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FILE - APRIL 16, 2014: Google reported a loss of earning at $15.4 billion April 16, 2014 MOUNTAIN VIEW, CA - JANUARY 30:  A sign is posted on the exterior of Google headquarters on January 30, 2014 in Mountain View, California. Google reported a 17 percent rise in fourth quarter earnings with profits of $3.38 billion, or $9.90 a share compared to $2.9 billion, or $8.62 per share one year ago.  (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)

Bild: Getty Images North America

Mehr Privatsphäre mit Vorbehalt

Fünf Punkte, die Sie bei Löschanträgen an Google beachten müssen

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Suchmaschinen wie Google unter bestimmten Umständen Links löschen müssen. Was müssen Sie jetzt beachten?

15.05.14, 09:34

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1. Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sich Privatpersonen mit ihren Anträgen auf Löschung bestimmter Links direkt an Google wenden können. Bislang ist allerdings unklar, in welcher Form dies am besten geschehen soll. Möglicherweise bietet Google bald eine Art Eingabemaske an, über die sich derartige Anträge einreichen lassen – dann wäre das wohl der geschickteste Weg, einen Einwand an Google zu übermitteln.

2. Das EuGH-Urteil legt nahe, dass man sich an die Firmenniederlassung im jeweiligen Land wenden kann. Im Fall von Google kann statt der amerikanischen Konzernzentrale also auch die deutsche Niederlassung in Hamburg kontaktiert werden. In beiden Fällen sollte man aber damit rechnen, dass der Antrag nicht sofort bearbeitet wird – vermutlich erreicht Google derzeit eine Flut von Anträgen, und das in allerlei Formen.

3. Wer trotzdem schon jetzt einen Löschungsantrag stellen will, sollte darin in jedem Fall begründen, warum ein bestimmter Link gelöscht werden sollte. Es ist unwahrscheinlich, dass Google einfach so einen Treffer aus seinen Ergebnislisten löscht, nur weil jemand in seinem Anschreiben auf das Suchmaschinen-Urteil verweist. Eine ausführlichere Einschätzung dazu, wie ein Löschungsantrag aussehen sollte, finden Sie in unserem Interview mit dem Rechtsanwalt Karsten Gulden.

4. Klar sein sollte, dass man per Löschungsantrag an Google auch in Zukunft nur das Entfernen von Verlinkungen erreichen kann. Das bedeutet: Unliebsame Inhalte bleiben weiter im Netz, sie sind in Folge eines erfolgreichen Antrags nur nicht mehr per Google auffindbar. Hat jemand aber zum Beispiel einen direkten Link zur Website mit den unliebsamen Inhalten, kann er die Inhalte weiter abrufen.

5. Auch das Suchmaschinen-Urteil dürfte nicht dazu führen, dass unliebsame Google-Treffer zeitnah aus dem Netz entfernt werden. Daher sollte man jetzt und auch in Zukunft stets überlegen, was man wo im Web von sich preisgibt. Zumal es neben Google noch andere Suchmaschinen gibt, die das Internet nach Inhalten durchsuchen. (mbö)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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