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Kanye Wests neues Album bricht jetzt schon Rekorde – was illegale Kopien angeht

Weil es Kanye Wests neues Album nur bei einem Nischen-Streamingdienst gibt, verbreitet es sich im Rekordtempo als Schwarzkopie. Der Rapper twittert unterdessen wieder einmal am Rande des Wahnsinns.

Christian Stöcker



Ein Artikel von

Spiegel Online

Kohärenz und präzise Planung gehören nicht zu den Eigenschaften, die man mit Hip-Hop-Star Kanye West als erstes assoziieren würde – und die Veröffentlichung seines neuen Albums «The Life of Pablo» wird daran nichts ändern. Gleich zweimal änderte West in letzter Sekunde die Veröffentlichungsstrategie – und sorgte damit unter anderem dafür, dass das Album nun als illegale Kopie Rekorde aufstellt.

NEW YORK, NY - FEBRUARY 11:  Kanye West performs during Kanye West Yeezy Season 3 on February 11, 2016 in New York City.  (Photo by JP Yim/Getty Images for Yeezy Season 3)

Exzentrischer Twitter-User: Kanye West.
Bild: Getty Images North America

Zunächst hatte West die Platte über seine eigene Website verkaufen und parallel über den Streamingservice Tidal seines Kumpels Jay-Z vertreiben wollen. Sieben Tage später sollte es dann als bezahlter Download via iTunes verfügbar sein.

Dann, kurz nach dem offiziellen Start, verschwand das Album von der West-Website – und auch der iTunes-Plan platzte. Via Twitter teilte der, vorsichtig formuliert, engagierte Twitterer West dann mit: «Mein Album wird es niemals niemals niemals bei Apple geben, man wird es nie kaufen können… Ihr bekommt es nur bei Tidal.» Viel Spott war die Folge. «Aus Tidal wird nie was» und ähnlich lautende Tweets sammelten sich als Antworten unter der Ankündigung an.

App-Erfolg für Tidal – aber ist der wirklich dauerhaft?

Für den Streamingdienst Tidal, den Jay-Z als die Heimat der Künstler zu vermarkten versucht und der ausserdem mit besonders hoher Soundqualität wirbt, könnte sich das Kanye-Album dennoch als Glücksfall erweisen: Im US-App-Store schoss die Tidal-App auf Platz eins unter den kostenlosen Apps – kostenlos ist allerdings nur das Programm, nicht die Abonnements innerhalb davon.

Tatsächlich ist Tidal durchaus nicht billig: In Deutschland kostet das Standard-Abo mit normaler Klangqualität 10 Euro pro Monat, die Luxusvariante «Tidal Hifi» mit verlustfreiem Sound 20 Euro. Wenn man das Abo über eine iOS-App abschliesst, werden sogar 13 oder 26 Euro fällig.

Es gibt allerdings einmonatige Probe-Abos. Viele Nutzer in den USA dürften so eines abgeschlossen haben, um sich das West-Album anhören zu können: «Ich werde mein Abo trotzdem nach 30 Tagen wieder kündigen», twitterte ein Nutzer zum Beispiel. Unter den umsatzstärksten Apps landet Tidal in den USA derzeit nur auf Platz 30, wie TechCrunch berichtet.

Eine weitere Form des Spotts auf Twitter: Nutzer fertigten Abwandlungen des eher eigenwillig gestalteten Albumcovers an, in denen sie den Titel «The Life of Pablo» durch «Tidal ist Mist» ersetzten.

Ob sich die Probehörer in zahlende Kunden verwandeln, wird man erst in 29 Tagen sehen. Klar ist aber schon jetzt, dass die künstliche Verknappung noch einen weiteren Effekt hat: «The Life of Pablo» stellt gerade Rekorde auf, was illegale Downloads angeht.

10'000 Anbieter der illegalen Kopie – gleichzeitig

Beim stets gut informierten Filesharing-Blog «Torrent Freak» schätzt man, dass das Album in den ersten 24 Stunden mehr als 500'000 Mal als Torrent heruntergeladen wurde. Bis zu 10'000 Nutzer bieten das Album derzeit als «Seeder» parallel zum Download an, «etwas, das wir bei Musikveröffentlichungen noch nicht gesehen haben», so «Torrent Freak». Und all das, obwohl die Piratenjäger des US-Musikbranchenverbandes RIAA offenbar fleissig dabei sind, Torrents und andere illegale Kopien des Albums aus dem Netz zu räumen.

Über Plattformen, die nicht über Peer-to-Peer-Protokolle funktionieren, sondern direkte Downloads anbieten, werden weitere Kopien des Albums verbreitet. Die Gesamtzahl der kostenfreien, aber illegalen Downloads dürfte also noch höher liegen.

West bettelt um Geld – bei Mark Zuckerberg und Larry Page

Allzu grosses Unrechtsbewusstsein scheint dabei nicht zu herrschen – manche Twitterer antworteten auf Wests Werbe-Tweets für Tidal sogar mit einem Direktlink zu einem «Life of Pablo»-Torrent. Andere importierten die illegal gesaugten Kopien offenbar in ihre iTunes-Bibliotheken, um den Rapper anschliessend mit Screenshots derselben zu verspotten.

West hält eigenen Angaben zufolge selbst einen kleinen Anteil an Tidal. Ob die neugewonnenen Probeabonnenten reichen, seine finanziellen Probleme zu lösen, scheint aber mindestens zweifelhaft. Vor einiger Zeit verkündete der Rapper, – wieder bei Twitter – er persönlich habe 53 Millionen Dollar Schulden. Am Sonntagabend, kurz vor Veröffentlichung des neuen Albums, war er bei Twitter ebenfalls in eigener Sache unterwegs – er bat die Milliardäre des Silicon Valley um sehr grosszügige Kredite.

«Mark Zuckerberg, investiere 1 Milliarde Dollar in Kanye-West-Ideen», lautete ein Tweet. Es folgten drei weitere, in denen er Zuckerberg anflehte, sich zu melden und seine Fans aufforderte, den Facebook-Chef über «Facetime, Facebook, Instagram oder was auch immer» zu kontaktieren, und für Wests Anliegen zu werben. Als Zuckerberg nicht reagierte – diverse West-Follower empfahlen, es doch lieber via Facebook zu versuchen – wandte der Rapper sich stattdessen an den Google-Chef: «Hey Larry Page, deine Hilfe würde ich auch annehmen …»

Ob einer der Angesprochenen reagiert hat, ist bislang nicht bekannt.

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