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Betrüger zocken Kryptocoin-Besitzer mit manipulierten Hardware-Wallets und hinterhältigen Online-Seed-Generatoren ab. Bild: EPA/EPA

Die unfassbar raffinierten Tricks der Kryptocoin-Diebe

Je mehr Menschen in Kryptowährungen wie Bitcoin und Iota investieren, desto attraktiver wird der Markt auch für Betrüger. Ihre Maschen sind oft raffiniert, das zeigen aktuelle Fälle, in denen Nutzer viel Geld verloren haben.

30.01.18, 14:40 30.01.18, 16:31

Markus Böhm, Marcel Rosenbach / spiegel online



Ein Artikel von

Als Thomas Neumann Mitte Januar aus dem Urlaub zurückkam, war da auf einmal nur noch eine Null. Zehn sogenannte GIOTA waren aus seiner elektronischen Geldbörse verschwunden, Guthaben in der gerade angesagten Kryptowährung Iota. Im Dezember hatte er dafür 30'000 Euro investiert. Offenbar hatte jemand auf Neumanns Digitalgeld zugreifen und es so stehlen können.

«Ich habe den Iota-Support angeschrieben und nicht einmal eine Antwort bekommen», erzählt Neumann, der eigentlich anders heisst. Bald darauf entschied er, den Fall zur Anzeige zu bringen. Der Beamte auf seiner lokalen Abschnittswache jedoch habe ihn dabei erst einmal mit grossen Augen angesehen, sagt Neumann: «Ich habe ihm Iota erst einmal buchstabieren müssen.»

Thomas Neumann, 59, passt nicht ins typische Nerd-Klischee: Er war Vorstand eines börsennotierten Unternehmens, mittlerweile lebt er als Privatier in Süddeutschland, wo er die Musse hat, seiner Tech-Leidenschaft zu frönen. Vor geraumer Zeit kaufte er sich einen Tesla, Modell X, das mit den Flügeltüren, nachdem er 30 Jahre lang BMW gefahren war. Und im Dezember schliesslich investierte er in Kryptowährungen.

Von Bitcoin oder Ether zu Iota

Er habe seinen Tesla als einer der ersten Anwender mit einer digitalen Geldbörse, einer sogenannten Wallet ausstatten wollen, sagt Neumann, um dann automatisch an Ladestellen oder fürs Parken zahlen zu können. Ums Zocken mit Kryptowährungen sei es ihm nicht gegangen: «Die Technologie an sich hat mich fasziniert».

So wie Neumann ging es Ende des vergangenen Jahres vielen Menschen, erst recht angesichts des Bitcoin-Höhenflugs, von dem auch viele andere Digitalwährungen profitierten. Zunehmend investieren auch Neueinsteiger in Kryptowährungen. Manche in der sich nicht unbedingt erfüllenden Hoffnung, Gewinne zu machen. Andere eher, weil sie tatsächlich die Technik interessiert.

Doch je stärker eine Digitalwährung wächst, je mehr Geld in den Markt fliesst, desto attraktiver wird sie und ihre Nutzerschaft auch für Kriminelle. Das zeigt sich auch am Fall Neumann, denn ausser ihm haben zur selben Zeit auch zahlreiche weitere Nutzer die Guthaben ihrer Iota-Geldbörsen verloren.

Schaden in Höhe von Millionen Franken

Bekannt wurde das, weil sich seit kurzem im Forum «Hello Iota» immer mehr Geschädigte zu Wort melden und ihre Leidens- und Verlustgeschichten erzählen. Addiert man die im Forum genannten Summen, kommt man auf einen Gesamtschaden in Höhe von umgerechnet mehreren Millionen Euro, der mittlerweile auch auf einer Website namens IotaWalletLoss.claims dokumentiert wird.

Betrugsmaschen betreffen mittlerweile praktisch alle wichtigeren Kryptowährungen. Besonders wenn Menschen mit privaten, digitalen Schlüsseln hantieren oder zum ersten Mal virtuelle Coins hin und her transferieren wollen, ergeben sich Angriffsflächen.

Warnung vor einem Betrüger im Litecoin-Forum auf Reddit: Er wollte, dass das Opfer ihm aus Versehen Litecoin virtuelle Coins überweist. bild: reddit

Doch es gibt auch Gegenwehr: In Foren wie «Hello Iota», «BitcoinTalk» sowie in Krypto-Foren auf Reddit versuchen sich Nutzer gegenseitig zu warnen, beispielsweise, wenn jemand mit dubiosen Google-Anzeigen prominent für eine nur vorgeblich «offizielle» Iota-Wallet wirbt.

Schon wer Iota kaufen will, macht schnell mit anderen Währungen Bekanntschaft: In der Regel lässt sich Iota an Krypto-Börsen nur mit Bitcoin oder Ether bezahlen - Währungen, deren Marktkapitalisierung um einiges höher ist. Iota hat jedoch ein eigenes technisches Konzept, prominente Kooperationspartner aus der deutschen Industrie und einen anderen Fokus als die bekannteren Kryptowährungen: Geht es nach den Gründern, soll Iota eben kein Spekulationsobjekt sein, sondern Bezahlstandard im «Internet der Dinge» - da sind grosse Wertschwankungen eher hinderlich.

Die Betrugsmaschen der Krypto-Kriminellen

Weil die Teams hinter Kryptowährungen versuchen, ihre Digitalgeld-Systeme technisch gut zu sichern, versuchen Betrüger vor allem, menschliche Schwächen auszunutzen - so wie auch andere Cyberkriminelle, die per Phishing, also etwa mit gefälschten Websites oder E-Mails zum Beispiel versuchen, Bankkontodaten abzugreifen.

Wie geschickt manch ein Betrüger aus der Krypto-Szene vorgeht, zeigt der Fall eines Reddit-Nutzers aus Schottland. «Moodyrocket» hatte sich per Ebay eine Hardware-Wallet gekauft, eine Art Kryptowährungs-Tresor, in dem er seine kürzlich erworbenen virtuellen Coins jenseits des Rechners aufbewahren wollte.

Anfang Dezember hatte der Nutzer bei seinen Krypto-Investments zunächst Glück: Aus rund 6500 Pfund, die er in Litecoin, Ripple, Bitcoin und Dash investierte, wurden schnell 25'000, vor allem, weil der Kurs von Ripple extrem anstieg. Vier Wochen, nachdem er die Coins in seine Hardware-Wallet transferiert hatte, waren diese aber plötzlich weg.

Erst Reddit lieferte eine Erklärung

Erst nachdem «moodyrocket» auf Reddit über seinen Verlust schrieb, machten ihm andere Nutzer klar, was passiert war: Seine Wallet-Verpackung war vorab manipuliert worden, unter anderem in Form eines beigelegten Wiederherstellungscodes. Die Person, die dies getan hatte, kannte offenbar den Generalschlüssel der Wallet, wodurch sie später - weil «moodyrocket» aufgrund gefälschter Einrichtungshinweise keinen eigenen Schlüssel mehr generierte - auf dessen Guthaben zugreifen konnte.

Die Polizei ermittle noch, erzählt der um seine virtuellen Coins Betrogene vergangenen Freitag auf SPIEGEL-Anfrage, nachdem seine Postings bereits als Warnung auf Krypto-Websites und in YouTube-Videos zitiert wurden. «Ich gehe davon aus, dass die verantwortliche Person gefunden wird.»

Klar ist: Die Masche, die auf «moodyrocket» zielte, läuft auch anderswo ab: Knapp entgangen ist ihr zum Beispiel der Reddit-Nutzer «Bill_565», der in Griechenland eine Hardware-Wallet gekauft hatte, in deren Verpackung ebenfalls zusätzliches, präpariertes Material lag. Ihm fiel die Unstimmigkeit aber auf.

Man müsse «seine Hausaufgaben machen», schreibt «Bill_565» dem SPIEGEL, zum Beispiel Anleitungen wirklich lesen. «Der beste Safe der Welt bringt nichts, wenn der Verkäufer selbst noch den Schlüssel dazu hat.»

Niemand ausser einem selbst sollte den Seed kennen

Dieser Grundsatz hilft auch, den Fall von Thomas Neumann zu verstehen, dem Iota-Käufer. Neumann hatte nämlich vor seinem Urlaub dasselbe getan wie andere Iota-Besitzer, denen nun ihr Digitalgeld fehlt. Er hatte den 81-stelligen Generalschlüssel für seine elektronische Geldbörse - den sogenannten Seed - über eine Website erstellt, deren Anbieter offenbar direkt eine Kopie davon behielt. Mit dieser Kopie liess sich dann das Guthaben abgreifen.

Iotaseed.io hiess die Betrugs-Website, die mittlerweile nicht mehr unter dieser, aber noch unter ähnlichen Internetadressen zu erreichen ist. Sie ziert ein Iota-Logo, im Kopfteil der Seite wird gar geraten, man solle prüfen, ob man auf der richtigen Seite sei: Es gebe da draussen Betrüger.

Von Archive.org gespeichertes Abbild der Seite Iotaseed.io. Bild: Archive.org

Letztlich sind der oder die Betreiber von Iotaseed.io wohl selbst professionell vorgehende Kryptowährungs-Diebe. Die Betreiber der Website, die im August bei einem Hoster in Panama angemeldet wurde, der die Anonymität seiner Kunden schützt, sammelten offenbar über Monate Seeds von zahlreicher Iota-Besitzern. Dann sahen sie erst einmal seelenruhig zu, wie deren Guthaben an Wert zulegten.

Mitte Januar nutzten die Betrüger schliesslich ihre Schlüssel-Kopien und leerten die Geldbörsen von Neumann und anderen Nutzern der Website, angeblich flankiert von einem Überlastungsangriff. Zum Wegüberweisen des Kryptogeldes nutzten die Kriminellen insgesamt mehrere Dutzend unterschiedliche Iota-Konten.

Es gibt viele Betroffene

Neumann und seine Leidensgenossen im Forum sind seit dem Vorfall sauer - auf die Diebe, die offenbar mit hoher krimineller Energie agierten. Aber auch auf die Iota-Verantwortlichen, die für das Problem mit Iotaseed.io zwar nicht verantwortlich sind, die Sache aus Sicht der Betroffenen aber auch nicht ernst genug nehmen.

Ende voriger Woche hatte Iota-Mitgründer David Sønstebø zunächst erklärt: «Wir tun alles, um diesen Mistkerl ausfindig zu machen, aber das ist nicht einfach und hat sich in früheren Fällen als nahezu unmöglich erwiesen». Man werde eventuell hilfreiche Informationen an die Polizei weitergeben und die Ermittlungen unterstützen, um «den armen Leuten zu helfen, die ihre Einlagen verloren haben.»

Thomas Neumann reichen solche Aussagen nicht. Man habe versucht, die betroffenen Nutzer «als ein bisschen doof hinzustellen», fasst er die ersten Reaktionen des Teams hinter Iota zusammen: «Dabei wäre es ihre Verantwortung, ein sicheres und nutzerfreundliches Verfahren anzubieten».

Derzeit kein automatischer Seed-Generator

Tatsächlich macht es Iota - wie auch andere Digitalwährungen - Laien nicht leicht, ihr Kryptogeld zusammenzuhalten. Immer wieder für Verwirrung sorgt beispielsweise das Prinzip, dass eine Adresse nicht mehr als sicher gilt, sobald man einmal selbst von dort Iota überwiesen hat. «Sie hätten schon ein wenig mehr machen können, um Wallets narrensicher zu machen», meint dazu ein Reddit-Nutzer, der im November mit einer Sparschwein-Analogie anschaulich erklärte, was es beim Thema Iota-Adressen zu beachten gilt.

bild: imgur

Wenn Nutzer betrogen werden, weil sie keine Anleitungen lesen, sei das im Zweifel ihre eigene Schuld, nicht die der Entwickler, betont jener Reddit-Nutzer. Aber ein paar Extras bei der Geldbörse könnten faulen Nutzer helfen, Betrug zu entgehen.

Dass die bislang offiziell empfohlene, optisch wenig ansprechende Iota-Geldbörse derzeit keinen Seed-Generator integriert hat - was Nutzer wie Neumann erst auf Seiten wie Iotaseed.io stossen lässt -, führt ebenfalls dazu, dass es für entsprechende Betrugsmaschen zumindest eher eine Zielgruppe gibt als bei anderen Kryptowährungen.

Bald kommt ein neues Wallet

Die in Berlin ansässige Iota-Stiftung rät selbst, keinesfalls einen Online-Seed-Generator zu verwenden. Sei man sich nicht absolut sicher, wie man einen Seed auf sichere Art erstelle, sollte man aufhören und sich Hilfe holen, heisst es in einem aktuellen Blogpost zum Thema, der zum Beispiel Windows-Nutzern die Software KeePass zum Seed-Generieren empfiehlt: «Weder die Iota Foundation noch sonst jemand kann gestohlene Token zurückholen.» Für Thomas Neumann kam diese explizite Warnung zu spät.

In Zukunft immerhin könnte das Aufbewahren von Iota jenseits der grossen Krypto-Börsen immerhin einsteigerfreundlicher werden: Demnächst soll mit dem sogenannten Trinity Wallet eine neue, von der Iota-Stiftung unterstützte elektronische Geldbörse veröffentlicht werden, voraussichtlich samt integriertem Seed-Generator.

Zusammengefasst: Weil sie den Schlüssel für ihre elektronische Geldbörse auf einer Betrugs-Website namens Iotaseed.io erstellt hatten, haben zahlreiche Nutzer der Digitalwährung Iota ihr Guthaben verloren. Betrugsmaschen wie diese gibt es bei fast allen Kryptowährungen: Sogar ein Hardware-Wallet könnte - vor allem, wenn es nicht direkt beim Hersteller bestellt wurde - vorab präpariert worden sein. In den meisten Fällen versuchen Krypto-Betrüger, wie gewöhnliche Cyberkriminelle auch, menschliche Schwächen auszunutzen.

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zwerg Zwack 30.01.2018 20:31
    Highlight Ich habe Ende 2013 mit meinem PC etwas Bitcoin "gemined" (nur ca. 0.02 BTC), etwas gehandelt und dann lange nichts damit gemacht. Irgendwann Mitte 2016 habe ich diese Bitcoins von der Online-Börse in ein eigenes Wallet transferiert, dessen Schlüssel ich mir zuvor generiert habe und nur auf Papier aufgeschrieben habe. Als ich kürzlich wieder mal nachschauen wollte, ob noch alles da ist, stellte ich fest, dass Ende 2016 alle meine BTC dieser Adresse an eine andere Adresse überwiesen wurden. Ich weiss nicht, wie mein Schlüssel geleaket sein könnte. Ich habe keinen Online-Generator benutzt!
    4 2 Melden
  • Nonvemberbal 30.01.2018 17:02
    Highlight Check die hälfte des Artikels nicht, ergo- Keine Kryptowährungen für mich.
    Muss ich mein Geldbündel doch wieder in der Socke verstecken
    20 3 Melden
  • Klaus07 30.01.2018 16:19
    Highlight Vor kurzem habe ich in einem Kommentar zu einem Artikel in einer Tageszeitung über Kryptowährung die Sicherheit dieser Währung in Frage gestellt. Ich erhielt ca. 20 positive und mehrere hundert negative Clicks und genau so viele Antworten in dem mir die Kryptoyaner einige unausprechliche Dinge an den Kopf geworfen haben. Jeder erklärte mir hoch und heilig das Kryptowährung absolut sicher sei und jede Transaktion nachverfolgt werden kann. Anscheinend ist dem nicht so. Wer hat nun recht. Ist Kryptowährung sicher oder unsicher?
    24 37 Melden
    • sleeky 30.01.2018 16:38
      Highlight @Klaus07
      Du wirfst hier einfach alle Kryptos in den gleichen Topf, was die vielen negativen Kommentare und hier wahrscheinlich dann auch die vielen Blitze erklärt. Hier handelt es sich um ein Problem, welches bei IOTA auftritt und nichts mit Bitcoin, Ethereum, Stellar, usw. zu tun hat. Es gibt mir Sicherheit einige schwarze Schafe im Kryptomarkt. Die meisten Kryptos mit hoher Marktkapitalisierung sind jedoch absolut sicher vor solchen Attacken. Und auch in diesem Fall von IOTA, waren es im Endeffekt die User, welche nicht vorsichtig waren.
      13 4 Melden
    • Malthael 30.01.2018 16:40
      Highlight Wie bei Vielem sind Kryptowährungen nur so sicher wie sich der Benutzer um die Sicherheit seiner Coins kümmert.
      19 0 Melden
    • ostpol76 30.01.2018 17:16
      Highlight @Klaus07

      Kryptowährung bzw. die Blockchain ist absolut Fälschungssicher.

      Aber es braucht "zur Zeit noch" ein gewisses Know How wie und wo man die Zugangsdaten generiert und diese auch sicher aufbewahrt.

      Leider sind zu viele auf den Zug aufgesprungen (aus Profitgier) die keine Ahnung von der Materie haben und nachher am lautesten schreien wenn das Geld weg ist.
      Und diese Leute ziehen dann mit ihren negativen Berichten die Cryptowährung und den Dreck.
      11 2 Melden
    • mukeleven 30.01.2018 17:50
      Highlight ... langsam aber sicher neige ich dazu, ein ueberzeugtes ‘vielleicht’ in die urne zu werfen.
      meine tendenz geht leider richtung ‘unsicher’, oder man muss dieses risiko miteinkalkukieren, wenn man mit diesen cryptos ‘spielt’.
      trotzdem glaube ich nach wie vor daran.
      2 7 Melden
    • Flexon 30.01.2018 18:04
      Highlight Kryptos sind wie ein Safe. Der Safe selber ist atombombensicher. Aber: wer den Zugangscode kennt, kann ihn öffnen und leeren. Ganz einfach.
      17 1 Melden
    • TactixX 30.01.2018 18:34
      Highlight Naja Kryptowährungen sind sicher. Beim Fall IOTA ists in etwa so, als wenn du für dein E-Banking das Passwort auf irgendeiner Webseite von irgendwem hinterlegst. Ist das sicher? Wohl kaum... Ein IOTA Seed besteht aus 81 Grossbuchstaben und ner 9. Wer da nen Generator dazu benötigt? Ich für meinen Teil besitze IOTA. Bin absolut kein Profi aber 81 Buchstaben konnte ich selber in die Tasten hauen ;) Ach ja, Exchanges sind nicht sicher aber Wallets auf jedenfall.
      6 0 Melden
    • Klaus07 30.01.2018 18:46
      Highlight Gestern habe ich einen Artikel gelesen, wo ein Bitcoinehändler mit Waffengehalt dazu gezwungen wurde seine Bitcoins zu überweisen. Da hilft auch kein Bombensicherer Safe etwas. Wie gesagt. Kryptowährung kann so gut sein wie sie alle mir hier schreiben. Auch eine Bank kann überfallen werden, nur da hafte ich nicht mit meinem Geld. Kriminelle Energie findet immer ein Weg. Ergo jede Währung ob Fiatgeld, Digitalwährung Edelmetall etc. Kann nie 100% sicher sein.
      4 1 Melden
    • sleeky 31.01.2018 09:13
      Highlight @Klaus07
      Für Krypto wird dir aber eine sehr hohe Sicherheit zur Verfügung gestellt. Wenn die Anwender diese nicht benutzen, kannst du das nicht der Kryptotechnik anlasten. Die Hürden sind für Krypro Exchanges in etwa die gleichen, wie für ein e-banking und für einen Ledger noch viel höher. Da müsste ein Dieb schon bei mir zu Hause den Ledger klauen und meinen Code kennen, den ich nirgends aufgeschrieben habe oder die 24 Sicherheitsworte mitklauen, die ich aber an einem anderen Platz versteckt habe. Sehr unwahrscheinlich, dass das passiert. 100% Sicherheit kann es nicht geben.
      2 1 Melden
  • john benz 30.01.2018 16:06
    Highlight Kenne mich bei Kryptowährungen nicht so aus. Daher meine etwas laienhafte Frage: Wenn ich ein Passwort generiere, weiss doch der Seed-Generator-Betreiber nicht für welches Konto es ist. Oder muss dies angegeben werden? Mir erschliesst sich der Zusammenhang noch nicht ganz.
    14 6 Melden
    • ostpol76 30.01.2018 17:17
      Highlight @john

      Seed und Private Key (Passwort) wird zusammen generiert. Darum sollten diese auch nicht auf einer Online Plattform erstellt werden.
      5 0 Melden
    • Flexon 30.01.2018 18:07
      Highlight @benz
      Bei IOTA ist Seed und Wallet ein und derselbe Code. Kennt jemand deinen Code, gibt er ihn in seine Wallet ein und hat sofort vollen Zugriff auf dein Guthaben.
      4 0 Melden
    • Leon1 30.01.2018 18:24
      Highlight Der Seed ist der alleinige Schlüssel, dem eine bestimmte Anzahl Tokens/Coins/(...) auf der Blockchain/Tangle/(...) zugewiesen sind.

      In anderen Worten: Der Seed ist Kontonummer und Passwort in einem.
      6 0 Melden
    • TactixX 30.01.2018 18:37
      Highlight Bei IOTA ist der Seed alles was du fürs Login benötigst. Keine Mail oder sonst Passwort. Der Seed ist sozusagen der Schlüssel zum Bankkonto. Daher nie und nimmer generieren lassen. Leider gibts viele leichtsinnige...
      5 0 Melden
    • bobi 30.01.2018 22:19
      Highlight @ alle. Verstehe ich es richtig, dass somit jeder Seed nur einmal vergeben werden kann?
      2 0 Melden
    • Flexon 31.01.2018 12:42
      Highlight Ja. Aber: die Anzahl möglicher Kombinationen einer 81-stelligen Buchstabenfolge übersteigt die Anzahl Atome im Universum.
      2 0 Melden
  • djangobits 30.01.2018 16:06
    Highlight "Unfassbar raffiniert"? Wer sich mit Kryptowährungen auseinandersetzt, sollte auch das Rüstzeug für die nötigen Sicherheitsmassnahmen haben. Wer sich ein Hardwarewallet auf eBay kauft und dann einen bereits ausgedruckten Private Key benützt, ist definitiv nicht fit. Und wer einen Online-Seedgenerator benutzt, der weiss offenbar auch zuwenig.
    87 5 Melden
    • chnobli1896 30.01.2018 17:40
      Highlight Darum lasse ich die Kryptowährungen sein..
      3 2 Melden
  • Leon1 30.01.2018 16:02
    Highlight Naja, wenn ich fürs E-Banking für ein 30'000 Euro Konto ein Passwort festlegen müsste würde ich kaum auf die Idee kommen ebendieses Passwort auf irgend einer dahergelaufenen Webseite generieren zu lassen...?

    Das ist das Ding, wenn man früh in unausgereifte Technologie einsteigt hat man (vorausgesetzt die Technologie setzt sich später durch) einen finanziellen Vorteil. Allerdings heisst das auch, dass man sich gut informieren soll und nur tun soll was man auch im Ansatz versteht und nachvollziehen kann.

    Die Warnungen vor Online-Seed-Generatoren gab es. Man musste sie nur ernst nehmen...
    53 1 Melden
  • kleiner_Schurke 30.01.2018 15:57
    Highlight Würde mir mein Portemonnaie geklaut und ich ginge zur Bank um mich zu beschweren.... ja dann passiert genau das was Herr Neuman erlebt hat. Und eine Wallet via Internett.... oh mein Gott!
    28 1 Melden
  • TheGoon 30.01.2018 15:51
    Highlight es gibt Leute die haben den PinCode mit dem Filz auf die Kreditkarte geschrieben...
    31 1 Melden
    • mukeleven 30.01.2018 17:51
      Highlight ... die sind KULT! ©️ 🤙
      11 1 Melden
  • coheed 30.01.2018 15:41
    Highlight Und hier sitze ich und kann mir nicht einmal einen Bitcoin leisten...
    13 9 Melden
    • ostpol76 30.01.2018 17:19
      Highlight @coheed

      dann kauf dir einen Halben oder einen Viertel :-)
      9 1 Melden
    • Mr.President 30.01.2018 18:05
      Highlight Willkommen im Club! Und ich schreibe gerade eine Nachricht an mein zukünftiges Ich, der dann die Zeitmaschine nützt und in Sommer 2017 reist und mein ganzes Geld in Bitcoins investiert, und in Dezember sie wieder verkauft!😂🤔🤑
      Ach, ich bin so traurig... 😞😭 wenigstens 1000,- damals...
      3 0 Melden
  • Nosgar 30.01.2018 15:20
    Highlight Das einzige, was ich begriffen habe, ist die Schweinchen-Grafik.
    22 0 Melden
  • ostpol76 30.01.2018 15:13
    Highlight Das grösste Problem ist doch einfach dass viele auf den Zug aufgesprungen sind aber eigentlich keine Ahnung vom Ganzen haben.

    Es braucht etliche Stunden um sich in diese Materie einzulesen.
    95% wissen wahrscheinlich nicht mal den unterschied zwischen einer Online- Desktop- oder Hardware Wallet. Investieren aber gleich mal 10000 Franken und wundern sich dann.

    Das ganze ist noch am Anfang und die Software, Tools und Interfaces sind noch nicht Massentauglich.

    Darum sollte man zuerst mit kleinen Beträgen einsteigen wenn man nicht zu 100% mit der Materie vertraut ist.
    23 0 Melden

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