Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Spotify CEO Daniel Ek speaks during a media event in New York, U.S., May 20, 2015. REUTERS/Shannon Stapleton/File Photo

Der Spotify-Chef zieht in den Kampf gegen Apple. Bild: SHANNON STAPLETON/REUTERS

Spotify wirft Apple Schikane vor: «Sie drohten unsere App zu entfernen, wenn wir nicht gehorchen»

Spotify beschuldigt Apple, mit seinem App Store Politik zu machen: Als Konkurrenz zum Streaming-Dienst Apple Music werde man behindert. Der beschuldigte Konzern arbeitet laut einem Bericht derweil an der Übernahme eines weiteren Konkurrenten.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Spotify wirft Apple vor, den App-Genehmigungsprozess des App Store zu nutzen, um Konkurrenten des Streamingdienstes Apple Music zu behindern. «Wir können nicht einfach zusehen, wie Apple den Genehmigungsprozess des App Store als Waffe benutzt», zitiert die Tech-Website «recode» aus dem Schreiben des Chefanwalts von Spotify.

Abgeschickt wurde der Brief bereits am 26. Juni. Erst jetzt wurde er auch einigen US-Politikern und dem Tech-Portal «recode» zugeschickt. Das Timing dürfte kein Zufall sein. Genau vor einem Jahr hatte Apple sein Musik-Angebot online gebracht.

Das Apple-Music-Schlamassel

Von Anfang an gab es reichlich Kritik daran. Zum einen machten Software-Fehler vielen Nutzer zu schaffen: Songs wurden doppelt angezeigt, beim Aktivieren der iCloud-Musikbibliothek und beim Anlegen und Verwalten von Playlists gab es Probleme, die nur nach und nach per Update beseitigt wurden.

Viele User beklagten sich auch über die nicht klar genug strukturierte Benutzeroberfläche. Ein Mangel, der erst im Herbst mit iOS 10 und macOS Sierra ausgebügelt werden soll.

Apple und Spotify im Krieg

Spotify klagte schon kurz nach der Einführung von Apple Music über Apples Regel, dass man digitale Einkäufe, auch wenn es um Abos geht, auf Apple-Geräten grundsätzlich über Apples Bezahlmodell abwickeln muss. Der Konzern streicht dabei stets 30 Prozent Provision ein, egal ob man eine App für 99 Rappen oder ein Jahresabo für rund 120 Franken kauft. Spotify hatte damals versucht, potenzielle Kunden mit einer Anleitung zu zeigen, wie man seinen Dienst unter Umgehung des App Store günstiger abonnieren kann.

«Apple drohte unsere App zu entfernen, wenn wir nicht aufhören zu erzählen, wie man ein Spotify-Abo günstiger ohne App Store abschliessen kann.»

Spotify
recode

Dasselbe Thema ist nun Auslöser für Spotifys Brief an Apple. Laut «recode» beschuldigt Spotify Apple, die Veröffentlichung einer neuen Version der Spotify-App zu verweigern. Zur Begründung heisse es, die App verstosse gegen «Regeln des Geschäftsmodells». Ausserdem würden die Schweden in dem Schreiben aufgefordert, Apples Abrechnungssystem zu verwenden, wenn sie neue Kunden gewinnen und Abos abschliessen wollen.

Zuvor hatte Spotify jede Abo-Möglichkeit aus seiner iOS-App entfernt. iPhone-, iPad- und Mac-Anwender haben derzeit kaum eine andere Chance, zahlende Kunden zu werden, als sich auf der Spotify-Website zu registrieren. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC hatte der Konzern einen Versuch gestartet, solchen Tendenzen entgegen zu wirken. Von Abos, die länger als ein Jahr laufen, will das Unternehmen bald nur noch 15 Prozent Provision einstreichen. Für Spotify geht das augenscheinlich nicht weit genug: Die Schweden wollen nicht mit Apple teilen.

Eben deshalb ging besagter Brief nun nicht nur an die Presse, sondern wurde auch einigen Politikern zugestellt. Offenbar will das Unternehmen damit seinen Standpunkt vermitteln, Apples Preispolitik sei wettbewerbsschädigend und diene dazu, Apple Music zu stärken.

Spotify hat 100 Millionen Nutzer (davon 30 Millionen zahlende Abonnenten)

Image

Apple Music hat Spotify nicht gebremst, sondern das Wachstum der Schweden noch beschleunigt. bild: statista

Abonnenten-Wachstum von Spotify von 2010 bis 2016

Image

Spotify hat 30 Millionen zahlende Abonnenten, doppelt so viele wie Apple Music. Apples Streaming-Dienst kann im Gegensatz zu Spotify nur kostenpflichtig genutzt werden. bild: statista

Umfrage

Wie hörst du primär Musik?

  • Abstimmen

1,426 Votes zu: Wie hörst du primär Musik?

  • 58%Spotify
  • 13%Apple Music
  • 5%Google Play Music
  • 5%YouTube
  • 7%andere Musik-App
  • 5%Radio
  • 3%CD
  • 5%etwas anderes

Und jetzt auch noch Tidal?

Der beschuldigte Konzern äusserte sich dazu ebenso wenig wie zu Gerüchten wonach man an den von Rapper Jay Z gegründeten Streamingdienst Tidal übernehmen wolle. Das «Wall Street Journal» hatte berichtet, entsprechende Verhandlungen seien im Gange.

Tidal ist insofern interessant und anders als Spotify oder Apple Music, weil neben Jay Z weitere 16 Künstler und Bands Anteile an dem Unternehmen halten. Darunter Kanye West, Beyonce, Arcade Fire und Daft Punk. Diese Konstruktion hat es ermöglicht, bestimmte Alben der Anteilseigner zumindest zeitweilig exklusiv über Tidal anzubieten.

Dem Blog «9to5mac» gegenüber erklärte ein Tidal-Sprecher allerdings schnell, dass es keine Gespräche mit Apple gegeben habe.

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Link to Article

Punk oder Schlager? Erkennst du es an der Textzeile?

Link to Article

24 Skinhead-Reggae-Tracks für deine perfekte Dance-Party

Link to Article

26 grosse Fragen der Popmusik – von Queen bis Gölä – und die Antworten darauf

Link to Article

16 extrem deprimierende Musik-Fakten (der Schweizer Beitrag ist fast der schlimmste imfall)

Link to Article

Heil, Heil, Rock'n'Roll: Weshalb fahren gewisse Rocker auf Nazi-Kram ab?

Link to Article

Der gefährlichste Song der Welt ist ...?

Link to Article

Und NUN: 10 hammergeile Elvis-Songs, die du vermutlich nicht kennst. Gern geschehen!

Link to Article

Zum 25. Todestag: Das war das extravagante Leben von Freddie Mercury

Link to Article

«Die heissen WIE? Hitler Stole My Potato? Eh nöd!»: Welche dieser absurden Bandnamen sind echt?

Link to Article

So ist es wirklich, als Schweizer Rock'n'Roll-Band quer durch Europa zu touren

Link to Article

SIDO macht endlich wieder Hip-Hop und greift gleich alle (Medien) an, Masafaka!

Link to Article

Es muss einfach mal gesagt werden: The Ramones sind die beste Band der Welt

Link to Article

28 super Surf-Music-Tracks, um deinen Sommer noch etwas zu verlängern

Link to Article

Adieu, Leonard Cohen: Du warst die harte Liebesprüfung, die mein Vater bestehen musste

Link to Article

Halloween mit passendem Soundtrack: 10 Psychobilly-Bands, die du kennen solltest

Link to Article

«Kräss!» – Es folgt ein Interview, das sich auch Vegetarier problemlos anschauen können: FETTES BROT – tschäggsch? Haha. Okay, sorry ...

Link to Article

Kool Savas im Interview: «Wem ich gerne mal die Fresse polieren würde? Dem Nestlé-Chef»

Link to Article

Wenn du dieses Interview mit Admiral James T. liest, wirst du es noch mehr bedauern, dass er geht

Link to Article

Wir waren bei Bastian Baker im Hotelzimmer – und ja, es gibt ein Video davon! Sogar zwei

Link to Article

Wie aus Winterthurer Utopie schönste Schweizer Musikgeschichte wurde

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

mak

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jesse.pinkman 01.07.2016 18:13
    Highlight Highlight wenn spotify noch gesperrt wird gibts dann halt ein htc...
    42 0 Melden
    • Sir Jonathan Ive 04.07.2016 11:36
      Highlight Highlight Wird es logischerweise nicht. So lange Spotify sich an die Regeln hält wie alle anderen auch, geschiet auch ihrer App nichts.
      Die Bezahldienst Regeln haben sich übrigens nach dem Release von Apple Music nicht geändert. Für jeden App hersteller gelten die selben wie schon immer. Was Spotify möchte, ist eine Sonderbehandlung wegen ihrer Grösse und da muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass Apple da nicht mitmacht.

      Das hat sich auch im Verlaufe der Debate zwischen den beiden Konzernen dann immer stärker herausgestellt.
      0 1 Melden
  • Dä Brändon 01.07.2016 17:28
    Highlight Highlight Das war bei Apple schon immer so. Ist nicht neues.
    37 2 Melden
    • Gustav.s 01.07.2016 18:06
      Highlight Highlight Durch seine Marktmacht hat Apple mit IOS hier möglicherweise dieselbe Bedeutung wie Swisscom fürs Festnetz.
      Sollte dies so zutreffen müsste man prüfen ob den Anbietern von z,b Streamingdiensten dieselben Preise möglich sind wie Apple selbst.
      9 2 Melden
  • ManuTI 01.07.2016 14:21
    Highlight Highlight Jöö armes Spotify. Die Regeln von Apple sind klar dokumentiert und für jedermann ersichtlich. Wem's nicht passt, der kann ja sein Produkt auf einer anderen Plattform verkaufen.
    24 207 Melden
    • Olaf! 01.07.2016 14:57
      Highlight Highlight Wolllen sie ja, auf dem Medium eigene Webseite, nur passt das Apple nicht. Artikel lesen und so.
      138 15 Melden
    • ManuTI 01.07.2016 15:14
      Highlight Highlight Ich habe den Artikel sehr gut gelesen, danke.
      Wenn ich sage "andere Plattform", meine ich z.B. Android.
      Gemäss Apple Regeln darf man nur das "In-App Purchase" Verfahren anwenden in den Apps, und das kostet den Verkäufer (Spotify) 30%. Das wollen sie nicht. Kunden auf die eigene Webseite zu schicken, um dort mittels Kreditkarte zu zahlen, ist ebenfalls nicht erlaubt.
      Das sind die Apple Regeln. Wie gesagt, das ist nichts neues, aber nur jetzt reklamiert aufs mal Spotify. Apple hat da gar nichts geändert. Spotify möchte auf einmal neue Spielregeln und macht dabei einen Shitstorm.
      21 124 Melden
    • one0one 01.07.2016 15:45
      Highlight Highlight Es gibt ja bei Spotify auf apple produkten keine in App kaeufe mehr... Man muss auf die website. Das ist kein in app verkauf. Das passt aber apple nicht. Jetzt will apple spotify dazu zwingen das wieder in app verkaufe moeglich sind. Natuerlich mit apple konditionen... Spotify war cleverer als apple und nun versucht apple einfach spotify ganz zu verbannen... Das sich da spotify wehrt ist nachvollziehbar. Richtig lesen, und dann nochmal, eventuell sitzt es dann ;)
      87 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • C0BR4.cH 01.07.2016 13:44
    Highlight Highlight Typisch Apple. Unlauterer Wettbewerb wo man nur hinschaut.
    159 24 Melden
    • Zern 01.07.2016 15:56
      Highlight Highlight Auf der einen Seite geb ich Dir vollkommen Recht, denka aber auch, dass Apple durchaus einen "Obolus" verdient hat, ich möchte ja nicht wissen, wie sich Spotify ohne IOS entwickelt hätte. Die 30%/15% sind aber effektiv zuviel.
      11 28 Melden
    • Sir Jonathan Ive 04.07.2016 11:42
      Highlight Highlight @Cobra.cH
      Was bedeutet da unlauter Wetbewerb.
      Die Regeln sind noch die selben wir vor Apple Music und gelten für jeden. Bisher hat sich keiner beklagt. Jetzt möchte Spotify seine Grösse ausnutzen, um eine Extrabehandlung zu bekommen. Das halte ich nicht für richtig.

      Allerdings muss auch ich sagen, dass Gebühren von 30% zuviel sind. 15% gehen aber meiner Meinung nach in Ordnung.
      0 2 Melden
    • Milli Vanilli 04.07.2016 13:13
      Highlight Highlight Ich denke das problem ist dieses: Apple Music und Spotify sind "ähnliche Angebote" - Musikstreamingdienste. Der eine muss 30% abliefern wenn er in-app purchases anbieten will, der andere nicht (weil er der Besitzer des "Shops" ist). Obschon die Regeln im Apple Shop klar sind, bekannt sind und sich auch nach geändert haben, so sind sie dennoch für ähnliche Produkte ungerecht. Es verzerrt den Wettbewerb, wenn nur die Konkurrenz so etwas wie einen Strafzoll zahlen muss. Vielleicht verunmöglichen 30% einen kleinen Konkurrenten sein Produkt wettbewerbsfähig anzubieten.
      0 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Otto hat gerade das OnePlus 6T geleakt – und zwar von A bis Z

Die Show ist von langer Hand geplant. Die Einladungen an die Medien sind längst verschickt. Am 29. Oktober wollten die aufstrebenden Chinesen von OnePlus ihr neues Top-Smartphone in New York offiziell präsentieren. Auf den Überraschungseffekt können sie dabei nicht mehr zählen, da das OnePlus 6T bereits jetzt in all seiner Pracht beim deutschen Händler Otto auf der Webseite aufgetaucht ist – inklusive aller Spezifikationen (am Ende des Artikels zu finden).

Laut Otto hat das neue OnePlus-Gerät …

Artikel lesen
Link to Article