Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Für eine gewisse Zeit konnte jedermann Google.com kaufen. Ein Ex-Google-Mitarbeiter hat zugeschlagen, doch sein Glück dauerte nur für kurze Zeit.
bild: via linkedin

Wie ich für 12 Dollar Besitzer von Google.com wurde 

Als Sanmy Ved sich spätabends durch das Angebot von US-Domains klickt, macht er eine überraschende Entdeckung: Die Adresse Google.com stand zum Verkauf. Da liess er sich nicht lange bitten.

02.10.15, 14:17 04.10.15, 10:50


Ein Artikel von

Sein Glück dauerte nur etwa sechzig Sekunden. Doch in dieser Zeit war Sanmy Ved offenbar der stolze Besitzer einer der meistbesuchten Domains der Welt: Google.com. Der Ex-Google-Mitarbeiter hatte eigenen Angaben zufolge per Zufall entdeckt, dass die Domain zu haben sei und habe dann zugeschlagen. Von seiner Shopping-Tour berichtet Ved in einem Beitrag auf der Business-Plattform «LinkedIn».

Demnach hat sich Sanmy Ved spätabends bei Google Domains durchgeklickt und sich die Angebote angeschaut. Auf der Plattform können sich US-Bürger Websites sichern, die auf .com, .net oder .us enden. Der Dienst ist im Januar dieses Jahres in den USA gestartet und läuft derzeit noch in der Beta-Phase. In Deutschland ist Google Domains bisher nicht verfügbar.

Als Ved im Suchfenster Google.com eingab, kam die grosse Überraschung: Die Domain des Internetkonzerns war mit einem grünen Smiley markiert, somit zum Kauf verfügbar. Der Preis war alles andere als hoch: Laut dem Bericht sollte Sanmy Ved lediglich zwölf Dollar, also nur wenig mehr als zehn Franken, dafür zahlen, um sich die Adresse für ein Jahr zu sichern. Und das für eine Seite, die neben Facebook und YouTube eine der meistbesuchten der Welt ist.

Diese Nachricht zeigt die Belastung der Kreditkarte mit 12 Dollar.
bild: via linkedin

«Meine Kreditkarte wurde wirklich belastet»

Der Marketing-Spezialist sei verblüfft gewesen, dass die Hauptadresse des Suchmaschinenkonzerns wirklich noch frei war. Ved schreibt: «Ich hoffte, dass ich irgendwann eine Fehlermeldung bekommen würde mit dem Hinweis, dass der Vorgang nicht möglich sei, aber ich konnte den kompletten Kauf abschliessen, und meine Kreditkarte wurde wirklich belastet.»

Seine Erlebnisse dokumentierte Ved mit einigen Screenshots, die zeigen, dass die Liste seiner Domains in den «Webmaster Tools» nach dem Kauf um die Domain Google.com ergänzt wurde. Das würde bedeuten, das Ved tatsächlich als Inhaber der Domain geführt wurde. Allerdings nur für etwa eine Minute. Dann habe er eine automatisch generierte E-Mail mit dem Hinweis erhalten, dass die Transaktion abgebrochen wurde.

Die E-Mail-Bestätigung der Transaktion.
bild: via linkedin

Sanmy Ved meldete den Vorfall an die Sicherheitsexperten des Suchmaschinenkonzerns. «Google hat geantwortet und den Vorfall bestätigt», schreibt Ved in seinem Beitrag. Unklar ist, ob es sich um einen technischen Fehler gehandelt hat, dass die Domain noch frei war. Oder ob Google möglicherweise vergessen hatte, die Inhaberschaft zu verlängern. Auf eine Anfrage von Spiegel Online hat das Unternehmen am Freitagmorgen nicht reagiert.

Das könnte dich auch interessieren: Die besten Facebook-Fails

Dieser unverschämt witzige Fake-Kundendienst auf Facebook treibt Kunden (immer noch) zur Weissglut

So machst du dein Facebook-Profil in 5 Minuten sicher

32 fiese Facebook-Fails, bei denen man nur hoffen kann, dass sie nicht echt sind

Dieser unverschämt witzige Fake-Kundendienst auf Facebook treibt Kunden zur Weissglut

Bitte, bitte lass diese 21 Facebook-Nachrichten Fake sein

Jetzt kann man Facebook nach 2 Billionen alten Posts durchsuchen: Diese 25 Facebook-Fails wären besser in der Versenkung geblieben

Die besten Facebook-Fails, bei denen man sehnlichst hofft, dass sie nicht echt sind

Dieser unverschämt witzige Fake-Kundendienst auf Facebook treibt Kunden zur Weissglut

Bald kann man Facebook nach alten Posts durchsuchen: Diese 27 Statusmeldungen wären besser in der Versenkung geblieben

Alle Artikel anzeigen

jbr

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wegen dieses Schweizers ist Zürich heute der grösste Google-Standort ausserhalb der USA

Was als Zwei-Mann-Büro vor 14 Jahren begann, ist inzwischen zum wichtigsten Entwicklungsstandort ausserhalb der USA angewachsen: Google in Zürich ist eine Erfolgsgeschichte. Zu verdanken ist dies dem Schweizer Urs Hölzle.

«Urs schlug mir 2002 vor, einen Standort in Zürich zu eröffnen», erzählte der abtretende Verwaltungsratspräsident und einstige Chef des Google-Mutterkonzerns Alphabet, Eric Schmidt, laut dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» letztes Jahr an einem Medienanlass in Zürich: «Meine Antwort war: Nein! Warum Zürich?»

Doch Hölzles Argumente hätten gestochen: Die Nähe zur ETH, die hohe Lebensqualität, niedrige Lohnsteuern und internationale Schulen, um die weltbesten Ingenieure anzuziehen. Für Zürich als …

Artikel lesen