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Das FBI will bei Ermittlungen Zugriff auf im Ausland gespeicherte Mails. Bild: Google

Gmail-Nutzer aufgepasst: Google muss dem FBI Daten von Ausland-Kunden liefern

04.02.17, 21:15 05.02.17, 17:01

Google muss einer Gerichtsentscheidung zufolge der US-Bundespolizei FBI für Ermittlungen auch E-Mails zur Verfügung stellen, die auf Servern im Ausland gespeichert sind.

Das entsprechende Urteil eines Amtsgerichts in Philadelphia widerspricht einer Entscheidung eines New Yorker Berufungsgericht in einem ähnlichen Fall.

Hier war Microsoft vor einigen Monaten von dieser Pflicht entbunden worden, was sowohl unter Technologie- und Medienunternehmen als auch unter Datenschützern auf Zustimmung gestossen war. Google kündigte am Samstag an, wegen der Abweichung vom Präzedenzfall gegen die jüngste Gerichtsentscheidung in Berufung zu gehen.

Der Internet-Konzern argumentiert, er sei mit der Bereitstellung von E-Mails auf Servern in den USA der FBI-Aufforderung entsprechend dem Microsoft-Fall ausreichend nachgekommen.

Der zuständige Richter hielt dem aber entgegen, dass nichts gegen eine Übermittlung auch der elektronischen Korrespondenz spreche, die Google in seinen internationalen Datenzentren speichere. Zwar gebe es möglicherweise eine Verletzung der Privatsphäre, aber die geschehe beim Öffnen der Mails in den USA und nicht im Ausland.

Google erklärte in den Gerichtsunterlagen, dass der Konzern aus technischen Gründen seine Daten auf verschiedene Server verteile. Deshalb sei mitunter gar nicht klar, wo einzelne E-Mails gespeichert seien. Laut dem Gericht erhält das kalifornische Unternehmen jährlich 25'000 Aufforderungen von US-Behörden, Nutzerdaten für strafrechtliche Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. (sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Froggr 05.02.2017 10:54
    Highlight Naja, als ihr begonnen habt Gmail zu nutzen, dann habt ihr auch die Nutzungsbedingungen zur Kentniss genommen. Darin steht, dass Gmail wenn nötig Daten weitergeben kann. Zwingt euch ja niemand diese Gratis-Dienste zu nutzen. Trotzdem viel Spass dabei.
    11 8 Melden
    • ben_fliggo 05.02.2017 13:05
      Highlight Was brauchst denn du so?
      3 1 Melden
    • Froggr 05.02.2017 14:58
      Highlight Ich benutze auch Gmail. Zusätzlich habe ich einen GMX Account. Da ich jedoch nichts zu verbergen habe, stört es mich auch nicht Daten weiterzugeben.
      3 11 Melden
    • .jpg 18.02.2017 01:58
      Highlight @Froggr,
      Mister AGB leser, das steht bei mindestens 99% aller Dienstanbieter im Netz. Es geht bei dieser Angabe jedoch darum das es im absoluten Ausnahmefall nicht zur Anklage gegen einen Anbieter kommen kann. Glaub mir kein Anbieter ist daran interessiert seine Kunden zu verunsichern und zu ärgern denn Reputationsschaden nimmt keine Firma für so etwas einfach in Kauf. Kontrolle ist zwar gut, vertrauen ist so oder so besser. Außerdem sind wir mittlerweile auch schon im 21jh angekommen aber das verstehst du Bürokrat wohl noch nicht so.
      0 0 Melden
    • Froggr 18.02.2017 10:18
      Highlight Dotexe: Wenn ich etwas bin, dann ein totaler Antibürokrat! Was heute in Europa bezüglich Bürokratie abgeht, ist schlicht unglaublich. Aber Sicherheit ist mir ebenso wichtig.
      0 0 Melden
  • Galahad 05.02.2017 10:50
    Highlight Halb so wild ich bin da Kunde weil der Cousin 3.Grades meiner Grosstante ihrer Nichte der Sohn sein Nachbar mal ein Visum für die Staaten beantragt haben , die überprüfen ja alles...
    2 5 Melden
  • Mikee 05.02.2017 09:14
    Highlight Nicht das jetzt alle denken das FBI hat eine Standleitung ins Google HQ. Nein. Die müssen trotzdem noch eine offizielle Anfrage machen. Herausgabe von Daten wird nicht grundlos gemacht. Siehe auch https://www.google.com/transparencyreport/userdatarequests/
    Auch wir machen das. Schön zu sehen in der Grafik. Schweiz Januar - Juni 2016 - 73 Anfragen.

    Und jetzt hagelt es Blitze weil "Google is evil" :)
    17 0 Melden
    • ben_fliggo 05.02.2017 13:06
      Highlight Bester Kommentar hier, mit Abstand.
      9 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 05.02.2017 03:05
    Highlight Mist, dann bin ich schön im Eimer! Wenn ich bedenke, was ich bereits über Trump geschrieben habe! Shit!

    Frage: Dürfen die US Dronenangriffe in der Schweiz ausführen? Bitte schnell antworten - ich renne bereits so schnell weg, wie ich kann!
    38 5 Melden
  • Der Tom 04.02.2017 22:18
    Highlight Einfach Schweizerdeutsch schreiben. Und wenn man Heiniger oder so heisst nur den Vornamen verwenden.
    36 9 Melden
    • Donald 04.02.2017 22:55
      Highlight Metadaten?
      28 2 Melden
    • BaDWolF 05.02.2017 00:24
      Highlight Gute Idee Tom Heiniger...
      27 0 Melden
  • Gilbert Schiess 04.02.2017 21:39
    Highlight Oh je, und ich hab vor zwei wochen in amsterdam tulpen bestellt :-[
    60 3 Melden
    • ben_fliggo 04.02.2017 22:19
      Highlight "tulpen" 😏
      46 1 Melden
    • Saperlot 04.02.2017 22:53
      Highlight Wer hat ins Gras gebissen?
      30 0 Melden
    • Electric Elephant 05.02.2017 00:56
      Highlight Du Schlingel Du! Das sehen die Amis sicher nicht gerne. Wer es gut mit den USA meint, kauft seine Tulpen in Colorado und sicher nicht in Adam! Tststs... 😁
      37 0 Melden

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