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PC-Bauer Cyber Power will im Herbst sechs Steam Machines im Angebot haben. bild cyber power

Mit eigenem Controller, eigenen Konsolen und eigener Streaming-Box will Valve den Spielemarkt umkrempeln

Computer fürs Wohnzimmer, ein selbst entwickelter Controller: Ab dem Jahresende will Valve den Spielemarkt aufmischen. Gegen die Konsolen-Konkurrenz steht der Firma ein harter Preiskampf bevor.

09.03.15, 08:20 09.03.15, 09:32

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Auf der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco hat der Softwarekonzern Valve die neueste Version seines selbst entwickelten Controllers vorgestellt. Optisch erinnert er an die Steuergeräte der Konkurrenz, doch im Unterschied zu den Gamepads der Playstation 4 und der Xbox One belässt es Valve bei einem Analog-Stick. Das Unternehmen stattet den Controller stattdessen mit zwei Trackpads aus. 50 Dollar wird das Gamepad kosten, ab November soll es per Online-Shop erhältlich sein.

Ab November sollen ausserdem die Steam Machines verkauft werden, Spielecomputer für die Nutzung im Wohnzimmer. Mit dem selbst entwickelten Betriebssystem SteamOS will Valve die Konsolen-Konkurrenz herausfordern. Geschäftsführer Gabe Newell sagt: «Wir sehen immer noch ein sehr starkes Wachstum auf dem PC-Spielemarkt.»

Die Steam Machines sollen laut Valve zu einem wettbewerbsfähigen Preis angeboten werden. In einer Mitteilung des Unternehmens heisst es: «Die Einstiegsmodelle der Steam Machines kosten gleich viel wie Spielekonsolen, haben aber eine höhere Leistung.»

Teuer, aber leistungsstark

Nach jetzigem Stand kostet die Steam Machine mit dem niedrigsten Preis allerdings 480 Dollar – was über den aktuellen Preisen der Xbox One und der Playstation 4 liegt. Die Steam Machine von Alienware ist mit einem Intel-i3-Dualcore-Prozessor, einer Nvidia-Geforce-GTX-Grafikkarte und einer Festplatte mit 500 Gigabyte Speicherplatz ausgestattet.

Nach oben hin ist der Preis der Geräte mit SteamOS offen. Spieler können sich auch Steam Machines für 5000 Dollar bestellen. Die Geräte von Origin beispielsweise kosten mehrere Tausend Dollar, da sie bis zu 14 Terabyte Speicherplatz bieten, mit leistungsstarken i7-Prozessoren ausgestattet sind und auch Spiele in 4K-Auflösung ruckelfrei darstellen.

Ausser per Steam Machine sollen auch Spieler mit handelsüblichen Rechnern weiter auf die Steam-Plattform zugreifen und den Valve-Controller nutzen können. Valve hat eine Box entwickelt, die sich für alle Spieler eignet, die bereits einen leistungsstarken Rechner zu Hause stehen haben, ihre Spiele aber auf dem Sofa zocken wollen.

Das Steam Link genannte Gerät schickt die Daten vom Rechner über das Heimnetzwerk an den Fernseher. Die Streaming-Box unterstützt Full-HD-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde und lässt sich entweder per Kabel oder über WLAN mit dem Heimnetzwerk verbinden. Link soll 50 Dollar kosten, der Preis für Deutschland ist noch nicht bekannt. (jbr)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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