Digital

Aktivisten spielten den üblen Hasskommentar eines 17-jährigen Lehrlings seinem Arbeitgeber zu. Dieser entliess ihn fristlos.
Bild: ask.fm

Das sagt der Junge, der wegen eines rassistischen Kommentars auf Facebook seine Stelle verlor

Ein Porsche-Lehrling wurde fristlos gefeuert, weil ein Aktivist einen menschenverachtenden Kommentar von ihm auf Facebook entdeckt und seinem Arbeitgeber gemeldet hatte. Der «Spiegel» hat nachgefragt, was der Junge zu sagen hat – und was sein Jäger.

14.09.15, 20:59 15.09.15, 07:22

Der Moment, als der 17-jährige Porsche-Lehrling Martin Meyer (Name geändert) sein Leben zerstörte, lässt sich genau datieren: Am 21. Juli 2015 um 18.32 Uhr kommentiert er ein Foto auf der Facebook-Seite des österreichischen Radiosenders Kronehit. Es zeigt ein kleines Mädchen sorglos strahlend unter einer Wasserdusche für Flüchtlinge der freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen. Darunter schreibt der Lehrling: 

«Flammenwerfer währe (sic!) da die bessere Lösung.»

Das sechsjährige Flüchtlingsmädchen Dunja stand im Hitzejuli strahlend unter einer Wasserdusche der freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen. Das passte nicht allen.
screenshot: facebook

Am nächsten Tag zitierte ihn sein Chef bei Porsche ins Büro, konfrontierte ihn mit dem Hasskommentar und Meyer wurde umgehend entlassen. Der «Spiegel» (Print-Ausgabe) hat recherchiert, was danach geschehen ist.

Dem Lehrlingschef bei Porsche wurden nur Stunden nach der Veröffentlichung des Hasskommentars auf Facebook Screenshots zugespielt, versehen mit der Nachricht: «Da ich so ein Verhalten unter KEINEN Umständen dulde, und ich davon ausgehe, dass Ihr Unternehmen Derartiges ebenso wenig toleriert, setz ich Sie hiermit davon in Kenntnis.»

Fremdenfeindliche Kommentare auf Facebook sind seit Jahren ein Übel. «Neu ist, dass Aktivisten die Verfasser jagen», schreibt der «Spiegel». Das stimmt so natürlich nicht ganz. Seit Jahren tobt auf Facebook das Katz- und Mausspiel zwischen Linken und Rechten, die ihre Kommentare und Facebook-Profile gegenseitig melden.

Hetzkommentare gegen Flüchtlinge werden zum Beispiel auf dem Blog Perlen aus Freital gesammelt und veröffentlicht.

Wohl als Folge der starken Zunahme an rassistischen Kommentaren in den letzten Monaten haben die «Hetzerjäger» ihren Kampf gegen Rassisten im Netz verstärkt. In den letzten Wochen verloren immer mehr Hassposter ihren Arbeitsplatz. «Allein in den vergangen Wochen haben ein Taxifahrer, ein Leiharbeiter und ein Lkw-Fahrer eine Abmahnung oder Kündigung erhalten», berichtet der «Spiegel». Betroffen waren auch der De­tail­händ­ler Spar oder das Rote Kreuz. «Engagierte Bürger hatten zuvor begonnen, Hasspostings an Arbeitgeber und Behörden zu melden», schreibt Der Standard.

«Ich habe mir nichts dabei gedacht.»

Frage an die Mutter: Warum hat ihr Sohn so etwas Menschenverachtendes geschrieben?

Der «Spiegel» hat den ehemaligen Porsche Lehrling Meyer und seine Familie in Österreich besucht. Der junge Mann sagt, er habe sich nichts dabei gedacht und den Kommentar nach den ersten Reaktionen «doch sofort gelöscht». Die Familie sieht sich diffamiert: «Wir sind keine Braunen», sagte der Vater. Die Mutter kritisiert die Facebook-Aktivisten, die nun Jagd auf Hetzer machen: Ihr Bub sei «doch erst 17». Schockiert sei sie nicht: «Das ist doch ein ordentlicher Bub.» Im Gegensatz zu den Aktivisten, die ihren Sohn gemeldet haben, hätte ihr Bub mit seinem Kommentar «niemandem Leid zugefügt».

Lehrling Meyers Mutter ist wütend auf die Medien. Sie sei keine Pegida-Sympathisantin, wie die «Lügenpresse» geschrieben habe. «Ich musste erst mal googeln, was das bedeutet», sagte sie dem «Spiegel». Ausserdem habe sie gar einen Schwager aus der Türkei.

Die «Spiegel»-Journalisten hatten allerdings ihr inzwischen gelöschtes Facebook-Profil zuvor angeschaut und erhielten dabei ein etwas anderes Bild. Anfang Juli hat sie den folgenden Spruch der rechtsextrem NPD geteilt: «Lasst uns Flüchtlinge direkt bei unseren Politikern einquartieren und ihr werdet sehen, wie schnell dann dieser Spuk endet.»

Die Mutter sieht sich und ihre Familie in der Opferrolle: Da die Meyers auf Facebook mit Schmähschriften eingedeckt worden seien, hätten alle Familienmitglieder ihr Facebook-Profil löschen müssen. Ein Mitarbeiter des österreichischen Verfassungsschutzes sei nach dem Hasspost bei ihnen zuhause aufgetaucht und habe das Zimmer des Sohns inspiziert. Daraufhin habe der Beamte gemeint, die Medien «hätten da viel Wirbel» gemacht. Seitdem fühlen sich die Meyers moralisch rehabilitiert.

So arbeiten die Rassisten-Jäger

Die Facebook-Aktivisten haben für solche Aussagen kein Verständnis: Angeschwärzt wurde Lehrling Meyer, der seine Ausbildungsstelle verloren hat, von Aktivist Marco Sahner (Name geändert). Auch mit ihm konnte «Spiegel» sprechen.

Faschistische Propaganda ist für Sahner ein Verbrechen, auch wenn ein Minderjähriger rechtes Gedankengut postet. «Was ihm passiert ist, tut mir nicht leid. Mit 17 Jahren darf man Auto fahren, man darf wählen, man muss sich über die Konsequenzen im Klaren sein.» Sahner war laut «Spiegel» Lkw-Fahrer in Nordafrika. Danach organisierte er Hilfsaktionen für Flüchtlinge. Aber unter jedem Aufruf für Spenden musste er üble Kommentare lesen. Zusammen mit drei Freunden gründete er deshalb die Facebook-Seite O5.

Gefundene Hetzkommentare werden auf der Facebook-Seite O5 publiziert, allerdings ohne Namen und Foto des Verfassers.

Die Aktivisten durchsuchen Facebook im Schichtdienst nach fremdenfeindlichen Äusserungen und verpfeifen die Hass-Schreiber bei den Behörden. Zuvor wird das Profil geprüft, Screenshots werden angelegt und persönliche Informationen im Netz gesucht.

«Wir sind keine Hetzer, wir zeigen Hetzer an.»

Sie würden bei den Behörden erst Meldung machen, wenn sie sich zu 100 Prozent sicher seien, sagt Sahner. «In besonders krassen Fällen informieren wir auch den Arbeitgeber, aber wir setzen dem Hass-Kommentator inzwischen eine Frist», erklärt Sahner dem «Spiegel» das Vorgehen. Lösche der Kommentator seinen fremdenfeindlichen Text innerhalb von 24 Stunden, erfahre der Arbeitgeber nichts.

Den Facebook-Aktivisten von O5 werden immer mehr Screenshots zugespielt – und das macht nicht alle glücklich. Sahners echter Name, Foto und Wohnort wurden laut «Spiegel» im Netz veröffentlicht. Er erhielt zuletzt Morddrohungen und musste von der Polizei beschützt werden. Weitermachen wollen er und die anderen Aktivisten trotzdem. «Wir sind keine Hetzer, wir zeigen Hetzer an.»

Die Familie des jungen Flüchtlingsmädchens hat dem 17-Jährigen übrigens verziehen und sich für eine zweite Chance bei Porsche eingesetzt, schreibt Der Standard.

Facebook will stärker gegen Hasskommentare vorgehen

Viele Facebook-Nutzer machen die Erfahrung, dass Facebook ausländerfeindliche Beiträge trotz Meldung nicht löscht. Das Netzwerk selbst sprach dabei bislang lediglich von «Fehlern», die passieren könnten.

Facebook kündigt nun doch neue Massnahmen «zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus» an. Damit reagiert das soziale Netzwerk auf heftige Kritik am Umgang mit Hassbotschaften.

Laut einer Sprecherin gehören zu den Massnahmen die Einsetzung einer Task Force zum Umgang mit Hassrede und eine Kampagne, um «Gegenrede» gegen Hetze zu fördern. Damit bleibt Facebook deutlich hinter dem zurück, was deutsche Politiker gefordert hatten. (fabian reinhold / spiegel online)

Was löscht Facebook? Was nicht? Das sind die Spielregeln

Flüchtlinge willkommen!

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

Diese 6 Dinge kannst du als Normalsterblicher tun, um Flüchtlingen in der Schweiz zu helfen

Bist du eher Front-Kämpfer oder Cüpli-Helfer? 11 Retter-Typen und was sie für Flüchtlinge tun

«Es gibt mehr als genug Arbeit für Flüchtlinge» – davon ist Integrationsexperte Thomas Kessler überzeugt

Diese 6 Dinge machen die watson-User für die Flüchtlinge 

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
37
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • philosophund 15.09.2015 11:31
    Highlight Mamas Aussagen welche ich hier in der Schweiz auch viel höre wie z.B.: "I ha nüüüt gege Uslender. Nur gege die wo schmarotzed und eusi töchtere vergewaltige!!!" oder ähnlich "I ha nüüüd geg uslender..bla bla bla yada yada yada.. nur gege die wo sich nöd wend aapasse!!!" weiter "I ha nüüüd geg uslender. Aber nume gege kriminelli!!!".
    Ach ja.. "I ha nüt geg Uslender. Mini Kollegin isch au uslenderi. Nur die Kriminelle müemer sofort heischigge!!!" bezieht sich "mini Kollegin" ja meist auf die chilenische Putzfrau im Büro, die sie/er 1x im Monat sieht oder
    11 7 Melden
  • Blatt1 15.09.2015 09:35
    Highlight Rassistische Äusserungen werden nicht geduldet aber sich gegenseitig ausspionieren und verpetzen wie das früher auch bei den Deutschen gemacht worden ist?!
    22 27 Melden
    • elivi 15.09.2015 12:24
      Highlight Die Stasi-Akten oder wie die das nannten? Das macht heute die NSA direkt an der quelle. Und was heisst hier 'früher'? Damit hat dein Nachbar ja nie aufgehört! Notiert sich auf die sekunde genau wann die Hecke um wieviel cm zu hoch ist.
      9 0 Melden
  • dillinger 15.09.2015 08:56
    Highlight Das kommt für Porsche natürlich sehr gelegen. Den Menschen zeigen "wir akzeptieren keinen Rassismus". Pure Gratiswerbung.
    Denn verhältnismässig war das Ganze sicher nicht. Weder ist jemand der einmal etwas Dummes auf Facebook postet automatisch ein Rassist, noch wird man ihn mit solchen Massnahmen irgendwie "belehren". Viel mehr drängt man ihn in die Enge. Und dann wird aus dem Menschen, der einfach einen sau dummen Post veröffentlichte, vielleicht wirklich ein Rassist.
    Aber wie gesagt, Porsche wird das relativ egal sein.
    28 31 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.09.2015 08:34
    Highlight Rechtsextreme, Fanatiker und Narzissten machen sich routinemässig zu Opfern, wenn ihr übliches - rethorisch und physisch - gewalttätiges Vorgehen nicht mehr reicht, um ihnen den Schein des Rechthabens zu bewahren.
    Klassischer Wechsel von aktiv aggressiv zu passiv aggressiv.
    57 10 Melden
  • elivi 15.09.2015 06:54
    Highlight Ich hab ein rassist als schwager, heisst noch lange nicht, dass ich rassisten gut finde.
    61 5 Melden
    • Dä Brändon 15.09.2015 09:02
      Highlight In diesem Fall ist aber die Mutter dunkelbraun und der Sohn nicht weit davon entfernt.
      33 11 Melden
  • zombie woof 15.09.2015 05:51
    Highlight Wirklich sehr überzeugend, ich habe sogar einen Schwager aus der Türkei...fehlte nur noch, ich habe ja nichts gegen Ausländer aber...Man kann nur hoffen dass der Jüngling was daraus lernt, bei den Eltern glaub ich das weniger.
    72 11 Melden
  • cassio77 15.09.2015 04:47
    Highlight was mir hier in der diskussion fehlt, ist eine globalere sicht der dinge. wie kommt es, dass sich dieses braune gedankengut dermassen schnell verbreitet, und mittlerweile sogar wieder salonfähig wird, selbst hier in der schweiz? so löblich das engagement der gutmenschen sein mag, aber züchtet man damit nicht eine immer grösser werdende horde von braunvieh hoch? wo liegt nun die verantwortung? bei denjenigen, die von hass erfüllt dümmlichste kommentare posten, weil sie gehirnlos sind und keine eier in der hose haben, mit der neuen situation umzugehen oder aber bei diesen gutmenschen, die sich gerne auch mal dank ihres löblichen verhaltens eine treppenstufe über das gemeine volk stellen und auch nur die ihrige meinung als die einzig wahre betrachten? wir, in westeuropa haben ein problem, das ist heute angesichts der vorkommnisse unbestritten. gehen wir's gemeinsam an.
    21 24 Melden
    • Xaver 15.09.2015 08:11
      Highlight Die Folgen der Globalisierung sowie eine generelle Unfähigkeit eigenes Verhalten selbstkritisch zu hinterfragen und dazu ein gehöriges Mass an Selbstüberschätzung, sowie eine Partei welche die schwächsten der Gesellschaft mit schöner Regelmässigkeit als "die Schuldigen" präsentiert (Feindbild) und fertig ist der frustrierte, angsterfüllte und selbstgerechte Wutbürger.
      25 4 Melden
    • strieler 15.09.2015 08:23
      Highlight vielleicht sollten sie sich fragen, woher der Begriff Gutmensch seine negative Konotation her hat - ist als solches nämlich selbst braunes Gedankengut. Möchte damit weiter darauf hinweisen, dass es den Gutmenschen gar nicht gibt, diese Verallgemeinerung allein schafft das Gefühl " die einen gegen die anderen" - dabei sind es einfach andere Wertvorstellungen, welche in ganz verschiedenen Ausprägungen daher kommen.
      24 1 Melden
    • xlt 15.09.2015 08:25
      Highlight Immer schön, wenn man anderen die Schuld für die eigene Unzulänglichkeiten zuschieben kann. Ein häufig verwendetes Mittel, ganz nach dem Motto "Ich wäre ja kein Rassist, aber die Linken haben mich dazu gebracht". Die SVP argumentiert regelmässig genau so, dass sie aber seit Jahren die stärkste Partei sind und wir eine bürgerliche Mehrheit haben, scheinen viele gekonnt auszublenden.
      29 1 Melden
    • Charlie Brown 15.09.2015 08:27
      Highlight @cassio77: Inhaltlich stimme ich ihnen teilweise zu. Etwas müssen sie mir aber erklären: Warum ist das Pendent von "Braunvieh" der "Gutmensch"? Sie verwenden diesen Begriff ja nicht im positiven Sinn. Was ist daran schlecht, wenn man als Mensch versucht "gut" (zu anderen Menschen, der Umwelt etc.) zu sein? Was läuft schief, dass das zu einem Schimpfwort wird?
      26 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 15.09.2015 00:13
    Highlight Da schaut wohl die ganze Familie den ganzen Tag nur Trash-Sendungen im Deutschen Privat-Fernsehen, welches SVP-Frau Rickli, durch ihr Engagement bei der Goldbach Media, tatkräftig finanziell unterstützt. Aber eben, genau so zieht man eine unanständige, ungebildete Generation rechtsgerichteter Wähler heran.
    70 28 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2015 06:37
      Highlight Ganz deiner Meinung. Fehlt nur noch der Link zu den Illuminaten.
      23 19 Melden
    • Pipapo 15.09.2015 07:42
      Highlight Mit Verlaub, aber dieser Kommentar zeugt auch nicht unbedingt von grosser Intelligenz...
      11 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 23:41
    Highlight Dummheit muss bestraft werden.

    Jetzt kann der 17Jährige beweisen dass er doch nicht so dumm ist.. indem er aus seinem Fehler lernt.

    Mehr zu Denken geben mir aber die Aussagen der Mutter - die verharmlost das Ganze und sieht sich als Opfer. Damit ist sie ihrem Sohn ein denkbar schlechtes Vorbild.
    103 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2015 07:32
      Highlight Ist doch nichts Neues, dass sich jemand als Opfer sieht. Die Schuld bei anderen zu suchen ist immer einfacher. Und in der heutigen Gesellschaft sind ja alles Opfer, egal ob Täter oder Opfer. Eigentlich sehr tragisch.
      11 2 Melden
    • xlt 15.09.2015 08:26
      Highlight Daraus lernen wird er nichts. Die Meinung hat er, ober er sie im Internet darlegt oder nicht. Nur seine Zukunft hat er sich verbaut.
      4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2015 09:03
      Highlight @xlt
      Er kann daraus lernen, dass er vielleicht vorher überlegt, was er unter seinen Namen veröffentlicht. Auch ist es möglich, dass man seine Meinung ändert. Ich war früher auch eher rechts orientiert und heute denke ich viel differenzierter.
      6 3 Melden
  • Alan Smithee 14.09.2015 23:39
    Highlight "Er hat sich nichts dabei gedacht"sagt er.
    Trotzdem kommentierte er den FB Post mit einer zu tiefst Menschenfeindlichen Aussage.
    und verlor durch diese Dummheit seinen Ausbildungsplatz bei einem Top Arbeitgeber.
    Seine Eltern selbst scheinen Brauner zu sein als ihnen selbst lieb ist.
    "Wir haben uns nichts dabei gedacht!"so klang es doch auch schon im Jahre 1945.
    75 11 Melden
  • Mia_san_mia 14.09.2015 22:53
    Highlight Der Junge hat kein Mitleid verdient! Selber schuld wenn man so einen Dreck postet!
    107 28 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 23:07
      Highlight Er hat ja selber gesagt "er habe sich nichts dabei gedacht". Wohl wahr. Vielleicht denkt er in Zukunft zuerst nach, bevor er irgendwas postet. Aber vielleicht reicht der IQ dafür einfach nicht.
      59 11 Melden
    • Amboss 14.09.2015 23:44
      Highlight Bin ganz deiner Meinung.
      Und ich würde als Arbeitgeber genauso handeln.
      55 10 Melden
  • Platonismo 14.09.2015 21:32
    Highlight Ich bin dafür, dass FB solche Kommentare löscht und die Konten sperrt. Aber wem ist gedient, wenn ein 17 jähriger wegen eines Kommentars die Stelle verliert? Ist das verhältnismässig? Entradikalisiert man ihn so oder bewirkt man genau das Gegenteil? Würden Gerichte diesen Massstab anwenden? Die Konsequenzen scheinen mir hier gefährlicher als das Posting, so daneben und verachtenswürdig es auch war.
    131 32 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 22:14
      Highlight Das ironische am Ganzen ist ja, dass der Aufruhr dem vermeintlichen Zweck kaum dient, vor allem, wenn die Hetzerhetzer einen grossen Anteil des Publikums von solchen geistigen Tiefflügen ausmachen sollte. Dass dieser Lehrling seinen Job verloren hat, ist aus meiner Sicht gerechtfertigt. Andererseits habe ich Mühe damit, wenn irgendwelche einzelne Leute zwecks Selbstaufwertung Polizei spielen und dabei nicht weit genug denken.
      Jedenfalls sind deine Fragen von der Art, wie sie sich verantwortungsbewusste Leute selbst beantworten sollten, egal, zu welchen Schritten sie sich letztlich entscheiden.
      26 17 Melden
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 14.09.2015 22:50
      Highlight Das er die Stelle verliert hat etwas mit Porsche zu tun. Sein Chef hätte ihm einen schriftlichen Verweis geben können.
      26 13 Melden
    • Bluetooth 14.09.2015 23:08
      Highlight Wenn Leute bereits wegen peinlichen, betrunkenen Facebookfotos nicht eingestellt werden, dann macht eine Entlassung wegen einem rassistischen Post durchaus Sinn. Übertrieben ist es nicht. Der Firma geht es ja hier ums Image und nicht darum, dem Lehrling eine Lebensweisheit beizubringen.
      54 7 Melden
    • Yolo 15.09.2015 09:56
      Highlight Eine Schlagzeile wie "Porsche befürwortet Rassismus" oder ähnlich kann und will sich eine Marke im oberen Preissegment nicht leisten.

      Das Leben ist kein Ponnyhof, es wird immer Leute geben die seine Erfahrungen auf die harte Tour lernen müssen. Alles hat Konsequenzen, darum gilt auch der Grundsatz "Nichtwissen schützt vor Strafe nicht".
      6 1 Melden
  • Alnothur 14.09.2015 21:07
    Highlight Willkommen in der Selbstjustiz...
    75 71 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 22:56
      Highlight Seit wann ist die Meldung einer Straftat Selbstjustiz?
      73 25 Melden
    • exeswiss 14.09.2015 22:58
      Highlight das ist eher Denunziation als selbstjustiz.
      41 5 Melden
    • Nick Name 14.09.2015 22:59
      Highlight Falsch eingeordnet: Selbstjustiz wärs, wenn die Anzeigenden die "Strafe" vollziehen würden.
      41 1 Melden
    • Alnothur 14.09.2015 23:14
      Highlight Ob es eine Straftat ist, die dem Arbeitgeber öffentlich mitgeteilt wird (und diesen somit unter Druck setzt) und ins Strafregister wandert, das ist nicht die Entscheidung irgendwelcher selbsternannten Gerechtigkeitsguerillas im Internet, sondern eines Gerichts.
      17 40 Melden
    • exeswiss 15.09.2015 06:21
      Highlight er wurde strafrechtlich gar nicht belangt.
      22 1 Melden
    • Charlie Brown 15.09.2015 06:57
      Highlight @dziltener: Öffentlich? Das steht so meines Erachtens nirgends. Öffentlich wurde es erst durch die konsequente Reaktion von Porsche. Bitte bei den Fakten und der Wahrheit bleiben.
      24 2 Melden
    • Raider 15.09.2015 12:36
      Highlight Selbstjustiz? Vielleicht sollten Sie erst einmal den Sinn des Wortes googeln, bevor Sie sowas schreiben.
      Da hat ein User einen Post gesehen, der menschenverachtend, rassistisch und aufhetzend war. Und er hat sich bei dem Arbeitgeber gemeldet, und gefragt, ob die damit einverstanden sind. Das ist zunächst ja nichts Schlimmes. Schlimm wäre es gewesen, wenn er sich 10 Schläger geholt hätte, den Junge besucht und zusammengeschlagen hätte. Bevor diese Kommentare zunehmen, muss man eben anhand von ein paar "Opfern" den Rassisten gleich zeigen, wo der Hammer hängt. Dann hört das auch wieder auf.
      2 2 Melden

Türkei-Kritiker verlieren auf Facebook tausende Follower – und niemand weiss wieso

Innerhalb weniger Wochen verlieren User, die Erdogan-kritische Beiträge auf Facebook posten, bis zu 5000 Follower und Freunde. Es werde automatisch und systematisch entliked. Sie sind überzeugt: Dahinter steckt Politik. 

Kerem Schamberger ist äusserst aktiv auf Facebook. Jeden Tag schreibt er über politische Vorgänge in der Türkei, über kurdische Aktivisten, die verhaftet worden sind, über verschwundene Journalisten, über Anti-Erdogan Demonstrationen. Er übersetzt türkische Zeitungsartikel ins Deutsche und stöbert Nachrichten über Rojava auf, ein de facto autonomes Gebiet in Syrien, in dem die Kurden einen freiheitlichen Staat errichten wollen.

Schamberger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für …

Artikel lesen