Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Real Doll Werkstatt

Ende 2016 sollen die intelligenten Sex-Cyborgs in Serienproduktion gehen. «Wir verkaufen den Kunden eine Fantasie. Je realistischer diese Fantasie ist, desto besser», sagt RealDoll Vertriebschef Mitja Klee.
Bild: RealDoll

Ade, aufblasbare Gummi-Puppe! 2016 gehen die intelligenten Sex-Cyborgs in Serienproduktion

Seit Jahrzehnten prophezeit die Porno-Industrie dem Cybersex den Durchbruch. Wir zeigen, wie sich das Geschäft mit der virtuellen Erotik vom Porno-Puzzle auf CD-ROM bis zu modernen Sexpuppen entwickelt hat.

Jörg Breithut / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Als das Internet in den Neunzigerjahren die Wohnzimmer erobert, keimt in der Pornobranche grosse Hoffnung auf: Dort ist man zu dieser Zeit fest davon überzeugt, dass die Onlinewelt das Sexleben der Menschheit für immer verändern wird. Seitdem hat sich viel getan, wie unsere obige Fotostrecke zeigt. Aber die Idee vom Sex-Cyborg oder dem täuschend echten Virtual-Reality-Porno ist immer noch weit von ihrer Umsetzung entfernt.

Im Buch «The Joy of Cybersex - An Underground Guide to Electronic Erotica» aus dem Jahr 1993 klingt es dagegen noch so, als wäre der Virtual-Reality-Sex kurz vor dem Durchbruch. Demnach sollen die Nutzer bald Haut und Haare der virtuellen Sexpartner in der virtuellen Realität spüren können und ein unvergessliches sexuelles Abenteuer im digitalen Raum erleben.

Der Ratgeber prophezeit eine glorreiche Zukunft des Cybersex, auch wenn die Realität noch ganz anders aussah, wie die Autoren bei einer Bestandsaufnahme zugeben. Neben Puzzlespielen mit Nacktmodels und Strip-Poker-Software auf CD-ROM hielten sich die erotischen Erfahrungen am Computer in Grenzen.

Und so richtig verlockend sah Cybersex auch in den kommenden Jahren nicht aus. Nichtsdestotrotz: Die Porno-Industrie träumt weiter davon, den Kunden irgendwann ein spannendes Cybersex-Erlebnis zu verkaufen.

Intelligente Sexmaschinen gegen den Leistungsdruck

Das Unternehmen RealDoll etwa, seit 20 Jahren im Geschäft, arbeitet an Sexrobotern, die nicht nur aussehen wie Menschen, sondern sogar irgendwann so denken können wie sie. «Die künstliche Intelligenz ist das interessanteste Testfeld bei Sexpuppen», sagt Vertriebschef Mitja Klee gegenüber SPIEGEL ONLINE. «Das darf aber nicht albern werden, daher brauchen wir Mimik.» Ende des Jahres 2016 sollen die intelligenten Sex-Cyborgs in Serienproduktion gehen.

Der Bedarf an Sexpuppen ist nach Angaben des Herstellers seit Jahrzehnten stabil. Der Leistungsdruck sei nach wie vor sehr hoch, die Freizeit vieler Menschen werde knapper. Wer resigniere und keine Lust mehr habe, einen Partner zu suchen, freue sich über eine «RealDoll», sagt Klee.

Sein Ziel: «Wir wünschen uns, dass wir irgendwann einen richtigen Cyborg verkaufen.» Aber die Sexpuppenfans müssen sich noch eine Weile gedulden. «Das wird nicht in den nächsten zehn Jahren klappen.»

Das könnte dich auch interessieren: Virtual-Reality-Pornos – Sex-Filme für Oculus Rift und Gear VR

Alles, was du über Virtual-Reality-Brillen wissen musst

Das ist das abgefahrenste Gadget ever – wir haben Microsofts Hologramm-Brille ausprobiert

Link to Article

Wie geil sind ​Virtual-Reality-Pornos wirklich? Wir haben Hand angelegt

Link to Article

Microsofts Hologramm-Brille ist das abgefahrenste Gadget, das du je gesehen hast

Link to Article

«In 15 Jahren können wir die Realität nicht mehr von virtuellen Welten unterscheiden»

Link to Article

Cyberbrillen für alle: Facebook und Oculus wollen ein Online-Game für eine Milliarde Menschen entwickeln

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Binder 15.03.2016 16:39
    Highlight Highlight Man muss als Mann ja schon sehr einfach gestrickt sein, um das Schauspiel einer Prostituierten als Genuss zu empfinden und nicht als das, was es ist, als peinliche Demütigung. Entwickler und Sexualpartner derartiger Puppen erfüllen vermutlich schon allein hierdurch die Diagnosekriterien für Psychopathie.
  • Thomas Binder 15.03.2016 08:42
    Highlight Highlight Wir brauchen niemanden mehr ausser uns selbst. Im Zeitalter des schweren Narzissmus nennt sich dies Selbstverwirklichung.
  • Zeit_Genosse 15.03.2016 08:12
    Highlight Highlight Augmented Sex und Cybersex sind Technologietreiber. Wir werden davon profitieren, dass der Billettautomat, wenn es den dann noch braucht, ein attraktiveres Design erhält. Oder der virtuelle Busfahrer uns in Sicherheit wiegt, oder wir Kriegsroboter nicht mehr von Menschen aus sicherer Entfernung unterscheiden können. 35% des Datenflusses im Internet hat sexuellen Inhalt und ist damit der Treiber dieser Technologie, wie die ganze Videotechnologie auch vorangetrieben wurde. Die neusten Gadgets sind die VR-Brillen. Auch durch Porno vorwärts getrieben. Triebhafte Zeiten....
  • Evan 14.03.2016 17:36
    Highlight Highlight Da könnte ich mir einige Male eine Prostituierte leisten und habe dafür echten Sex... xD
    • Zeit_Genosse 15.03.2016 08:04
      Highlight Highlight Gekauften Sex! Echt geht anders.
    • Evan 15.03.2016 09:38
      Highlight Highlight Echter als mit einem Roboter allemal.
    • Zeit_Genosse 15.03.2016 19:28
      Highlight Highlight Was zu beweisen wäre.
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 14.03.2016 15:52
    Highlight Highlight das ist irgendwie traurig. wer bezahlt 10000 dollar für unechten sex
    • King Le 15.03.2016 23:18
      Highlight Highlight Naja, interessant wär's ja. ;D

Paukenschlag beim E-Voting: Genf zieht seiner Online-Wahlplattform den Stecker, aber ...

Der Kanton Genf betreibt seit Jahren eine eigene elektronische Abstimmungsplattform. Diese soll ab Ende Februar 2020 nicht mehr genutzt werden. Auf E-Voting verzichten wollen die Genfer aber nicht.

Der Kanton Genf verzichtet künftig auf seine elektronische Abstimmungsplattform, berichtet RTS. Der Stadtkanton wolle nicht mehr weiter in das System investieren, das in Genf seit Jahren für das Abstimmen übers Internet genutzt wird. Die Entscheidung, der E-Voting-Plattform den Stecker zu ziehen, sei aus finanziellen Gründen getroffen worden und nicht wegen eines Sicherheitsproblems, das Schweizer Hacker Anfang November publik gemacht hatten.

Der Kanton Aargau, der wie andere Kantone das Genfer …

Artikel lesen
Link to Article