Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
DUBLIN, IRELAND - NOVEMBER 05: In this handout image supplied by Sportsfile, Tony Fadell, Founder of Nest, speaks on the centre stage during Day 2 of the 2014 Web Summit at the RDS on November 5, 2014 in Dublin, Ireland.  (Photo by Stephen McCarthy / SPORTSFILE via Getty Images)

Der ehemalige Apple-Manager Tony Fadell soll nun Google Glass zum Durchbruch verhelfen.  Bild: Getty Images Europe

Verkauf wird eingestellt

Neustart für Google Glass: Nun soll ein bekannter iPod-Designer die Datenbrille retten

Seit der Premiere 2012 ist Google Glass nie über den Status eines umstrittenen Pilotprojekts hinausgekommen. Jetzt wird das erste Modell nicht mehr verbreitet – und das Projekt erhält einen neuen prominenten Chef. 

16.01.15, 13:52 18.01.15, 11:15

Ein Artikel von

Google versucht mit der Datenbrille Glass einen Neuanfang. Der Verkauf der ersten Version an Verbraucher werde eingestellt, zugleich solle das Projekt in einem eigenständigen Bereich aber fortgeführt werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Die Leitung des neuen Geschäftsbereichs soll Tony Fadell übernehmen, der sich damit noch stärker zum Hardware-Boss des Internetkonzerns entwickelt. 

Der ehemalige Apple-Manager, der unter anderem massgeblich an der Entwicklung der iPods beteiligt war, kam vor einem Jahr zu Google, als der Konzern für über drei Milliarden Dollar die von ihm mitgegründete Firma Nest übernahm. 

Das Unternehmen wurde durch ihre via Internet vernetzten Thermostate bekannt. Mittlerweile entwickelt Nest sich mit Kooperationen und Übernahmen zum Mittelpunkt der Google-Pläne zur Vernetzung von Alltagstechnik. 

Viele ungelöste Probleme

Google hatte Glass – die Computerbrille mit Kamera, Internet-Anschluss und einem kleinen Bildschirm über dem rechten Auge – im Frühjahr 2012 medienwirksam vorgestellt. In der Öffentlichkeit stiess Google Glass vor allem aus Sorge um die Privatsphäre auf Ablehnung. Viel Kritik kam aus Europa

Träger einer Google Glass bezogen aber auch in San Francisco Prügel. Zudem kämpfte die erste Version sogar nach einer Modifizierung mit kurzen Batterielaufzeiten und wurde im Betrieb zu warm. 

Das Projekt war bisher beim Forschungslabor Google X angesiedelt, das viel Aufmerksamkeit von Mitgründer Sergey Brin bekommt. Er hatte die Brille auf der Entwicklermesse Google I/O im Juni 2012 vorgestellt und galt als treibende Kraft hinter Glass. 

Zuletzt zeichnete sich jedoch ab, dass das Interesse von Software-Entwicklern, Programme für die Datenbrille zu schreiben, mit dem ausbleibenden breiten Marktstart nachliess. 

Promo-Video zu Google Glass

London, gesehen durch die Datenbrille. video: youtube

Im Zuge des nun auslaufenden «Explorer»-Programms haben schätzungsweise einige Zehntausend Testnutzer vor allem in den USA die Brille für rund 1500 Dollar gekauft. Die Kooperationen mit Unternehmen und Software-Entwicklern sollen weitergehen, hiess es. 

Sonys Antwort auf Google Glass

Der Techblog The Verge hat die Brille an der CES 2015 ausprobiert. video: youtube

Google vermarktete Glass zuletzt stärker als Werkzeug für spezialisierte Aufgaben am Arbeitsplatz. In Deutschland laufen zum Beispiel Projekte in der Autobranche. Darüber hinaus wurden am Donnerstag zunächst keine konkreten Pläne zur Zukunft von Glass bekannt. 

Für dieses Jahr wird mit einer neuen Version gerechnet – Ankündigungen dazu gab es aber bisher nicht. Man werde zukünftige Varianten zu sehen bekommen, «wenn sie fertig sind», hiess es in einem Eintrag beim Online-Netzwerk Google Plus. 

Zuerst zur Marktreife führen?

Die bisherige Glass-Projektleiterin Ivy Ross solle die operative Führung der Sparte behalten, werde aber Fadell unterstehen, hiess es. Möglicherweise ist es eine Abkehr von der bisherigen Vorgehensweise, Test-Nutzern ein noch weitgehend unfertiges Produkt in die Hand zu geben, statt es erst intern zur Marktreife zu führen. Die ersten Versuche mit Glass hätten gezeigt, was für Verbraucher und Unternehmen wichtig sei, sagte Fadell dem Technologie-Blog The Verge

Das könnte Sie auch interessieren

(mak/dpa)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kriminelle versenden gefälschte Swisscom-Rechnungen per E-Mail – so erkennst du den Betrug

Eine neue Phishing-Welle grassiert in der Schweiz. Die Betrüger fälschen Swisscom-E-Mails, um an Passwörter, Kreditkartendaten etc. ihrer Opfer zu gelangen. Das Computer Emergency Response Team des Bundes schreibt auf Twitter:

Wer in die Falle tappt, fängt sich vermutlich einen Trojaner ein, der Nutzerdaten wie Passwörter an die Kriminellen übermittelt. Da Swisscom seit Mittag Kenntnis von der Attacke hat, dürften die infizierten Webseiten, von welchen die Malware heruntergeladen wird, …

Artikel lesen