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Projekt «The Pilot»: Echtzeit-Übersetzung via Headset 

Live und direkt ins Ohr: Ein Unternehmen will die Übersetzung von Sprachen im Alltag viel einfacher machen. Schon sammeln sich Fans – aber die Hürden für smarte Headsets sind hoch.

23.05.16, 19:45 24.05.16, 07:52

Teresa Sickert



Übersetzer-Headset «The Pilot».
bild: Waverly Labs

Ein Artikel von

Der Wunsch nach einfacherer Kommunikation war schon Motor für viele Innovationen. So ist es auch bei The Pilot, einem Paar smarter In-Ohr-Kopfhörer, die in Echtzeit übersetzen sollen. In einem Video erzählt Gründer Andrew Ochoa davon, wie er ein französisches Mädchen traf und sie nicht verstand.

Video: Andrew Ochoa stellt die intelligenten Kopfhörer vor. YouTube/Andrew Ochoa

Zwei Jahre lang hat ein Team aus Programmierern, Ingenieuren, Designern und Übersetzungsexperten bei Waverly Labs an dem Wearable fürs Ohr gearbeitet. Ab sofort können Interessierte die kleinen Geräte, die man sich wie ein Hörgerät in die Ohrmuschel setzt, vorbestellen.

In wenigen Tagen startet das Crowdfunding bei Indiegogo. Zwischen 249 bis 299 US-Dollar sollen die Übersetzungshilfen kosten, Vorbesteller können auf einen Rabatt hoffen.

Die The-Pilot-Ohrhörer kommen im Doppelpack und mit einer App. Mithilfe dieser wählt man die Sprache aus und aktiviert die Geräte. Zur Einführung kann zwischen Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch übersetzt werden.

Später sollen weitere Sprachen hinzukommen, unter anderem Hindi und Arabisch. Um die Übersetzung nutzen zu können, müssen vorerst beide Gesprächspartner die Ohrstöpsel tragen. In Zukunft soll es aber auch Modelle geben, die es erlauben, die Sprechenden in der Umgebung zu übersetzen.

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Im Netz gibt es schon begeisterte Reaktionen. Bei Facebook wird die Idee tausendfach geteilt. Ein Grund dürfte sein, dass die Technologie überall dort Vorteile bietet, wo Menschen mit unterschiedlichen Sprachen zusammenkommen. Zum Beispiel in internationalen Konzernen, der Entwicklungshilfe oder im Tourismus.

Facebook-Kommentare von Nutzern aus Tourismus und Vertrieb.

Andere freuen sich, schreiben sie, weil sie anderssprachige Familienangehörige haben oder in The Pilot eine Chance für ankommende Geflüchtete sehen.

Trotz dieser Euphorie bleibt abzuwarten, wie viel The Pilot wirklich kann. Ausser dem Demovideo gibt es noch nicht viel vorzuweisen. Die Spracherkennung ist ein ambitioniertes Projekt, denn gesprochene Sprache ist nicht immer deutlich und zudem von Dialekten geprägt.

Solche Hürden muss die Software nehmen und dabei sinngemäss und nicht wörtlich übersetzen. Im Herbst sollen die ersten smarten Ohrstöpsel ausgeliefert werden – dann wartet der Praxistest.

Facebook-Kommentator fabuliert über potenzielle Einsatzmöglichkeiten.

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