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Der Internetriese schliesst einen Pakt mit Medienhäusern. Bild: MARK BLINCH/REUTERS

Google kauft sich für 150 Millionen Euro den Goodwill der europäischen Journalisten

Google will sein angespanntes Verhältnis zu den Verlagen in Europa verbessern – und lässt sich das einiges kosten. Der Internetriese will digitalen Journalismus in den kommenden drei Jahren mit 150 Millionen Euro fördern.

28.04.15, 09:05 28.04.15, 09:37

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Der Internetkonzern Google will Innovationen im digitalen Journalismus in Europa vorantreiben. Dafür investiert das Unternehmen in den kommenden drei Jahren 150 Millionen Euro.

Die Aktivitäten laufen unter dem Namen «Digital News Initiative», Initiative für digitale Nachrichten. Zum Start sind acht renommierte Medien beteiligt:

«Frankfurter Allgemeine Zeitung» und «Die Zeit» aus Deutschland

«Financial Times» und «The Guardian» aus Grossbritannien

«NRC Media» aus den Niederlanden

«Les Echos» aus Frankreich

«El País» aus Spanien

«La Stampa» aus Italien

Auch drei internationale Journalisten-Vereinigungen sind dabei.

Die Initiative soll auch für andere Medien offen sein. Für den Innovationsfonds könne sich jeder bewerben, hiess es, auch reine Online-Medien oder Startups.

Mit den geplanten Investitionen will Google offenbar sein angespanntes Verhältnis zur Medienbranche verbessern. Denn seit Jahren gibt es in mehreren europäischen Ländern Streit um die Frage, ob Google den Verlegern Geld bezahlen muss, wenn kleine Fragmente – sogenannte Snippets – ihrer Artikel in der Nachrichten-Suchmaschine Google News anzeigt werden.

Es gebe verständliche Diskussionen darüber, wie hochwertiger Journalismus im digitalen Zeitalter weitergeführt werden könne, sagte Google-Manager Carlo D'Asaro Biondo. «Google wird Hand in Hand mit Verlegern und Organisationen arbeiten, um zu helfen, nachhaltigere Modelle für Nachrichten zu entwickeln.»

Dazu soll die gemeinsame Arbeitsgruppe dienen, der zu Anfang die acht Gründungsmitglieder der Initiative angehören. Sie wollen sich mit Google darüber austauschen, wie Bedürfnisse von Verlegern stärker in den Google-Produkten berücksichtigt werden können.

Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur für den Bereich «Digitale Medien» bei der FAZ, twitterte nach Bekanntgabe der Initiative: «Wir sind skeptisch optimistisch.» (syd/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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4
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    Alle Leser-Kommentare
  • Mikee 28.04.2015 12:29
    Highlight Schade steht nicht für was genau die 150 Mio. eingesetzt werden. Ich fänd es schade wenn mit dem Geld einfach ein wenig die Medienhäuser ruhig gestellt werden. Anders als die Medien denke ich es ist richtig das Google hier nicht nachgibt und einfach so Geld bezahlt für die "Snippets". Ich lese die News über das "Google News" Portal und gelange so zu Zeitungen die ich ohne Google gar nie ansteuern würde. Damit generiere ich der Zeitung bereits Klicks und Einnahmen die sie ohne Google News nie erhalten hätte.
    2 0 Melden
  • Radiochopf 28.04.2015 10:21
    Highlight Don't be Evil Google.. 150 Millionen, damit nur noch Good News über Google geschrieben werden? Habt ihr das wirklich nötig, wenn ihr ja so schön brav und artig seid oder habt ihr Angst vor der Wahrheit? Mit 150 Mio könnte man auch in Kathmandu 15 erdbebensichere Spitäler bauen... die Welt ist ungerecht
    5 4 Melden
    • Mikee 28.04.2015 12:16
      Highlight Hä? Bitte liess den Artikel BEVOR du kommentierst. Es geht hierbei um das Angebot "Google News". Nicht um wie die Medien über Google schreiben!
      3 0 Melden
    • Radiochopf 09.05.2015 11:23
      Highlight ich hab das schon verstanden aber denkst du das du über jemand der dir 150mio zur Verfügung stellt schlecht schreiben wirst??.. Ich nutze google news auch aber man findet dort nur noch immer die gleichen selben artikel.. Jeder schreibt dem andern ab.. Langweilig, darum finde ich watson so gut!
      0 1 Melden

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