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Powerbeats2 Wireless und Biosport im Test

Das taugen die Sportkopfhörer von Beats und SMS Audio

Der Powerbeats2 Wireless verbindet sich per Bluetooth, der SMS Audio Biosport misst beim Musikhören den Puls. Wir haben getestet, ob bei all der Technik nicht der Klang auf der Strecke bleibt.

31.01.15, 13:57 30.03.15, 11:34

Matthias Kremp / spiegel online

Ein Artikel von

Auf den ersten Blick sind sich die Sportkopfhörer von Beats Audio und SMS Audio recht ähnlich – beide sind aus Plastik. Der Kunststoff ist leicht, strapazierfähig und lässt Wasser einfach abperlen. Leider sieht das auch billig aus, vor allem bei den Beats.

Dafür sind beide Modelle gemäss der Norm IPX4 gegen Spritzwasser geschützt. Man kann sie also im Regen tragen, auch Schweiss ist kein Problem. Zum Schwimmen sind die Kopfhörer trotzdem nicht geeignet und auch unter der Dusche sollte man sie vorsichtshalber abnehmen.

Technisch gesehen ist der Biosport das interessantere Gerät. Er ist nicht nur Kopfhörer, sondern auch Pulsmesser. Damit will SMS Audio jene Sporttreibenden ansprechen, die zwar die Intensität ihres Trainings kontrollieren, aber keinen Pulsgurt tragen wollen. Die Technik dafür hat Chiphersteller Intel entwickelt.

Der Sensor zur Pulsmessung ist in den rechten Ohrhörer eingebaut. Einen Akku oder eine Batterie braucht er nicht, seinen Strom bezieht er über die Kopfhörerbuchse des Handys. Weil das aber nicht bei allen Smartphones möglich ist, gibt es nur wenige Geräte, mit denen das Biosport-Modell funktioniert: iPhones ab dem iPhone 4S, das Nexus 5, Motorolas Moto X sowie Samsungs Modelle Galaxy Note II, Galaxy Grand II Duos, Galaxy S4 und Galaxy S5.

Zuverlässige Pulsmessung

In das Kabel ist beim Biosport-Kopfhörer eine Art Minimal-Fernbedienung eingebaut. Mehr als die Funktionen Start/Stopp und Titel überspringen bietet sie aber nicht. Die Lautstärke muss man deshalb am Handy regeln. Über einen Schiebeschalter wird zwischen Telefonmodus und Pulsmessung umgeschaltet. Beides zugleich geht nicht. Will man also während des Trainings einen Anruf annehmen, wird der Puls während des Gesprächs nicht gemessen.

Promo-Video zu den Biosport-Ohrstöpseln

video: youtube

Eine weitere Einschränkung: Derzeit arbeitet nur die Fitness-Software «Runkeeper» mit dem Kopfhörer zusammen. Weitere Apps sollen später folgen. Als wir die Pulsmessungen mit denen eines hochwertigen Pulsgurtes verglichen, gab es keine nennenswerten Abweichungen.

Defizite

Im Praxistest gab es dennoch Probleme. Mehrmals blieb die Pulsmessung unterwegs bei einem Messwert hängen, der für den Rest des Trainings durchgehend angezeigt wurde. Bei anderen Gelegenheiten klappte das Messen überhaupt nicht. Die App zeigte neben dem Herzsymbol der Pulsanzeige dann die Mitteilung «wird hochgefahren». In der Regel liessen sich diese Probleme durchs Ausstöpseln und Wiedereinstecken des Kopfhörers beheben. Vielleicht kann ein Software-Update Abhilfe schaffen.

Die Powerbeats2 Wireless sind gegenüber den Biosport fast unspektakulär – sie haben keinen Sensor und keine Intel-Technik.

Der Klang der SMS Audio Biosport ist eher mittelmässig. Sie produzieren einen Sound, der von kräftigen Mitten geprägt ist. Höhen sind vorhanden, aber nicht sonderlich brillant. Vor allem aber mangelt es an Bässen. Bassdrums beispielsweise klingen vollkommen körperlos, machen bloss «Pock». Beim Laufen oder Radfahren hat man erst recht diesen Eindruck: Die Bässe rücken in den Hintergrund, der Toneindruck ist sehr mittig.

Beats Audio Powerbeats2 Wireless

Die Powerbeats2 Wireless sind gegenüber den Biosport fast unspektakulär – sie haben keinen Sensor und keine Intel-Technik. Dafür verfügen sie über ein Bluetooth-Modul, das sie beinahe kabellos macht. Beinahe, weil es eben doch eine Strippe gibt, die linkes und rechtes Modul verbindet. Darin ist auch die Fernbedienung eingebaut, mit der sich Funktionen wie Start/Stopp, Lautstärke und Rufannahme steuern lassen. Die Verbindung zum Handy wird per Bluetooth hergestellt.

Powerbeats2-Werbevideo mit American-Football-Star Cam Newton

video: youtube

Die Stromversorgung übernimmt ein kleiner Akku, der per USB-Kabel aufgeladen wird. Seine Laufzeit wird mit sechs Stunden angegeben. Weil der Akku aber so klein ist, genügen schon 15 Minuten an der Steckdose, um ihn für eine Stunde Laufzeit aufzutanken. Das war im Test leider oft nötig, weil es keine Abschaltautomatik bei Inaktivität gibt.

Eine gute Anpassung lohnt sich

Als Träger hat man zwei Möglichkeiten, den Kopfhörer an die Ohren anzupassen. Zum einen liegen Ohrpassstücke in verschiedenen Grössen und aus unterschiedlichen Materialien bei. Im Test zeigte sich, dass es sich lohnt, verschiedene Varianten auszuprobieren, weil diese deutlichen Einfluss auf den Klang haben. 

Zudem kann man die semiflexiblen Haltebügel so zurechtdrehen, dass die Lautsprecherkanäle gut in den Ohrmuscheln zu liegen kommen. Herumprobieren lohnt sich, da der korrekte Sitz entscheidenden Einfluss darauf hat, wie intensiv Bässe wiedergegeben werden.

Der Sound ist ausgewogen und rund, mit deutlichen Bässen.

Womit wir beim Klang wären: Im Auslieferungszustand ist der Sound der Powerbeats2 Wireless fürchterlich dünn. Gut angepasst hingegen klingt der Kopfhörer besser, als er aussieht. Der Sound ist ausgewogen und rund, mit deutlichen Bässen. Zugegeben, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, geht davon einiges an den Fahrtwind verloren. Im Fitnesscenter oder beim Joggen stellt das aber kein Problem dar.

Fazit

So faszinierend die Technik der SMS Audio Biosport sein mag, so viele Einschränkungen sind damit noch verbunden. Klanglich kann der Kopfhörer nicht überzeugen, bei einem Preis von 170 Euro kann man mehr erwarten. Das Biosport-Modell bleibt so lediglich eine Alternative für Sportler, die Pulsgurte hassen und auch keine Pulsuhr tragen wollen.

Bei den Powerbeats2 Wireless geht es in erster Linie um den Klang. Der kann zwar nicht mit Geräten der Oberklasse mithalten, ist für einen Sportkopfhörer aber sehr gut. Der Preis dafür – 200 Euro – ist allerdings sehr hoch. Um eine solche Ausgabe rechtfertigen zu können, muss man seine Musik beim Sport schon wirklich hören wollen, statt sie nur als Taktgeber zu nutzen.



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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