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epa04425405 A screenshot of the newly unveiled Microsoft Windows 10 is seen during a preview event in San Francisco, California, USA, 30 September 2014. The familiar Start menu is back, with some improvements, including a space you can personalize with your favorite apps, programs, people, and websites.  EPA/MICROSOFT / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY, NO SALES

Das neue Startmenü von Windows 10: Das neue Windows erscheint am 29. Juli – und ist für alle Nutzer ab Windows 7 und Windows Phone 8 gratis. Bild: EPA/MICROSOFT

Die Beta-Versionen von Windows 10, Android M, iOS 9 und Mac OS X sind da: Ein Fest für Tester

Fast zeitgleich haben Apple, Google und Microsoft neue Vorabversionen ihrer Betriebssysteme veröffentlicht. Jeder kann sich Windows 10, iOS 9, OS X El Capitan und Android M herunterladen und ausprobieren – auf eigene Gefahr.

Matthias Kremp / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die vergangene Woche hatte es in sich: Zumindest wenn man zu jenen Computer- und Handynutzern gehört, die immer des Neueste haben wollen und ein bisschen risikofreudig sind. Mit einem Abstand von wenigen Stunden hatten die grossen Hersteller neue Beta-Versionen ihrer Betriebssysteme veröffentlicht.

Den Anfang machte Microsoft mit einer neuen Vorabversion von Windows mit der Nr. 10166. Wer sich für Microsofts Beta-Tester-Programm angemeldet und den sogenannten fast Ring ausgewählt hat, neue Versionen also sofort bekommen möchte, sollte sie bereits installieren können.

Neben einigen Fehlerbehebungen hat Microsoft mit dieser Version eine bemerkenswerte Neuerung eingeführt: Microsoft Wi-Fi. Die neue App soll den Prozess vereinfachen, wenn man sich beispielsweise in einem Hotel, auf einem Flughafen oder in einem Kongresszentrum mit dem kostenpflichtigen WLAN verbinden will. Ausprobieren kann das freilich nur eine winzige Teilmenge der Tester, denn derzeit wird der Dienst nur in Seattle angeboten.

Ohnehin bombardiert Microsoft seine freiwilligen Tester derzeit mit einer Flut von Updates. Die Supersite for Windows meldet, die Nr. 10166 sei bereits die vierte Aktualisierung binnen elf Tagen. Ein klares Zeichen, dass das Betriebssystem in Kürze an die PC-Hersteller ausgeliefert werden soll. Ab dem 29. Juli wird die Software auch an Endkunden ausgeliefert.

Was Windows 10 schon kann – und was noch nicht

Öffentlicher Test von iOS 9 und OS X 10.11

Wenige Stunden später veröffentlichte auch Apple öffentlich zugängliche Vorabversionen seiner künftigen Betriebssystemversionen iOS 9 und OS X El Capitan. Bis dahin hatten nur registrierte Entwickler, die 99 Euro im Jahr bezahlen, Zugang zu den aktuellen Beta-Versionen.

Das Interesse scheint enorm gewesen zu sein. Jedenfalls berichtet beispielsweise The Register von Problemen aufgrund von überlasteten Servern und auch unsere ersten Versuche, uns für das Programm anzumelden, scheiterten an Fehlermeldungen. Mittlerweile scheinen die Probleme behoben.

iOS 9, das auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt wurde, verfügt über eine neue Suchfunktion, die auch das Web und App Stores durchflöht. Auf iPads bietet die Software jetzt die Möglichkeit, den Bildschirm für zwei parallel laufende Apps aufzuteilen.

Die Passbook-App wurde in Wallet umbenannt und soll künftig noch mehr digitale Kunden- und Eintrittskarten aufnehmen. Die Karten-App wurde ebenfalls überarbeitet und soll künftig auch Nahverkehrsinformationen anzeigen, vorerst allerdings nur in wenigen Städten.

Dieselbe Neuerung findet man auch in der Karten-App der öffentlichen Version von El Capitan, der neuen Version von Apples Desktop-Betriebssystem OS X. Genau wie iOS 9 kann man auch diese kostenlos bekommen, wenn man sich zum Betatest angemeldet hat. Das Update enthält viele unsichtbare Optimierungen und Fehlerbehebungen. Ausserdem wurden die Notizen-App, das E-Mail-Programm und der Safari-Browser überarbeitet.

iOS 9 und Apples News-App

Nicht so öffentlicher Test von Android M

Als Dritter hat auch Google das erste Update für die Android M Developer Preview veröffentlicht. Das enthält vor allem die allgegenwärtige Suchfunktion Now on Tap. Zudem gibt's ein neues System, mit dem man kleinteiliger festlegen kann, welche Rechte einzelnen Apps zugesprochen werden sollen. Auch eine neue Stromspartechnik wurde eingebaut, durch die Handy-Akkus länger durchhalten sollen.

Ausserdem gibt es etliche weitere Neuerungen. So werden Apps jetzt übersichtlicher sortiert und dargestellt und der Umgang mit Apps und Widgets generell vereinfacht. Die Schnelleinstellungen, die vom Sperrbildschirm aus erreichbar sind, lassen sich künftig personalisieren, externe Speichermedien und der Umgang mit Back-ups wurden überarbeitet.

Anders als Apple und Microsoft bezeichnet Google dieses Update aber ausdrücklich als Entwicklersoftware und nicht als öffentliche Beta. Bekommen kann sie trotzdem jeder. Die Einschränkung: Android M läuft derzeit nur auf dem Nexus 5, Nexus 6, Nexus 9 und dem Nexus Player.

Das hat Google mit Android vor

Regeln für Beta-Tester

Dass nebenbei auch noch Nokia eine Beta-Version der Android-Fassung seiner Karten-App Here veröffentlicht hat, fällt da kaum noch auf. Bemerkenswert ist aber, dass mittlerweile alle grossen Hersteller von Betriebssystemen ihre Software von normalen Anwendern testen lassen, bevor sie sie endgültig veröffentlichen.

Den Unternehmen spart das Geld. Statt eigene Abteilungen von Testern aufzubauen, die die halbfertigen Programme nach Fehlern absuchen, wird diese Aufgabe einfach an die User abgetreten. Doch scheint es reichlich Anwender zu geben, die keine Scheu haben, potenziell fehlerhafte Software auf ihre Rechner und Smartphones loszulassen. Die Neugier siegt.

Wer dieser Neugier nachgeben will, sollte sich allerdings der Gefahren bewusst sein, die Beta-Software mit sich bringt: Es können jederzeit unerwartete Fehler auftreten, die Daten oder Programme unbrauchbar machen. Deshalb sollte man zum einen dringend ein Back-up anfertigen, bevor man Beta-Software installiert.

Zum anderen sollte man solche Software nur auf Geräten verwenden, die nicht für das tägliche Leben oder die Arbeit gebraucht werden. Beta-Tester leben gefährlich. Aber wer diese Grundregeln befolgt, muss sich normalerweise keine Sorgen machen.

Das sind die 8 besten E-Mail-Apps für iPhone und Android, die dich keinen Rappen kosten

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tower204 20.07.2015 14:36
    Highlight Highlight Sehr Interessant, die Leute wohlen mehr Windows 10 weniger IOS. Ich hoffe Ihr nehmt das auch ernst.
  • riqqo 13.07.2015 16:49
    Highlight Highlight auf meinen geräten läuft die beta relativ gut. seit ios 7 habe ich immer die beta getestet und hatte selten probleme. dass der akku noch saugt und es ab und an mal rucklet, ist normal. leider ist die news-app noch unsichtbar und das wallet wird hier noch ein weilchen, keine verwendung haben.
    die grösste neuerung ist natürlich, dass ios 9 nicht mehr mit «helvetica» sondern der hauseigenen «san francisco» glänzt. dazu kann man bei meldungen oder links die aus der app führen auch gut wieder zurück (siehe foto). kleine aber feine anpassung. ;-)
    User Image
  • EvilBetty 13.07.2015 09:01
    Highlight Highlight Hahaa... El Capitan! Geil.

Wir haben die Smartphone-Tastatur ein Leben lang falsch bedient

Es gibt für alles eine Lösung. Zumindest in der Handywelt.

Es ist wirklich eine nervige Situation: Da hat man sich vertippt, will ein bereits fertiggeschriebenes Wort im Satz nochmal ändern. Und? Man kommt nicht hin!

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