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4 Gründe, warum du die Apple Watch 2 kaufen solltest – und 2 Gründe dagegen

Schneller, heller, wasserdicht: Mit dem ersten Hardware-Upgrade will Apple die wichtigsten Kritikpunkte an seiner Smartwatch ausräumen. Unser Test zeigt, was die sogenannte Series 2 wirklich kann.

Matthias Kremp / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ein Autohersteller würde so was wohl einen Facelift nennen, dabei stimmt die Analogie nicht ganz. Ein Facelift ist immer auch mit optischen Änderungen verbunden. An der neuen Version der Apple Watch jedoch sind äusserlich keine Neuerungen gegenüber dem ersten Modell zu erkennen. Stattdessen haben Apples Entwickler das Innenleben des Armbandcomputers komplett überarbeitet. Im Namen der Uhr wird das durch den Zusatz «Series 2», zweite Serie, ausgedrückt.

Die neue Apple Watch im Test-Video

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Die Neuauflage der smarten Uhr bringt einige nützliche Merkmale mit sich – eine Revolution sieht aber anders aus. Video: spiegel online

Wasserdicht, und zwar richtig wasserdicht

Genau wie bei den neuen iPhones ist auch hier die Wasserdichtigkeit für mich die wichtigste Neuerung. Was hat es mich im Urlaub genervt, vor dem Schwimmen immer die Smartwatch abnehmen und am Strand zurücklassen zu müssen. Es soll ja Menschen geben, die solche allein gelassenen Gadgets frech einsammeln.

Mit dieser Unsicherheit ist beim neuen Modell endlich Schluss. Die Apple Watch Series 2 ist wasserdicht. Und zwar wasserdichter als die iPhones 7 und 7 Plus. Nach Norm halte sie bis zu 50 Metern Wassertiefe dicht, heisst es von Apple. Zum Schwimmen und Surfen hätte ich sie also anbehalten können. Schnorcheln ginge auch, beim Sporttauchen und Wasserski sollte man sie dann doch wieder an Land lassen, empfiehlt Apple. Für unsere Fotostrecke aber haben wir sie wasserfrei abgelichtet:

Im Test jedenfalls hat die neue Smartwatch alles über sich ergehen lassen, ohne sich von Wassermassen abschrecken zu lassen. Damit sie unter Wasser nicht durchdreht, weil ihr Touchscreen Wasserbewegungen als Fingerdrücke fehlinterpretieren könnte, kann man die Touch-Funktion jetzt ausschalten.

Und man kann den Lautsprecher nach dem Schwimmen auf Knopfdruck anweisen, Wasser, das in sein Gehäuse eingedrungen ist, mit einer Serie von Tönen herauszublasen. Hört sich ulkig an und würde in einer Nahaufnahme wohl aussehen wie ein winziger Wal beim Ausblasen.

Viel schneller als der lahme Vorgänger

Im Alltag viel wichtiger ist aber der neue Dualcore-Prozessor, den Apple der Series 2 eingebaut hat. Er sorgt dafür, dass Apps schneller starten - ansonsten braucht die Watch ja nicht viel Power. Für Apps, die man besonders häufig nutzt, hat Apple ausserdem das neue Dock eingeführt. Es besteht aus einer Liste schnell abrufbereiter Apps, die sich durch einen Druck auf die untere Taste der Uhr öffnet.

Image

Die Apple Watch Series 2 gibt es ab 419 Franken. Die teuersten Modelle kosten über 1700 Franken.  bild: matthias kremp

Apps, die man dem Dock zuweist, werden nach dem Einschalten oder einem Neustart in den Arbeitsspeicher geladen, sind deshalb augenblicklich betriebsbereit. Ich lege dort beispielsweise meine Fitness-Apps, den Musik-Player und den Timer ab. Im Urlaub hatte ich dort auch die Maps-App untergebracht. Das Dock ist Teil von watch OS 3, das seit Dienstag auch für ältere Apple Watches bereitsteht. Ich hatte im Sommer die Betaversion mit der ersten Apple Watch getestet.

Endlich mit GPS-Funktion

Damals musste ich allerdings zusätzlich zur Uhr noch das iPhone mitnehmen. Wenn die neue Version der Smartwatch am 16. September in den Handel kommt, werden damit auch Apps erscheinen, mit denen man nur mit der Watch und ohne Handy navigieren kann. Möglich macht das der eingebaute GPS-Empfänger. Den wiederum dürften die meisten in erster Linie zum Aufzeichnen ihrer Laufpfade oder Radstrecken nutzen.

Das Display ist in der Sonne besser lesbar

Beim Test der Nutzbarkeit im Freien kam mir der warme Hamburger Spätsommer mit kräftigem Sonnenschein zugute. Denn bei der Präsentation der Series 2 war auch die Rede von einem neuen, extrem hellen Display. Doch zunächst konnte ich davon nichts erkennen. Im direkten Vergleich mit einer Apple Watch der ersten Generation war kein Unterschied zu bemerken - bis ich mit beiden Smartwatches in die pralle Sonne ging. Hier zeigte sich, dass das Display des neuen Modells bei hellem Licht tatsächlich besser ablesbar ist.

Mässige Akkulaufzeit

Von der verbesserten Akkulaufzeit hingegen konnte ich bisher nichts spüren. Das mag auch daran liegen, dass ich Apples Smartwatch während der wenigen Testtage intensiv genutzt habe. Aber etwas mehr hatte ich mir vom grösseren Akku und dem verbesserten Prozessor schon versprochen.

Deutlich macht sich jedenfalls die Nutzung von GPS bemerkbar. Ein 45-minütiges Outdoor-Training mit Fitness-App und GPS – aber ohne iPhone – reduzierte die Akkuladung um 15 Prozent. Trage ich stattdessen ein iPhone bei mir, dessen GPS die Uhr dann benutzt, werden bei derselben Trainingsdauer maximal fünf Prozent Akkuleistung verbraucht.

Teuer bis unverschämt teuer

Wer nicht oft schwimmen geht, auf GPS und das hellere Display verzichten kann, kann sich statt des neuen Modells, das zwischen 419 und 1759 Franken kostet, auch die Neuauflage des ersten Apple-Watch-Modells anschaffen. Das wird jetzt als Series 1 vermarktet, hat einen neuen Dualcore-Prozessor und kostet 120 Franken weniger.

Fazit: Innovation ja – Revolution nein

Eine neue Smartwatch ist die Apple Watch Series 2 nicht, eher ein inkrementelles Upgrade. Vor allem was Sport-Anwendungen angeht - Laufen, Schwimmen, Wandern – hat das neue Modell einige Vorteile gegenüber ihrem Vorgänger. Viel von dem, was sie auszeichnet, kann man allerdings auch per Update auf watchOS 3 mit einer alten Apple Watch bekommen. Vor allem der schnelle App-Start aus dem Dock ist hier zu nennen.

Edles Design
Sehr hochwertige Verarbeitung
Sehr helles Display
Wasserdicht bis 50 Meter
GPS-Empfänger eingebaut
Einfache Bedienung

Hohe Preise (419 bis 1759 Franken)
Mässige Akkulaufzeit

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    Alle Leser-Kommentare
  • The Punisher 14.09.2016 19:37
    Highlight Highlight hässlich. vorallem ist daß doch keine uhr...
    eine omega zu beispiel ist eine uhr!
    User Image
  • amazonas queen 14.09.2016 19:15
    Highlight Highlight Meine Pebble ist jetzt über ein Jahr alt und der Akku hält noch eine Woche. Die Apple Watch würde ich mir nicht antun wollen. Viel Geld und dann der Akku platt? Was soll der Murks?
  • Tiny Rick 14.09.2016 17:43
    Highlight Highlight Solange sie so aussieht, nein danke.
    Rund sollte die Watch sein
  • dracului 14.09.2016 17:18
    Highlight Highlight Drei Dinge stören mich: 1. Der CEO von Pebble, Pebble's Eric Migicovsk, hat gesagt: Von einer Smartwatch wird erwartet, dass sie permanent die Uhrzeit anzeigen kann. Die Apple-Watch 2 zeigt weiterhin nur nach Berührung oder einer Handbewegung die Zeit an. 2. keine eigenen Watch Faces: Apple begrenzt weiterhin den Drittmarkt und es gibt "nur" die Zifferblätter von Apple. 3. Keine neuen Sensoren. Ausser dem alten Pulssensor kann Apple weiterhin nicht mehr bieten, als ein durchschnittliches Fitnessband. Keine Revolution definitiv, aber auch keine wirkliche Innovation.
  • Theor 14.09.2016 16:26
    Highlight Highlight Ich finde sie einfach unattraktiv. Sogar richtig hässlich. Sowas kann man als Geek tragen, aber nicht in einer gestandenen Businesswelt.

    Da gefällt mir die Gear S2 von Samsung visuell deutlich besser. Aber auch da habe ich so meine Probleme mit Uhren die man alle zwei Tage laden muss. Dann doch lieber immernoch eine konventionelle Armbanduhr.
  • Der Tom 14.09.2016 15:52
    Highlight Highlight Das mit Micky Maus ist kein neues Feature für die neue Apple Watch. Die Maus gibt es im WatchOS 3. So ein Quatsch am Anfang... da frag ich mich, ob ich das Video fertig schauen soll.
  • wololowarlord 14.09.2016 14:39
    Highlight Highlight Wo ist den nun der grund für eine anschaffung? Soweit ich das verstanden habe, ist die smartwatch ein nischenprodukt für Tech-fans?
  • Linus Luchs 14.09.2016 14:06
    Highlight Highlight Noch ein Grund dagegen: Uhren können so schön sein, aber die Apple Watch ist furchtbar hässlich.
  • Rog007 14.09.2016 13:54
    Highlight Highlight Pebble und gut ist. Gibt es sogar in rund!
    Play Icon
  • TheMan 14.09.2016 13:53
    Highlight Highlight Apple und Innovativ, ist wie RedBull sei Gesund. Einfach nicht Wahr.
  • SkyBound 14.09.2016 13:37
    Highlight Highlight Auch wenn sie interessant ist, bleibe ich im moment lieber bei meiner Pebble
    • Meitlibei 14.09.2016 16:05
      Highlight Highlight Bin schon auf die neue Pebble Time 2 gespannt. Ich glaube, die wird die Apple Watch versenken.
    • arriving somewhere but not here 14.09.2016 18:47
      Highlight Highlight Eher nicht...
    • Meitlibei 15.09.2016 06:20
      Highlight Highlight Zehn Tage Akku im Vergleich von einem finde ich schon mal ein wichtiges Kriterium. Pulsmesser hat sie auch. Wasserdicht ist sie sowieso. Die Anzahl Apps auf jeden Fall top (ob nötig oder nicht sei mal bei allen Smartwatches dahin gestellt). Und das Killerkriterium schlechthin ist der Preis. Aber ist ok für mich wenn ihr Apple-Fanboys das nicht so seht ;-)
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