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KZ-Gedenkstätte Mauthausen: Ungefähr 200'000 Personen waren hier einst inhaftiert. bild: reuters

Kinderporno-Bilder auf Website von KZ-Gedenkstätte veröffentlicht

Österreichs Innenministerin spricht von einem «kranken, kriminellen Angriff»: Hacker haben auf der Website der österreichischen KZ-Gedenkstätte Mauthausen kinderpornografische Bilder platziert.

08.05.15, 13:33 08.05.15, 13:44

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Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sprach von einem «kranken, kriminellen Angriff», der zutiefst verabscheuungswürdig sei. Experten des Innenministeriums würden den Betreibern der Website helfen, sie schnellstmöglich in der gewohnten Form wieder online zu bringen.

Die Seite ist derzeit nicht erreichbar, stattdessen erwartet Besucher ein kurzer Text auf weissem Untergrund, der über den Angriff informiert. Es seien bereits Ermittlungen eingeleitet worden, heisst es dort.

Der Angriff erfolgte am 70. Jahrestag der Kapitulation der Wehrmacht, mit der der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende ging. Mauthausen war das grösste Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf dem Gebiet des heutigen Österreich.

«Einfach nur widerlich»

Rund 200'000 Menschen aus Europa und der Sowjetunion waren in dem Lager und seinen 49 Aussenstellen inhaftiert. Rund die Hälfte von ihnen wurde ermordet oder starb an Hunger, Krankheiten oder der Arbeit in den Steinbrüchen und Munitionsfabriken, die zu dem KZ gehörten. Das Lager wurde am 5. Mai 1945 von US-Truppen befreit.

«Dieser miese Hackerangriff und das Ersetzen der Inhalte durch kinderpornografische Darstellungen ist einfach nur widerlich und zeigt, welchen Geistes die Täter sind», sagte der Vorsitzende des Mauthausen-Komitees Österreich, Willi Mernyi.

(cis/AFP/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 08.05.2015 17:42
    Highlight Was sind das für doppelt kranke Hirnis, die sowas machen??
    4 0 Melden

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