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Dieser raffinierte Lego-Roboter spuckt Papierflieger aus​

Am Schluss geht es auf die Abschussrampe: Ein Bastler hat aus Legosteinen eine Fertigungsstrasse für Papierflieger gebaut. Andere haben sich auch schon an grössere Konstruktionen mit den kleinen Klötzen gewagt.

10.02.16, 22:20 11.02.16, 16:17

Richard Meusers / spiegel online

Ein Artikel von

Vorsichtig ziehen die Rollen das Papier ein, dann beginnt die Maschine, das Papier zu falten. Was in der motorbetriebenen Miniaturfertigungsstrasse entsteht, ist aber kein Origami-Kunstwerk im engeren Sinne. Es ist ein einfacher Papierflieger, gefaltet von einer Maschine, die aus Legosteinen gebaut wurde.

Das Video der vollständig automatisierten Papierfliegerproduktion hat es sogar in die Primetime des amerikanischen Fernsehens geschafft: Es wurde in einer Übertragungspause beim Super Bowl gezeigt. Die Werbeunterbrechungen im Finale der US-Football-Profiliga werden traditionell von grossen Konzernen genutzt, um millionenschwere Werbespots auszustrahlen. An keinem anderen Abend des Jahres bekommen sie mehr Aufmerksamkeit, entsprechend aufwendig sind die Clips produziert. Im Fall des Papierfliegers war es der Konzern Arrow Electronics, der so auf sich aufmerksam machen wollte.

Von links zieht die Lego-Maschine ein normales DIN-A-4-Blatt wie ein Drucker ein. Dann durchläuft das Blatt verschiedene komplizierte Faltschritte. Am Ende wird der fertig gefaltete Flieger von einer Rampe aus auf die Reise geschickt.

Eine Spur Pathos bekommt der Clip durch seine Tonspur: Während der Flieger gefaltet wird, hört man Zitatschnipsel von Astronaut Neil Armstrong und Charles Lindbergh, dem 1927 der erste Nonstop-Flug von New York nach Paris gelang. Ganz so weit wird es der Papierflieger trotz seiner meisterhaften Falttechnik aber wohl nicht schaffen.

Konstruiert hat den Mechanismus Arthur Sacek, ein professioneller Lego-Tüftler. Der Erste, der sich an den kleinen Fliegern versucht, ist er aber nicht: Auf YouTube kann man sich zum Beispiel die Entwicklungsschritte ansehen, die ein Bastler namens Hknssn bei der Konstruktion seines Papierfliegerautomaten macht. Seine Faltmaschine ist mittlerweile bei der Version 2.1 angekommen und sieht nicht weniger beeindruckend aus als die Maschine aus dem Super-Bowl-Spot.

Aber die Legobastler haben auch schon ganz andere Projekte als Papierflieger in Angriff genommen. Aus Deutschland kommt etwa der Entwurf für eine Maschine zum Knacken von Kokosnüssen.

Ebenfalls aus dem Reich der Nonsense-Maschinen stammt eine Vorrichtung, die auf möglichst komplizierte Weise kleine Plastikbällchen über eine möglichst lange Distanz transportiert. Die Apparatur wurde 2015 auf der alljährlich in Chicago stattfindenden Brickworld gezeigt, einem Event für Legobastler.

Mit Legosteinen, Rädern und Motoren schufen Tüftler ausserdem einen automatischen Webstuhl und einen Roboter, der das dreidimensionale Puzzle des Zauberwürfels automatisch lösen kann.

Auch ein mechanisches Spinnrad, das aus den Fäden von neun Garnrollen bunte Armbänder herstellt, war dort zu besichtigen.

Dass es mit den kleinen Steinchen auch eine Nummer grösser geht, bewiesen der Australier Steve Sammartino und sein rumänischer Freund Raul Oiada. Sie hatten Ende 2013 ein fahrtüchtiges Auto in Originalgrösse aus Legosteinen zusammengebaut.

Das Gefährt bestand aus einer halben Million Legosteinen, besass vier Sternmotoren und 256 Zylinder und wog eine halbe Tonne. Mit einem Antrieb aus Druckluft schaffte der Lego-Hot-Rod bis zu 30 Kilometer pro Stunde.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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