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Müllsauger Bruno: Die Tonne beklagt sich über WLAN, wenn der Beutel voll ist bild: Poubelle LLC

Diese Mülltonne ist auch ein Staubsauger

Mit Bruno gibt es nun einen smarten Mülleimer, der eigentlich ein Staubsauger werden wollte. Ausserdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: eine biegsame Action-Kamera und ein Überwachungs-Ufo fürs Kinderzimmer.

11.05.15, 16:42 11.05.15, 17:25

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Bruno sieht aus wie ein Mülleimer. Aber eigentlich wäre die Tonne wohl viel lieber ein Staubsauger. Denn Bruno saugt den Staub selbst in die Mülltüte. Die Erfinder bezeichnen Bruno als den ersten smarten Mülleimer der Welt. Bereits einen Monat vor dem Ende der Kampagne haben Spender das Projekt auf Crowdfunding-Portal Kickstarter finanziert.

Damit die Tonne den Staub einsaugt, genügt es, den Dreck direkt vor das Gerät zu fegen. Bruno kann mit einem Smartphone oder einem Tablet verbunden werden. Über eine App bekommen Besitzer des grossen, aber recht stylischen Geräts Bescheid, wenn beispielsweise der Müllbeutel voll ist. Auch wenn der integrierte Akku nach rund einem Monat geladen werden sollte, meldet sich die App.

gif: kickstarter

Werden Hundehaare und Essensreste vor Brunos Sensoren gekehrt, dann erkennt der Müllsauger das und saugt den Schmutz direkt in den Müllbeutel. Praktisch: Wenn man sich Bruno nähert, dann öffnet sich der Deckel bei Bedarf automatisch. Der Nutzer kann den Dreck also mit beiden Händen anschleppen.

50'000 Dollar waren das Ziel, bisher haben die Kickstarter-Spender schon mehr als 80'000 Dollar gesammelt. Derzeit kostet das Gerät etwa 160 Euro. Von Oktober an soll Bruno in den USA und Kanada verkauft werden. Ob der Müllsauger auch nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt. (Sven Wernicke)

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Flexcam Pic: Die Comic-Kamera zum Anbinden

Flexcam Pic: Die Kameras lassen sich auch an Fahrräder und Haustiere knoten bild: YouTube

Action-Kameras sind in Mode. Doch es muss nicht immer eine Gopro sein, wenn man bewegte Momente seines Leben festhalten will. Das geht auch mit der Flexcam Pic. Die biegsame Mini-Kamera lässt sich im Gegensatz zu klassischen Action-Kameras auch ganz leicht ohne Zubehör an Fahrrädern, Schuhen und Haustieren befestigen.

Die reinen Leistungsdaten der Pic lesen sich recht unspektakulär: Sie nimmt Videos in 720p auf, schiesst Fotos mit einer Auflösung von fünf Megapixel, hat eine Weitwinkel-Brennweite von 124 Grad, und die Batterie hält eine Stunde lang durch. Doch die Kamera richtet sich offenbar nicht an Profis, sondern an alle Nutzer, die ab und zu bei einer Fahrradtour oder beim Training mit dem Hula-Hoop-Reifen mal eben einen schnellen Clip aufzeichnen wollen.

Die Besonderheit der Pic ist der Griff. Er ist etwa 30 Zentimeter lang und komplett dreh- und biegbar. Das heisst, man kann die Kamera überall anbinden. Die Aufnahmen startet man mit einem Knopf am Ende des flexiblen Griffs. Oder man verwendet die Pic-App für iOS und Android, die via Bluetooth mit der Kamera kommuniziert.

Auch das Design der Pic fällt auf: Die Entwickler setzen auf bunte Farben, und die Kameras sehen aus wie Cartoon-Charaktere. Noch ist die Pic in keinem Onlineshop zu finden. Die Erfinder werben noch um finanzielle Unterstützung. 10'000 Dollar wollen sie bis Ende Mai einsammeln, aktuell steht der Zähler bei über 100'000 Dollar. Auf Indiegogo kann man sich eine Pic-Kamera für derzeit 79 Dollar sichern. Die Auslieferung soll im September erfolgen. (Jürgen Kroder)

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Babyfon Snu:mee: Sanfte Klänge im Kinderzimmer

Babyfon Snu:mee: Einschlafhilfe für Babys bild: Torsten Pross Jeibmann Photographic

Der Snu:mee soll die Alles-in-einem-Lösung für Eltern sein, die ihr Baby mit Musik beruhigen und beim Schlummern überwachen wollen. Ein Start-up aus Leipzig hat das weisse Ufo entwickelt, in dem ein Babyphone, ein MP3-Player und eine Spieluhr stecken.

Das Gadget kann per Tastendruck gesteuert werden oder mit einer App, die für iOS und Android erhältlich ist. Über WLAN kommuniziert das Smartphone mit dem Gerät. Bei einem Test klappt das gut auch bei einer Distanz von rund 15 Metern und über zwei Stockwerke hinweg. Liegen jedoch mehr als zwei Betondecken zwischen Handy und Snu:mee, lässt der Empfang rapide nach.

Mit der App kann man MP3-Dateien starten und Playlists anlegen. Auf dem vier Gigabyte grossen internen Speicher befinden sich bereits einige Kinderlieder und Geräusche wie eine Brandung, Vogelgezwitscher oder ein Staubsauger. Mit der Babyfon-Funktion hört man entweder live auf dem Smartphone mit, was im Kinderzimmer passiert, oder lässt sich eine Mitteilung schicken, wenn Geräusche zu hören sind. Die Babyfon-Funktion kann auch als Gegensprechanlage genutzt werden, ein gleichzeitiges Abhören und Sprechen ist aber nicht möglich.

Die vielen Funktionen überzeugen in der Praxis. Allerdings sollte die App dringend überarbeitet werden: Manche Buttons sind doppelt vorhanden, andere muss man lange suchen. Ausserdem muss man viel rumprobieren, bis man einige der Funktionen verstanden hat.Snu:mee kostet im Onlineshop des Herstellers 129 Euro. (Jürgen Kroder)

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