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SAN DIEGO, CA - JULY 25:  Felicia Day is interviewed on SiriusXM's Entertainment Weekly Radio channel from Comic-Con 2014 at The Hard Rock Hotel on July 25, 2014 in San Diego, California. (Photo by Kent C. Horner/Getty Images for Sirius XM)

Schauspielerin Felicia Day: Blogbeitrag zum Gamergate veröffentlicht. Bild: Getty 

#Gamergate-Debatte

Wütende Gamer veröffentlichen Adresse von «Buffy»-Schauspielerin Felicia Day 

Schauspielerin Felicia Day hat sich kritisch zur Gamergate-Debatte geäussert, die seit Wochen in Foren und sozialen Netzwerken läuft. Unbekannte haben daraufhin die Privatadresse der Amerikanerin veröffentlicht.

27.10.14, 08:21 27.10.14, 12:32

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Der amerikanischen Schauspielerin Felicia Day («Buffy – Im Bann der Dämonen», «Supernatural», «The Guild») ist genau das passiert, was sie befürchtet hat. Unbekannte haben als Antwort auf einen kritischen Blogbeitrag ihre persönlichen Daten im Internet verbreitet. In einer Stellungnahme bei Tumblr hatte Felicia Day geschrieben, dass sie ein grosser Fan von Computerspielen sei. Doch aufgrund der Gamergate-Debatte, die seit Wochen in Foren und sozialen Netzwerken läuft, habe sie sich in letzter Zeit nicht mehr oft zu ihrem Hobby geäussert.

«Warum ich häufig ruhig geblieben bin? Aus Selbstschutz und Angst», schreibt Felicia Day. Sie habe Angst davor, dass ihre privaten Daten im Netz verbreitet werden, wenn sie auch nur «Gamergate» schreibe.

Diese Befürchtung hat sich nun anscheinend bewahrheitet. Laut einem Bericht des Guardian sind die Privatanschrift und die private E-Mail-Adresse im Netz aufgetaucht, nur eine Stunde, nachdem Day ihren Blogbeitrag freigeschaltet hatte.

Die Veröffentlichung löste heftige Reaktionen aus. So sprang unter anderem der ehemalige Football-Profi Chris Kluwe der Schauspielerin zur Seite und verurteilte den Angriff auf ihre Privatsphäre. Bei Twitter fragte Kluwe, warum nur Frauen das Ziel der Angriffe seien, obwohl auch er selbst den Sexismus in der Gamergate-Debatte scharf kritisiert hatte.

Felicia Day bedankte sich am Donnerstag für aufmunternde Worte ihrer Fans: «Es waren harte 24 Stunden, aber sie waren es wert – aufgrund eurer Antworten.»

Zu Beginn dieser Woche war bereits der Softwarehersteller Adobe in die Gamergate-Diskussion verwickelt worden. Einige Nutzer bei Twitter hatten den Konzern darauf hingewiesen, dass sich ein Reporter der Nachrichtenseite «Gawker» über die Debatte lustig gemacht hatte. Daraufhin beendete Adobe die Partnerschaft mit der Seite und bat die Seitenbetreiber darum, das Logo des Konzerns bei «Gawker» zu entfernen.

Auch Daimler soll reagiert haben

Auch der Autobauer Daimler hat laut dem «Guardian» auf die Äusserungen des Autors reagiert und Anzeigen für Mercedes-Benz gestoppt, die an «Gawker» ausgeliefert wurden.

Unter dem Hashtag #GamerGate sind beim Kurznachrichtendienst Twitter in den vergangenen Monaten immer wieder Spiele-Entwicklerinnen und Journalistinnen verbal attackiert worden. Während sich mittlerweile viele Frauen vor sexistischen Angriffen aus der Szene fürchten, sehen sich die Angreifer als Opfer einer feministischen Verschwörung, die ihnen den Spass an Computerspielen nehmen will.

Entzündet hatte sich der Konflikt unter anderem an einem Angriff gegen die selbstständige Spieleentwicklerin Zoe Quinn, die nach eigenen Angaben wochenlang terrorisiert wurde, nachdem ein Ex-Freund ihr in einem Blog unlautere Methoden bei der Vermarktung ihrer Spiele vorgeworfen hatte. Auch die Attacken auf die US-Bloggerin Anita Sarkeesian gelten als Auslöser für Gamergate. In ihrer Videokolumne hatte sie die klischeehafte Darstellung weiblicher Charaktere in Computerspielen bemängelt. Sarkeesian sah sich daraufhin im Netz massiven Drohungen ausgesetzt, sie trafen Sarkeesian selbst, aber auch ihre Familie. (jbr)



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    Alle Leser-Kommentare
  • SuicidalSheep 13.07.2016 17:06
    Highlight Meine Fresse, zum Glück war ich damals noch nicht auf watson... Es wird zwar niemand mehr lesen, aber falls sich doch noch jemand hierher verirrt...

    Bei GamerGate ging es nie um Sexismus oder Rassismus. Das haben Wu, Sarkeesian, Quinn, Kluwe, Day und all die anderen hübsch den Medien aufgetischt und diese habens ohne Nachforschungen geschluckt. Und genau darum ging es! Um Medien, die ihren Job nicht richtig machen! Und das 3rd wave Feminists ihre eigene Agenda den Game Designern aufzwingen wollten, nie aber jemand sie kritisieren durfte. Die einzigen Drohungen kamen von 4chan Trolls...
    1 0 Melden
  • Big_Berny 28.10.2014 07:26
    Highlight Die Buffy-Schauspielerin heisst Sarah Michelle Gellar (ja, war mal Fan ;)). Felicia Day hatte höchstens mal eine Nebenrolle, wird aber selbst auf Wikipedia nicht gelistet.
    1 0 Melden

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