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Spotify-Gründer Daniel Ek gibt sich zuversichtlich. Bild: Getty Images North America

Spotify verkündet 20 Millionen zahlende Kunden und freut sich über einen 500-Millionen-Dollar-Zustupf

Mit seinem neuen Streaming-Dienst will Apple den Musikmarkt aufmischen. Doch die Konkurrenz ist alles andere als ehrfürchtig: Spotify hat gerade neues Geld gesammelt und präsentiert steigende Nutzerzahlen.

11.06.15, 21:33 12.06.15, 11:34

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Wenn man aktuelle Artikel zu Apples neuem Musikdienst liest, schwingt mittlerweile oft ein wenig Ernüchterung mit. Revolutionär Neues bringt Apple Music offenbar nicht, und mit 256 kbps wird die Streaming-Datenrate wohl geringer sein als bei den meisten Konkurrenten. Trotzdem hat der Dienst gute Erfolgsaussichten: Dafür spricht schon die hohe Zahl von iOS-Nutzern, denen Apple den Dienst sicher mit hohem Werbeaufwand nahebringen wird.

Optimistisch in die Zukunft schauen kann aber auch der bisherige Marktführer: Spotify hat gerade eine Finanzierungsrunde angestossen, die dem schwedischen Unternehmen bis zum Dienstag 526 Millionen Dollar eingebracht hat, umgerechnet 465 Millionen Euro.

Ein grosser Teil der Geldspritze ist eine Investition des Telekommunikationskonzerns Telia Sonera, der 115 Millionen Dollar beisteuert. Der führende Mobilfunkbetreiber in Schweden und Finnland erhält dafür einen Unternehmensanteil von 1.4 Prozent. Insgesamt wird Spotify laut dem «Wall Street Journal» mit 8.53 Milliarden Dollar bewertet.

Spotify legte zeitgleich neue Angaben zu den Nutzerzahlen vor. Ende Mai 2015 zählten die Schweden demnach weltweit 75 Millionen Nutzer. 20 Millionen davon seien zahlende Kunden, heisst es. Damit konnte der Musikdienstleister seinen Kundenstamm binnen einem Jahr verdoppeln, Ende Mai 2014 gab es noch zehn Millionen Abonnenten. Auch der Umsatz ist im letzten angestiegen, laut der Nachrichtenagentur Reuters um 45 Prozent auf 1.1 Milliarden Euro. Trotz dieses Wachstums machte das Unternehmen 2014 aber Verluste in Millionenhöhe.

Auch Videoinhalte im Angebot

Spotify bemüht sich derzeit, sein Angebot über Musik hinaus auszubauen, mit Videoinhalten von Fernsehsendern und anderen Medien. Ausserdem will der Dienst mit intelligenten Services punkten: So kann etwa die Spotify-App beim Joggen die Auswahl der Musikstücke an das Lauftempo anpassen. Ausserdem sollen Vorschläge für die Nutzer stärker auf deren Musikgeschmack zugeschnitten werden.

Während Apple sein Angebot zu einem ähnlichen Preis wie dem von Spotifys Bezahlvariante offeriert, bieten die Schweden zusätzlich eine kostenlose Dienstversion, die sich über Werbung finanziert.

Laut eigenen Angaben hat Spotify seit der Gründung 2006 drei Milliarden Dollar an die Musikindustrie ausgeschüttet. Im ersten Quartal 2015 sei die Summe von 300 Millionen Dollar an die Rechteinhaber gegangen. (meu)

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