Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: Sucker Punch

Playstation 4

Nextgen-Offenbarung oder lauwarme Fortsetzung? So spielen sich die ersten 5 Stunden «Infamous: Second Son»

30.03.14, 18:35 31.03.14, 14:21
Philipp Rüegg
Philipp Rüegg

Redaktor

Um was geht es überhaupt?

Im Körper von Delsin Rowe, einem grossmäuligen Sprayer, kämpft man gegen die Unterdrückung durch die Regierungsorganisation DUP. Nach den Ereignissen in «Infamous 2» hat die rücksichtslose Truppe den mit Superkräften ausgestatteten Bioterroristen, von Sympathisanten Conduits genannt, den Krieg erklärt. Delsin, der durch Zufall in den Besitz von Superkräften gelangt, tobt damit durch Seattle.

Die Story fängt vielversprechend an, wird aber teilweise durch unlogische Handlungen und klischeehafte Figuren aufgeweicht. Insgesamt bietet die Geschichte aber genug Spannung, um bis zum Ende dranzubleiben.

Ist es denn nun die gelobte Nextgen-Offenbarung?

Grafisch auf jeden Fall. Vom ersten Moment an schmeichelt die Grafik mit gestochen scharfen Bildern und wunderschöner Aufmachung. Sobald man die Neon-Superkräfte erhält, erreicht das Game einen neuen Level. Kennen Sie diese ultralang beleuchteten Aufnahmen vom Strassenverkehr? So in etwa sieht «Infamous: Second Son» aus – nur in Bewegung.

Spielerisch hat sich zu den Vorgängern nicht viel verändert. Erneut kann man im «GTA»-Stil eine Stadt frei erkunden, Häuser erklimmen und allerhand Unsinn anstellen. Die Spieler entscheiden sich mit ihren Handlungen entweder für die gute oder böse Seite. Dadurch schaltet man nicht nur unterschiedliche Fähigkeiten frei, auch die Geschichte nimmt eine andere Wendung.

Attackierte man seine Feinde in früheren Teilen mit Blitz und Feuer, kommen in «Second Son» unter anderem Rauch und Neon zum Einsatz. Besonders letztere Fähigkeit sorgt nicht nur für ein grafisches Feuerwerk, sondern macht auch spielerisch einiges her, wenn man als rasende Leuchtreklame die Gegner aufmischt.

Bild: Gamespot

Bild: Imgur

Aber es ist bestimmt nicht alles Neon, was leuchtet?

Richtig, besonders sauer stösst auf, dass man zu Beginn trotz Superkräften regelmässig ins Gras beisst. Bleibt nur gute alte Guerilla-Taktik: Sturzflug-Angriff, zwei, drei aufs Maul und wieder flüchten. Nicht gerade das, was man sich von einem Superhelden wünscht. Vielleicht bin ich aber auch nur grausam schlecht, dann ignorieren Sie einfach den letzten Absatz.

Was aber zweifellos nervt, sind die eintönigen Nebenmissionen. Wie bereits in den Vorgängern sind sie selten besonders spannend und wiederholen sich viel zu oft. Auch dem Zwang jeder Drohne nachzujagen, um an die Kristalle zu kommen, mit denen man Delsin aufrüsten kann, wird man schnell überdrüssig. 

Ich habe den Artikel nur überflogen – kaufen oder nicht kaufen?

Wem die Vorgänger gefallen haben, der kann bedenkenlos zugreifen. «Infamous: Second Son» bietet mehr vom Gleichen und PS4-Besitzern endlich ein Spiel, das der neuen Konsole würdig ist. «Killzone Shadow Fall» hat bereits angedeutet, zu was Sonys Konsole fähig ist und «Second Son» zieht die Grafikschraube nochmals kräftig an.

Umfrage

Werden Sie sich «Infamous Second Son» kaufen?

  • Abstimmen

35 Votes zu: Werden Sie sich «Infamous Second Son» kaufen?

  • 9%Auf jeden Fall
  • 26%Ich hab es bereits
  • 11%Nein, es überzeugt mich nicht
  • 49%Ich besitze keine PS4



Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kEINKOmmEnTAR 30.03.2014 20:44
    Highlight Frage an Philipp Rüegg:
    Wie sieht es mit der Entscheidungsfreiheit aus?

    Wenn ich zum Beispiel immer wieder eine böse Entscheidung treffe, aber eigentlich gut spiele. Hat dass dann Nachteile für mich? Andere Redakteure sprachen davon dass wenn man nicht immer die gleiche Entscheidung trifft (also nicht immer gut oder nicht immer böse) nicht die volle Macht, Skills und Stärke entwickeln kann.

    Denn wennn das so wäre, wäre das eine ganz grosse Schwäche. Das Entscheidungsystem würde mich überhaupt dazu bringen das Spiel zu kaufen, wenn ich dann aber um voranzukommen immer gut/böse sein muss ist das keine Entscheidungsfreiheit. Ich will wie bei Beyond Two Souls mich jedes Mal neu entscheiden können und die Entscheidung aufgrund von meinen eigenen Empfinden fällen und nicht damit ich weiterkomme im Spiel.
    0 0 Melden
    • Philipp Rüegg 30.03.2014 22:08
      Highlight es ist leider wie bei den alten Teilen. Bestimmte Fähigkeiten setzen eine bestimmte Stufe von Gut oder Bös voraus. Nur so können diese freigeschaltet werden. Mischen kann man glaube ich nicht. Möglicherweise kann man etwas freischalten und dann wieder voll auf das Gegenteil machen aber da es ziemlich viel braucht um in gut oder böse aufzusteigen, sehe ich das eher nicht.

      Um alle Fähigkeiten zu besitzen, musst du das Spiel also zweimal durchspielen. Macht grad ein Kumpel von mir.
      3 0 Melden

Der grosse Test verrät, warum das neue «God of War» das fast perfekte Game ist

Der berühmteste Wutbürger der Videospielgeschichte ist wieder da. Er hat immer noch schlechte Laune und neuerdings einen Sohn. «God of War» hat sich von den Vorgängern weit entfernt, den Geist der Serie aber beibehalten. Den Göttern sei Dank.

2005 erschien auf der Playstation 2 das erste «God of War»-Spiel. Es folgten Fortsetzungen, die versuchten, den jeweiligen Vorgänger in Sachen Inszenierung und Bombastmomenten zu übertrumpfen. Das ging so lange gut, bis die Marke total ausgelutscht war und die Masse der Spielerinnen und Spieler einfach nicht mehr so richtig Lust auf den Kriegsgott Kratos hatte.

2013 wurde der Wüterich ins Exil geschickt. Doch es war von Anfang an klar, dass man das Muskelpaket wieder hervorholen würde. Also …

Artikel lesen