Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Notizen auf dem Bildschirmfoto bei «Snip»: Mit der Maus gezeichnete Anmerkungen sehen oft ziemlich krakelig aus.

Mit «Snip» Bildschirmfotos machen: Microsoft verschenkt neues Screenshot-Programm

Microsoft hat seinen Bildschirmfoto-Editor grundlegend überarbeitet. Die frische Version «Snip» gibt es jetzt für Windows-Nutzer kostenlos zum Download. Mit einer neuen Funktion lassen sich Screenshots zu Erklärvideos aufmotzen.

01.09.15, 10:46 01.09.15, 11:27

Jörg Breithut / spiegel online

Ein Artikel von

Pixelfehler auf der Website, Buchstabendreher in der App: Auf einem Bildschirmfoto lassen sich solche Patzer rasch markieren und an die zuständigen Kollegen weiterleiten. Doch statische Markierungen genügen Microsoft offenbar nicht mehr.

Der Konzern hat das bisher mit Windows ausgelieferte «Snipping Tool» aufgebohrt und mit «Snip» einen inoffiziellen Nachfolger vorgestellt. Nun können die Screenshots auch vertont werden. Die Software befindet sich zwar noch in der Betaphase, Microsoft bietet das Programm aber schon jetzt kostenlos als Download an.

Das Werkzeug funktioniert ähnlich wie viele andere Screenshot-Programme: Per Mausklick zieht der Nutzer ein Rechteck um einen bestimmten Bereich auf den Bildschirm und speichert das Bild ab. Auch Video-Standbilder lassen sich auf diese Weise sichern.

Wenn man den «Capture»-Button drückt, friert «Snip» den gesamten Bildschirminhalt ein – auch YouTube-Videos, die gerade im Browser abgespielt werden. Man muss sich also nicht beeilen, um die richtige Szene zu fotografieren.

Die grösste Änderung ist jedoch die Video-Funktion. Mit dem «Record»-Knopf startet man die Aufnahme, um in Echtzeit aufzuzeichnen, was der Nutzer auf dem Foto so alles markiert. Auch das Mikrofon ist während der Aufnahme aktiv. Der Anwender kann also erklären, warum er in bestimmten Bereichen des Bildes herumkritzelt.

Video-Screenshots sind oft recht gross

Die Ergebnisse werden als MP4-Video exportiert. Das bläht die bewegten Screenshots natürlich ordentlich auf: Anstatt der wenigen Kilobyte für ein JPEG-Bild kommen bei einem 60-Sekunden-Video etwa sechs Megabyte zusammen – zu gross für den Anhang einer schnellen Korrektur-Nachricht. Nutzer, die auf die Videofunktion verzichten können, sparen Speicher: Herkömmliche Screenshots lassen sich weiter als JPEG, PNG, Gif und Bitmap abspeichern.

Genau wie das «Snipping Tool» eignet sich auch «Snip» nicht wirklich dafür, die Screenshots ordentlich zu beschriften. Denn wer die Notizen nicht mit einem Tablet-Pen auf einen Touchscreen zeichnen kann, der muss das Trackpad oder die Computermaus benutzen. Und dabei kommt fast immer eine ziemliche Krakelei heraus. Ein Texteditor wäre hier eine sinnvolle Erweiterung gewesen.

Aufnahme läuft: Im «Record»-Modus zeichnet das Tool alle Änderungen auf.

Hilfreich ist dagegen die Bibliothek, in der die Bildschirmfotos abgelegt werden. Die Dateien können dort immer wieder geöffnet und nachträglich bearbeitet werden. Allerdings merkt sich das Tool nicht, welche Beschriftungen man früher bereits auf das Foto gekritzelt hat. Ältere Markierungen können somit nicht gelöscht werden und der Anwender kann die früheren Änderungen nicht schrittweise rückgängig machen.

Screenshots in der Übersicht: Die Bilder werden in einer Bibliothek abgelegt.

Das Teilen ist gewöhnungsbedürftig

Das gilt auch für Videos: Die bereits aufgenommenen Clips müssen wieder von vorn aufgezeichnet werden, wenn man unzufrieden mit dem Ergebnis ist.

Auch die «Teilen»-Option ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Sobald man einen Screenshot an andere Nutzer weiterleiten will, öffnet Microsoft ungefragt das eigene E-Mail-Programm Outlook und packt die Datei in den Anhang einer neuen Nachricht. Wenn Videos verschickt werden sollen, lädt «Snip» den Clip in die Microsoft-Cloud und erzeugt einen Link dorthin sowie einen Einbettungscode.

Doch auch wenn das Video gefühlt unerreichbar auf den Microsoft-Servern gelandet ist: Die Kontrolle über die Dateien verliert man nicht. Sobald die Dateien in der Bibliothek auf dem Rechner gelöscht werden, nimmt auch Microsoft das hochgeladene Video wieder aus dem Netz.

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 14:25
    Highlight Ansonsten nehmt doch einfach OneNote "An OneNote senden". Geht genau so gut! Und ohne Umweg über Outlook, etc.
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 13:38
    Highlight Bitte, bitte! Bei Themen über Microsoft nehmt bitte einen Schreiberling der selbst Windows benutzt, oder Windows mobile, oder eine Xbox zu Hause als Multimedia Center hat, oder Office265/OneDrive Kenntnisse hat . Dann wird es qualitativ auch besser und nicht gähn und schon gar nicht gewöhnungsbedürftig. Gewöhnungsbedürftig bei einem System, das geschätzte 93% Weltmarktanteil besitzt. Ist es nicht eher anders rum? Die anderen 7% sind na ja eben anders. (Nicht schlechter, aber eben anders)
    6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 13:30
    Highlight inkl. cloud (veröffentlichung) und nsa hintertürchen... 😱😜
    0 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 14:21
      Highlight Schon etwas von Verschlüsselung gehört. (Auf dem eigenen Computer) Dann ab nach OneDrive. Mann, lest doch einfach die Gebrauchsanleitung wenn's ohne nicht geht.
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 15:47
      Highlight @hpeters
      verschlüsselung ist ja ok, solange man SELBER/MANUELL/BEWUSST die daten verschlüsselt in die cloud ablegt.
      doch damit das ganze "bedienerfreundlich" wird, umgehen solche anwendungen diesen weg und kommunizieren DIREKT mit der cloud.
      da nutzt es nichts mehr, wenn man einen verschlüsselten container angelegt hat, wenn die entsprechende snwendung nicht programmiert ist, diese auswahlmöglichkeit an zu bieten.
      gilt für alle cloud speicher und betriebssysteme...
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 16:28
      Highlight ok! Wenn wir einen Screenshot machen wird das in den allermeisten Fällen nicht um "kritische Daten" gehen. Also ohne Verschlüsselung. Kritische Daten werden ohnehin anders gehandhabt.
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 13:27
    Highlight Dieses Programm ist kaum zu gebrauchen! Es kommt ja von Microsoft! Solche Beiträge sind nur noch würg oder gähn! Das Teilen sei gewöhnungsbedürftig. Wer hat denn da versucht etwas zu verstehen? Logisch wird es via Outlook weitergereicht. Mit was denn sonst? Thunderbird??? LOL. Und logisch geht es nach OneDrive, oder was haben Sie denn erwartet, die iCloud oder Dropbox?? Das Ganze ist Microsoft: Das ist ein komplettes Paket: Windows OS, Office 365, OneNote, OneDrive, etc. Und es funktioniert seit vielen Jahrzehnte hervorragend. Wenn einer das nicht will, soll er es eben lassen.
    8 2 Melden

Seit heute rollt eine massive Malware-Welle über die Schweiz – das steckt dahinter

Tausende Schweizer erhalten heute gefälschte E-Mails mit Absender Kantonspolizei Aargau, Zürich, Basel-Landschaft, Thurgau etc. Unbekannte geben sich als Polizisten aus und warnen vor einem angeblich gefährlichen Gewaltverbrecher. Das Perfide daran: Die Kriminellen sprechen die Opfer persönlich an.

In der Schweiz grassiert eine neue, massive Malware-Welle. Unbekannte versenden E-Mails, die angeblich von der Kantonspolizei stammen. In den Mails geben sich die Betrüger als Kriminalpolizisten aus und informieren über einen angeblichen Verdächtigen, der eine brutale Straftat in ihrem Wohnort verübt habe. Die Unbekannten verwenden verschiedene gefälschte E-Mail-Adressen, so dass der Absender mal «Kantonspolizei Romanshorn», mal «Kantonspolizei Pratteln» oder «Kantonspolizei …

Artikel lesen