Digital

Kim Dotcom

«Keine Fluchtgefahr»

Kim Dotcom muss nicht ins Gefängnis – und nimmt das Maul wieder ziemlich voll

Der Megaupload-Gründer bleibt ein freier Mann – zumindest vorerst. Ein neuseeländischer Richter hat abgelehnt, den von den USA Gejagten in Untersuchungshaft zu nehmen.

01.12.14, 11:16 01.12.14, 11:42

Ein Artikel von

Der in den USA angeklagte deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom muss vorerst nicht ins Gefängnis. Ein Richter in Neuseeland lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft ab, ihn bis zum Auslieferungsverfahren im Juni nächsten Jahres in Untersuchungshaft zu nehmen.

Er sehe keine Anzeichen dafür, dass Dotcom fliehen könnte, sagte der Richter nach Angaben der Zeitschrift «National Business Review». Zuvor hatte es an insgesamt drei Tagen Anhörungen über eine mögliche Untersuchungshaft gegeben. 

Mehrere Millionen verdient seit der Verhaftung?

Dotcom ist bislang gegen Auflagen auf freiem Fuss – nach Ansicht der Staatsanwälte verstiess er gegen mehrere davon. Zudem argumentierten sie, Dotcom habe seit seiner Verhaftung im Jahr 2012 mehrere Millionen Dollar verdient. Mit dem Geld könne er versuchen, das Land zu verlassen.

«Mega und ich sind frei», twitterte Dotcom kurz nach der Entscheidung des Richters. «Mega» ist die neue Tauschplattform, die Dotcom gründete, nachdem die Amerikaner sein Portal Megaupload abgeschaltet hatten. Sie werfen ihm vor, dass Nutzer darauf im grossen Stil Material heruntergeladen und geteilt hätten, ohne für Urheberrechte zu zahlen. Sie wollen ihm den Prozess machen. 

Der gebürtige Kieler lebt seit 2010 in Neuseeland. (rls/AP)

«Zwei Milliarden Schadenersatz»

In einem weiteren Tweet kündigt Kim Dotcom eine Klage wegen der «gesetzeswidrigen Zerstörung» seiner früheren Filesharing-Plattform Megaupload an. Der nächste grosse Anlass stehe in Hongkong an, wo auch die Megaupload-Server beschlagnahmt wurden. Falls er mit seinen Anwälten vor Gericht gewinne, werde er Schadenersatz in der Höhe von zwei Milliarden US-Dollar verlangen. (dsc)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Dieser Schülerin verdanken wir das Kopftuch-Emoji – nun erntet sie Hass und Häme

Eine junge Frau in Österreich bringt Apple und Co. dazu, ein Kopftuch-Emoji einzuführen. Das «Time Magazine» zählt sie darum zu den 30 einflussreichsten Teenagern der Welt. Und die Hater haben ein neues Ziel.

Mit Beharrlichkeit und Idealismus hat eine junge Muslima erreicht, dass Apple ein Kopftuch-Emoji einführt.

Es sei die typische David-gegen-Goliath-Geschichte, konstatiert die ARD: Eine 16-jährige Schülerin bringe einen Grosskonzern dazu, eine Idee umzusetzen, die ihr auf der Seele brenne.

Die junge Frau heisst Rayouf Alhumedhi und besucht in Wien eine Privatschule. Anfang November wurde sie vom renommierten «Time Magazine» ins diesjährige Ranking der 30 einflussreichsten Teenager der Welt …

Artikel lesen