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Windows 10 wird vom Smartphone über das Tablet bis zum PC auf allen Geräten laufen. Bild: microsoft

Ade Windows 8, hallo Windows 10

Windows 7 geht in Rente – und wird immer beliebter

Microsoft bereitet sich auf Windows 10 vor, doch die Nutzer hadern noch mit den Vorgängern. Windows 7 ist am beliebtesten, Windows 8 hat sich nicht durchgesetzt – und viele nutzen immer noch das veraltete XP. Ein Sicherheitsfiasko. 

03.11.14, 15:56 04.11.14, 18:33

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Das nach Computermassstäben uralte Windows XP ist laut dem Marktforschungsunternehmen Net Applications ein halbes Jahr nach seinem endgültigen Support-Ende noch immer auf 17 Prozent aller Internetrechner installiert. Das könnte man fast als gute Nachricht sehen: Noch im Oktober lief das zwölf Jahre alte XP auf knapp 24 Prozent der untersuchten Computer. Es bleibt eine Katastrophe, denn es bedeutet, dass ein Fünftel aller ans Internet angeschlossenen Rechner klaffende Sicherheitslücken haben, die von keinem Windows-Servicepack oder Patch mehr geschlossen werden. 

Windows 8 kommt nicht vom Fleck

Nach den Zahlen von Net Applications kann sich Windows 8 hingegen noch immer nicht durchsetzen. Windows 8 und Windows 8.1 – veröffentlicht im Oktober 2012 bzw. 2013 – kommen zusammen nur auf einen Marktanteil von 17 Prozent. Mit einem Anteil von 53 Prozent ist Windows 7 immer noch der grosse Gewinner. Überraschend wächst sein Anteil immer weiter. Vermutlich rüsten ehemalige XP-Nutzer auf Windows 7 auf. 

Das Problem: Der «grundlegende Support» für Windows 7 endet bereits am 13. Januar 2015, der erweiterte Support im Januar 2020. Für Privatnutzer ist das weniger relevant, aber für Firmen steht Windows 7 damit eigentlich auch schon auf dem Abstellgleis: Der erweiterte Support beinhaltet keine kostenlosen Sicherheits-Fixes oder Funktionswünsche auf Kundenzuruf mehr; Microsoft stopft dann nur noch selbst entdeckte Sicherheitslücken und lässt das Produkt auslaufen. 

Doch nicht genug des Ärgers für Microsoft: Weil Windows 7 noch so gut läuft, versucht PC-Hersteller Dell in den USA gerade noch möglichst viel aus dem vor der Rente stehenden Betriebssystem herauszuholen. Während Microsoft Computerhersteller auffordert, keine neuen PC mehr mit Windows 7 Home Premium zu bespielen, ruft Dell noch zum Windows-7-Kauf auf: Auf einem Website-Banner rief Dell «Windows 7 for the win» und bot 30 Prozent Rabatt auf die Software. Die Dell-Konkurrenten Lenovo und Hewlett-Packard hatten kein entsprechendes Angebot, ebenso Dell Deutschland nicht. 

Windows 10 für Handys, Tablets und PCs

Windows 10 soll für Microsoft der Befreiungsschlag werden. Nicht nur überspringt der Konzern damit eine Versionsnummer, sondern vereint die Vielzahl der derzeit wenig miteinander verbundenen Windows-Fassungen – zum Beispiel die Desktop-, Tablet- und Mobile-Versionen – in die Plattform Windows 10. Das heisst, dass entsprechend angepasste Programme sowohl auf einem PC als auch auf einem Smartphone laufen. 

Doch mit vielen Geschäftskunden sollte Microsoft zunächst nicht rechnen. Das Marktforschungsunternehmen Gartner sieht eine wachsende Umstiegsbereitschaft der Unternehmen auf Windows 10 erst für 2016 voraus. Dafür hat Microsoft etwas anderes in petto: Windows-7-Nutzer können direkt auf Windows 10 upgraden. Man kann das auch so interpretieren: Microsoft hat Windows 8 längst aufgegeben. 

Windows kommt nun auch ans Handgelenk

(kno)



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jol Bear 04.11.2014 19:47
    Highlight Da scheint sich MS mit seiner Release-Politik von seinen Kunden zu entfernen. Sind im Handel Geräte mit Win8 erhältlich, wird Win10 propagiert. Kaum hat man sich an Win7 gewöhnt, wird das Ende von dessen Support verkündet. Nun wird prognostiziert, dass Unternehmen im 2016 auf Win10 umsteigen würden. Es ist wahrscheinlich davon auszugehen, dass dann, ab Januar 2016 der Support für dieses System eingestellt wird... Offenbar gerät die Sache etwas aus dem Lot.
    2 0 Melden
  • Der Tom 04.11.2014 10:07
    Highlight Scheinbar hat Microsoft nichts daraus gelernt und zementiert das Chaos endgültig mit Windows 10. Für Private Nutzer und auch für die viele Firmen würde es sich lohnen mal einen Mac zu testen. Firmen vielleicht auch nur in Teilbereichen. Wichtig ist es mal die ganzen, teilweise total verrückten Vorurteile (zB. Einschränkungen und Bevormundung) wegzulassen und auch mal zu schauen wie toll das Konzept mit den gesten auf dem Touchpad ist (speziell für Notebooks mit Vollbild oder iMac mit 2 Zusatzbildschirmen).
    2 0 Melden
  • SaveAs_DELETE 04.11.2014 07:55
    Highlight Ich war erstaunt, wie viel schneller Windows 8 wirklich ist. Nachdem ich mir die Mühe gemacht habe, mich mit den neuen Betriebssystem zu beschäftigen, bin ich sehr Glücklich darüber.
    Wenn man sich noch etwas mit den Tastenkombinationen beschäftigt, kann man sehr effizient damit arbeiten. Das Problem liegt daran, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und sich ungern an neues Gewöhnt...
    8 0 Melden
  • Manuel Walker 03.11.2014 23:20
    Highlight Ich verstehe diese Abneigung gegen Windows 8/8.1 nicht. Windows 7 ist langsamer, instabiler und wirkt eher altbacken. 8.1 kann vielseitiger genutzt werden und performt einfach nur super! Die Kacheln kann man so einrichten, wie man es braucht. Mal was neues wagen statt nur schnöden!
    11 5 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.11.2014 08:09
      Highlight Der Mehrwert dieser Kacheln auf meinem Laptop und Desktop entgeht mir komplett. Meiner Meinung nach, sind sie einfach nur lästig. Noch etwas mehr "klicki-klicki-bunti"... will ich aber arbeiten oder Einstellungen verändern, muss ich tief im System suchen. Mit Glück reagiert es sofort und ich darf irgendwo drücken, mit Pech benötige ich unnötig Zeit dafür... zum arbeiten an einem PC ein völlig unbrauchbares System.
      2 1 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 03.11.2014 19:03
    Highlight Ich hab's probiert mit diesem Win 8. Aber auch nach grössten Bemühungen und Anstrengungen meinerseits, wurde nichts aus der Beziehung. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass mein Gegenüber alles unternahm nicht gemocht zu werden. Nach schwierigen Zeiten, hab ich uns beide erlöst. Noch so ein Desaster und die Zeiten von Microsoft auf meinem Rechner sind endgültig vorbei.
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