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BERLIN, GERMANY - JUNE 10:  A young woman wears Google Glass at an unrelated book presentation and media event on June 10, 2014 in Berlin, Germany. Google Glass, which films what the wearer sees and has a connection to the Internet, has caused controversy with privacy advocates. (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Datenbrille ab, sobald es dunkel wird

US-Kette verbannt Google Glass aus dem Kinosaal

In den Sälen der amerikanischen Kino-Kette Alamo Drafthouse ist Google Glass jetzt offiziell verboten. Auch an anderen Orten ist das Hightech-Gadget unerwünscht.

11.06.14, 11:52

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Vom Stripclub bis zum Kasino gibt es bereits diverse Orte, an denen man sich mit Googles Datenbrille Glass keine Freunde macht. Nun ist die Brille auch in einigen amerikanischen Kinos verboten worden. Die Kette Alamo Drafthouse, die in den US-Bundesstaaten Colorado, Michigan, Missouri, Texas, Virginia und bald auch in Kalifornien Lichtspielhäuser betreibt, hat Anfang der Woche neue Besucherregeln bekanntgegeben.

Via Twitter verkündete Ketten-Chef Tim League: «Sobald die Lichter für die Filmvorschauen ausgehen, ist Google Glass in Drafthouse-Sälen offiziell verboten.» Auf Facebook schrieb League: «Im Alamo bitten wir Sie, Ihre Geräte auszuschalten, bevor Sie einen Film anschauen – und das gilt auch für Geräte, die Sie auf dem Nasenrücken tragen.»

Ein Grund für die Verbannung dürfte die Befürchtung sein, Kinobesucher könnten mithilfe der Datenbrille die gerade angeschauten Filme mitschneiden und später in Tauschbörsen einstellen. Tim League begründete die Massnahme allerdings damit, dass die Brillen andere Filmfans stören könnten.

Im Kinogebäude soll die Datenbrille weiter erlaubt sein, genauso wie Smartphones. Tim League schrieb auf Twitter, auch diese Geräte gehörten während der Vorstellung in die Tasche, «dunkel und still».

Im Kino bitte Google Glass absetzen, heisst es in den USA. Bild: ROBERT GALBRAITH/REUTERS

Seit Google Glass in den USA in den freien Verkauf gegangen ist, ist die Zahl der Datenbrillen-Besitzer deutlich angestiegen. Im März hatten sogar einige Silicon-Valley-Kneipen die Brille verboten. Kritiker wenden ein, der Gebrauch verletze alle Regeln des Datenschutzes.

Im US-Bundesstaat Ohio war im Januar ein Mann festgehalten und von Zollbeamten befragt worden, weil er im Kinosaal eine Google-Brille trug. Die Beamten warfen dem Glass-Träger illegales Abfilmen vor. Erst nach mehrstündiger Befragung kam der Mann wieder auf freien Fuss. (meu)

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