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Messebesucher probieren Prototypen der Oculus Rift aus. Bild: KEYSTONE

Facebooks Virtual-Reality-Brille: Die Oculus Rift kommt 2016

Vom Wohnzimmer aus virtuelle Welten bereisen: Nach etlichen Jahren Entwicklung soll die Datenbrille Oculus Rift ab Anfang 2016 im Handel erhältlich sein.

06.05.15, 21:57 07.05.15, 09:28

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Zuerst die schlechte Nachricht: Wer darauf gehofft hatte, jemandem zu Weihnachten die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift schenken zu können, muss sich nach einem anderen Geschenk umsehen. Die gute: Am Mittwochmittag hat Nate Mitchell, Vizechef der Herstellerfirma Oculus VR, via Twitter einen ungefähren Termin für den Verkaufsstart angekündigt. Demnach soll die sogenannte Consumer Edition der Brille Anfang 2016 in den Handel kommen.

Der Hersteller verpasst damit das lukrative Weihnachtsgeschäft und ein selbst gestecktes Ziel. Im Juni 2014 hatte Oculus-Chef Brendan Iribe in einem Interview gesagt: «Wenn wir Ende 2015 noch nicht ausliefern, wäre das ein Problem. Zumindest wären wir sehr enttäuscht.» Damals hatte Iribe erklärt, er gehe davon aus, mehr als eine Million Exemplare der ersten Endanwenderversion verkaufen zu können.

Die Brille macht aus zwei Bildern eines. Bild: REUTERS

Bisher kann man bei Oculus nur Varianten der VR-Brille bestellen, die sich speziell an Softwareentwickler richten. Derzeit wird das sogenannte Development Kit 2 angeboten, kurz DK2.

Drei Jahre seit der ersten Vorstellung

Mit der Ankündigung des Verkaufsstarts läuft bei Oculus eine jahrelange Entwicklungsarbeit auf ihr vorläufiges Ende zu. Erstmals gezeigt wurde das Brillen-Konzept im Sommer 2012, auf der Spielemesse E3 in Los Angeles. Damals wurde die Oculus Rift noch von dickem Klebeband zusammengehalten, ein fetter Kabelstrang sorgte für die nötigen Verbindungen zum Computer.

Wenige Monate später startete das Start-up eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter. Das Ziel, mindestens 300'000 Dollar für die Entwicklung der Datenbrille einzusammeln, wurde schon am ersten Vormittag erreicht. Letztlich kamen fast 2.5 Millionen Dollar zusammen.

In den folgenden Jahren zeigte Oculus auf Messen immer wieder verschieden weit entwickelte, neue Versionen der Brille. Das Design wurde verfeinert, ebenso wurden die Funktionalität und die Qualität verbessert. Auf der Elektronikmesse CES konnten wir Anfang 2014 eine Variante ausprobieren, die mit verbesserten Full-HD-Displays bestückt war und mithilfe einer Kamera erfassen konnte, wo im Raum sich der Nutzer befindet.

Zubehör wie Virtuix Omni, das als Laufrad dient, ist bereits in Arbeit. Bild: REUTERS

Wenig später wurde klar, welch grosses Potenzial die Tech-Branche der Oculus-Technik zuschreibt. Im März 2014 kündigte Facebook an, das kleine Unternehmen für insgesamt zwei Milliarden Dollar zu übernehmen.

Vom Verkaufsbeginn an dürfte diese Investition nun langsam an Facebook zurückfliessen. Wie lange es dauern wird, das Geld wieder einzuspielen, hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Beispielsweise davon, wie viel Software es zum Start geben wird. Vor allem Spieleentwickler sind hier gefragt, denn Virtual Reality könnte Computerspiele auf eine neues Niveau heben.

Ein anderer wichtiger Faktor ist der Preis, den Oculus für die Rift verlangen wird. Bisher schweigt das Unternehmen dazu noch. Eine gute Gelegenheit für die Bekanntgabe dieses wichtigen Details wäre die Spielekonferenz E3, die im Juni in Los Angeles stattfindet. (mak)

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