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A picture of the video game character Mario is shown in the Nintendo booth at the Game Developers Conference 2014 in San Francisco, Wednesday, March 19, 2014. (AP Photo/Jeff Chiu)

Bild: AP/AP

Der strauchelnde Gigant

Spielfiguren und Smartphones sollen Nintendo aus der Krise helfen

Spielfiguren im Stil von «Skylanders», ein Smartphone-Dienst, aber keine Handyspiele: Vor Investoren hat Nintendo seine Pläne für die Zukunft vorgestellt. Vor allem die schlechten Verkäufe der Wii-U-Konsole setzen den Firmenchef unter Druck.

08.05.14, 15:54

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Nintendo steckt in der Krise: Smartphone-Spiele konkurrieren mit Nintendo-DS-Titeln, die Spielkonsole Wii U verkauft sich schlechter als erwartet. Das vergangene Geschäftsjahr wurde mit 164,4 Millionen Euro Verlust abgeschlossen. Doch das Traditionsunternehmen stemmt sich gegen den drohenden Bedeutungsverlust. Am Donnerstag trat Konzernchef Satoru Iwata vor Investoren auf und erläuterte, wie er die Zukunftsfähigkeit seiner Firma sichern will.

Nintendo-Präsident Satoru Iwata sucht den Weg aus der Krise. Bild: Reuters

Ein Ansatz von Nintendo ist es, stärker auf die Kraft beliebter Figuren wie Super Mario zu setzen. Für seine Konsole Wii U will das Unternehmen nach dem Vorbild anderer Anbieter kleine Figuren mit digitalem Innenleben verkaufen, die in verschiedene Spiele eingebunden werden können. So funktioniert es zum Beispiel in Spielen wie «Skylanders» oder «Disney Infinity» – durch neue Charaktere können die Firmen Spielefans immer wieder anregen, Geld auszugeben.

Neben den Spielfiguren plant Nintendo, die Spieler mit einer Smartphone-Plattform zu begleiten. Dabei geht es jedoch nicht um eigene Handy-Spiele, sondern um die Möglichkeit, Videos etwa aus «Mario Kart 8» auszutauschen. In der Ende Mai erscheinenden neuen Version des Rennspiels wird man Mitschnitte des Geschehens erstellen und teilen können. Diese Videoclips lassen sich dann auch per Smartphone ansehen, so dass man sich Beispiel über das Vorankommen seiner Freunde informieren kann.

«Skylanders»-Spielfiguren geniessen grosse Beliebtheit.  Bild: Activision

Bis auf Weiteres keine Handy-Spiele

Der Idee, Nintendo-Klassiker auch auf Smartphones und Tablets statt nur auf hauseigener Hardware anzubieten, erteilte Satoru Iwata erneut eine Absage. Der Konzern glaube nicht, damit nachhaltig Geld verdienen zu können, sagte der Nintendo-Chef der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Branchenbeobachter empfehlen dem Traditionsunternehmen schon länger, Figuren wie Super Mario oder Zelda in Spielen für Plattformen wie Android oder iOS zu vermarkten.

Beim jetzt angekündigten Spielfiguren-Konzept will Nintendo davon profitieren, dass die Steuergeräte der Wii U bereits einen Chip für den NFC-Nahfunk integriert haben. Damit soll anders als bei bisherigen Spielen kein zusätzliches Zubehör zum Einbinden der Figuren notwendig sein. Der Spieleanbieter Activision Blizzard meldete jüngst, seine «Skylanders»-Serie habe bisher zwei Milliarden Dollar Umsatz eingebracht. Es seien 175 Millionen Figuren verkauft worden – ein Markt, dessen Größe auch Nintendo reizt.

Um neue Kunden will Nintendo künftig mit neuen Produkten werben. Iwata kündigte an, dass sein Unternehmen erstmals Konsolen speziell für die Wachstumsmärkte der Entwicklungs- und Schwellenländer entwickeln will. Die Geräte sollen voraussichtlich vom kommenden Jahr an verkauft werden, sagte der Konzernchef. Ausserdem sehe sich Nintendo derzeit den chinesischen Markt an. Letzteres überrascht kaum, schliesslich hatte China vor kurzem das langjährige Verbot von Spielkonsolen vorläufig aufgehoben. Konkurrent Microsoft hat den China-Start seiner Xbox One bereits für September angekündigt. (mbö/dpa/Reuters)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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