Facebook live muss gestoppt werden. Zuckerberg ist verantwortlich dafür. Entweder er schafft es die Verbreitung zu verhindern oder er muss belangt werden.
    7 2 Melden
  • die 200 25.04.2017 15:22
    Highlight Und, Hand auf's Herz: Wer von euch hat sich in letzter Zeit nicht nur empört über den ganzen Scheiss, den sich Facebook permanent leistet, sondern auch Konsequenzen gezogen und sein Profil da endlich gelöscht???
    12 0 Melden
    • Kstyle 25.04.2017 17:53
      Highlight Ich vor 5 jahren und ich lebe immer noch.
      4 0 Melden

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