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Bühne frei für den neuen Musikdienst, der Streaming und Live-Radio beinhaltet. screenshot: youtube

Heute kommt Apple Music. Das musst du zum Start wissen

Am Abend lanciert Apple seinen Spotify-Killer gratis und auch für PC-Nutzer. Hier sind alle wichtigen Informationen zum neuen Angebot, das die Musikwelt verändern soll.

29.06.15, 22:57 30.06.15, 19:10

Wann kommt Apple Music?

Am Dienstag, 30. Juni 2015.

Um 17 Uhr soll Apple neue System-Software zum Download freigeben. Diese Software wird den Zugang ermöglichen (siehe unten).

Zu Apple Music gehört der neue Internet-Radiosender Beats 1, der laut Ankündigung um 18 Uhr sein Live-Programm startet. 

Wer die Lancierung nicht verpassen möchte, kann sich zu dieser Facebook-Veranstaltung von iTunes anmelden.

Wie kann ich Apple Music nutzen?

  1. Ab dem 30. Juni, ca. 17 Uhr, iOS 8.4 herunterladen und/oder die neuste iTunes-Version installieren.
  2. Die neue Musik-App von Apple öffnen, respektive das neue iTunes-Programm auf dem Computer.
  3. Als Neumitglied bei Apple Music anmelden und den Service drei Monate lang kostenlos ausprobieren oder stattdessen mit der Apple-ID anmelden und das eingeschränkte Gratisangebot nutzen.

Was beinhaltet Apple Music?

«Apple Music bietet drei Dinge in einem», sagte Jimmy Iovine bei der Vorstellung des neuen Musikdienstes Anfang Juni. Damit bezog sich der Gründer von Beats Music auf ein legendäres Zitat von Steve Jobs, der das Ur-iPhone als drei Geräte in einem bezeichnet hatte.

Genügt das Gratisangebot?

screenshot: apple.com

Im Wesentlichen enthält das Gratisangebot nur Apples neues, werbefinanziertes Internet-Radio Beats 1. Alle Zusatzfunktionen zum Streaming-Dienst, wie etwa das Speichern von Songs für die Offline-Wiedergabe, gehören zum Bezahl-Abo.

Was kostet Apple Music?

Die dreimonatige Probemitgliedschaft ist gratis. Ab dann bezahlt man voraussichtlich 12.90 Franken pro Monat. Das zumindest ist der inoffizielle Preis, der über die Beta-Version von iOS 8.4 «geleakt» ist. Den offiziellen Preis gibt Apple zum Start bekannt.

Zum Vergleich: Spotify kostet 12.95 Franken.

Im Prinzip geht es noch günstiger, wenn sich mehrere Personen ein Abo teilen. Siehe dazu weiter unten: Kann man Apple Music gemeinsam nutzen?

Obacht! Bei Ablauf der Probezeit verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch und Apple kassiert den Betrag monatlich über die im eigenen Apple-Account hinterlegte Zahlungsmethode. So lange, bis man die automatische Verlängerung in den Einstellungen (Musik-App bei iOS oder iTunes) deaktiviert.

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Wie viele Songs gibt es?

Fas alles, was iTunes zu bieten hat. Um die 30 Millionen Songs – und nun sogar auch die Hardrockalben von AC/DC, die sich lange gegen das Streaming sträubten. Ausserdem können die Nutzer bis zu 10'000 eigene Songs hochladen. Im Herbst soll die Speicherlimite auf 100'000 Songs erhöht werden.

Kann man Apple Music gemeinsam nutzen?

Mit iOS 8 hat Apple im vergangenen Herbst Family Sharing eingeführt. Seither können mehrere Mitglieder eines Haushalts Einkäufe aus iTunes und iBooks sowie dem App Store gemeinsam nutzen.

Mit iOS 8.4 wird Family Sharing auf Apple Music ausgedehnt. Bis zu sechs Familienmitglieder können dann den Dienst gemeinsam nutzen. 

Der Schweizer Preis ist noch nicht offiziell bekannt, laut iOS 8.4 Beta sind es 19.90 Franken. 

In den USA hat Apple den offiziellen Preis bereits kommuniziert: 14.99 US-Dollar.

Die Familienfreigabe setzt, wie der Name sagt, voraus, dass die Nutzer im gleichen Haushalt leben. Nun könnte man versucht sein, Apple ein Schnippchen zu schlagen und Freunde profitieren zu lassen. Das dürfte allerdings in der Praxis schwierig sein. Denn während man bei Spotify und anderen Streaming-Diensten einfach die Login-Daten weitergeben kann, muss man bei Apple Music quasi die Apple-ID teilen.

Geht's noch günstiger?

Wir werden sehen.

Auf welchen Geräten ist Apple Music verfügbar?

Auf allen Geräten, auf denen das Betriebssystem iOS 8 läuft, das heisst: iPhone 4S oder neuer, iPad 2 oder neuer, iPod Touch (5. Generation, 2012 lanciert)

Apple Music ist ausserdem auf Macs und PCs verfügbar. Über die neue iTunes-Software.

Und es funktioniert auch mit der Apple Watch. Wer für Apple Music bezahlt, kann Songs auf das iPhone herunterladen und auf die Uhr übertragen.

Bis Ende Jahr soll Apple Music auch auf Sonos-Geräten verfügbar sein.

Was ist mit Android?

Die Android-App kommt laut Apple-Website im Herbst. Voraussichtlich zeitgleich mit iOS 9. Dann wird Apple Music auch auf der Set-Top-Box Apple TV laufen.

Warum lanciert Apple einen eigenen Streaming-Dienst?

Es ist wie bei «Game of Thrones»: Alles dreht sich um Ruhm und Ehre Geld und Macht.

In welchen Ländern ist Apple Music zum Start verfügbar?

Laut offizieller Ankündigung in über 100 Ländern, darunter die Schweiz und Deutschland.

Der US-Techblog Cult of Mac hat die folgende Weltkarte zusammengestellt, die allerdings mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen ist.

bild: cult of mac/evan killham

Sicher ist: Weitere Länder sollen folgen.

Macht Apple Music den bisherigen Service iTunes Match überflüssig? 

Eigentlich schon, aber: iTunes Match, das die eigene Musiksammlung auf Apple-Servern (iCloud) bereitstellt, kostet nur 35 Franken im Jahr. Wer auf die Funktionen von Apple Music verzichten kann und weiterhin nur die eigenen Songs auf allen Apple-Geräten verfügbar haben will, fährt mit iTunes Match günstiger. 

Weitere Fragen?

Der US-Techblog The Verge bietet ein alles umfassendes FAQ.

Offizielles Promo-Video zu Apple Music

YouTube/Apple

Noch unbeantwortet ist die Frage, wie Künstler von Apple Music profitieren werden. Zumindest die Weltstars scheinen sich auf die neue Plattform zu freuen.

Wendepunkt in der Musikindustrie 

Apple Music startet an einem kritischen Wendepunkt für die Musikindustrie. Noch macht die Branche den Grossteil ihres Geschäfts mit der guten alten CD und Songs, die man zum Herunterladen kaufen kann. Doch diese beiden Geschäftsmodelle sind auf dem Rückzug. Die entscheidende Frage aus Sicht der Musikindustrie ist, ob die CD- und Download-Käufer sich für kostenpflichtige Abo-Dienste oder Gratismusik bei YouTube und einigen Streaming-Angeboten entscheiden.
«Die grossen Musikkonzerne sind der Meinung, dass kostenlose Streaming-Dienste verschwinden müssen. Die Frage ist, wie schnell und auf welche Weise das erreicht wird», sagt ein Branchen-Insider. Dabei hofften sie auch auf die Zugkraft von Apple. (sda)

Die grosse Apple-Sause WWDC 2015: Alles Wichtige auf einen Blick

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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23
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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stef2014 03.07.2015 09:57
    Highlight Nach 3 Tagen AM bin ich auch ziemlich begeistert. Bin erstmals auf einen Streamingdienst umgestiegen nach jahrelangem Kaufverhalten. Lediglich die Music-App auf dem Ipad erachte ich noch nicht als ausgereift. Die ist etwas umständlich. Aber da hat iTunes noch nie sonderlich geglänzt. Was z.B. fehlt ist die Zufallswiedergabe der gesamten Musikbiblio. Das geht nur in den Playlists. Diese Funktion aus dem klassischen iTunes vermisse ich....Werde wohl auch nach den 3 Monaten bei AM bleiben.
    1 1 Melden
  • alex DL 02.07.2015 21:43
    Highlight 3 Tage AppleMusic mit seinem Herz Beats1 haben mich zum einen mehr als positiv überrascht, zum anderen meine Beziehung zu meinem heissgeliebten Spotify echt belastet. Einer der besten Leistungen von Apple, ganz sicher die beste seit dem iPad.
    1 1 Melden
  • Matthias Studer 02.07.2015 15:02
    Highlight Vielleicht noch wichtig. Apple setzt bei der Musik der Nutzer einen Kopierschutz. Also nach Ablauf des Abo's kann die eigene Bibliothek nicht mehr genutzt werden. In dem Sinn nicht als Backup für die eigene Musik tauglich.
    0 0 Melden
    • stef2014 03.07.2015 09:54
      Highlight M.W. läuft das bei allen Streamingdiensten so, dass die Musik nach Ablauf des Abos weg ist. Liegt in der Natur des Streamings.
      0 1 Melden
    • Matthias Studer 03.07.2015 12:51
      Highlight Stimmt nicht. Google Play Music kann ich ohne Probleme als Backup nutzen. Auch ohne Abo bis 20 k Lieder und wieder runterladen ohne Kopierschutz.
      0 0 Melden
  • Max Havelaar 30.06.2015 09:48
    Highlight Naja. Erst mal kucken, dann mal schauen ;-)
    4 2 Melden
  • Triumvir 30.06.2015 09:42
    Highlight Also ich freue mich und bin bereits ab heute Abend dabei :-) Apple ist einfach geil. Punkt. Und ja, ich bin tatsächlich ein bissel ein Fanboy, so what ;-P
    12 6 Melden
  • rabatt13 30.06.2015 09:27
    Highlight Schade, dass dieser Bericht doch ein bisschen einseitig ist, gerne hätte ich mehr Vergleiche zu Spotify oder GoogleMusic gesehen. Bei Spotify zum Beispiel bietet die Gratisversion doch ein bisschen mehr...
    Ich sehe hier leider nur viel Apple-Werbung, inklusive Promovideo am Schluss
    6 4 Melden
  • fraeni 30.06.2015 08:58
    Highlight Würde sofort von Spotify zu Apple Music wechseln, könnte ich alle meine Playlists mitnehmen :-)
    8 5 Melden
  • droelfmalbumst 30.06.2015 08:22
    Highlight mhh hatte 6 jahre lang ein iPhone und nie iTunes benutzt... habs auch nie gebraucht. noch ein streaming dienst braucht es definitiv nicht. war aber klar dass apple da auch mit einsteigt... immerhin ist die tendenz ja klar...am ende bieten eh alle das gleiche...schön wäre dass man vereinfacht zu speziellen tracks kommt, mixtapes etc. und nicht mit kommerz zeug ala Jason Derulo *würg* bombardiert wird... zum teil muss ich stundenlang herumsuchen bis ich tracks finde... aber da bin ich selber schuld dass ich nur spezielles zeug höre... lol
    3 12 Melden
  • Raffaele Merminod 30.06.2015 07:50
    Highlight Unglaublich wie viel Gratiswerbung Apple-Produkte immer bekommen.
    17 12 Melden
    • droelfmalbumst 30.06.2015 08:18
      Highlight marketing... das zauberwort lautet marketing
      5 8 Melden
    • @schurt3r 30.06.2015 09:43
      Highlight Hmm, bei «Immer»-Aussagen bin ich immer skeptisch ;-)
      Zum aktuellen Bericht: Apple steigt ins Streaming-Geschäft ein, das wird massive Auswirkungen auf die Branche haben und interessiert Millionen Nutzer weltweit.

      In diesem Service-Beitrag geht es darum. Zum Streaming-Business (Gewinner, Verlierer) gibts in Kürze mehr.
      8 5 Melden
    • Raffaele Merminod 30.06.2015 15:37
      Highlight Ich wäre bei der Kombination "Apple" und "immer" nicht so skeptisch. Wenn gerade keine Nachricht von Apple gerade da ist, dann stellt man irgendwelche "so könnte das neue XY von Apple aussehen" vor.
      Vielleicht ist Apple auch so erfolgreich, weil sie eben so viel Gratiswerbung bekommen?
      2 0 Melden
  • Matthias Studer 30.06.2015 01:36
    Highlight Ich sehe immer noch keinen Vorteil zu Google Music. Ich wechsle nicht.
    13 11 Melden
    • @schurt3r 30.06.2015 07:21
      Highlight Google Music bietet meines Wissens (noch) keine Familienfreigabe. Bei Apple Music können dank Family Sharing mehrere Personen massiv günstiger mithören.

      Und ich erhoffe mir doch einiges von der Beats-Übernahme. Knackigere Playlists/Musikempfehlungen von Experten. Wir werden es schon sehr bald herausfinden ;-)
      13 9 Melden
    • Matthias Studer 30.06.2015 08:41
      Highlight dafür muss ich kein Abo haben um Musik hochzuladen. Und das mit der Familie wird auch nicht gerade so überzeugen. Denke die Teens werden sich eher selber ein Abo zulegen.
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    • Gelöschter Benutzer 30.06.2015 09:50
      Highlight @Matthias. Familie oder Kollegenkreis ist eigentlich dasselbe... heisst pro Person CHF3.35 pro Monat
      3 3 Melden
    • Matthias Studer 30.06.2015 11:34
      Highlight @p4trick, denke nicht das es im Kollegenkreis gehen wird. Bin eher gespannt wie das verknüpfen gehen soll. Wahrscheinlich gibt man ein Hauptaccount ein und ein paar Unteraccount die sich evtl. noch vom 'Master' kontrollieren lassen.
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  • aye 30.06.2015 00:41
    Highlight Apple steigt wohl gerade rechtzeitig in den Markt ein. Bereits jetzt gab es im Streaming-Markt jährliche Steigerungen von an die 40 Prozent. Zwar kommen weltweit nur gut ein Drittel der Einnahmen aus digital vertriebener Musik von Streaming Diensten, es gibt aber grosse Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern.

    http://www.ifpi.org/downloads/Digital-Music-Report-2015.pdf
    5 0 Melden
  • Teslaner 30.06.2015 00:20
    Highlight Ersetzt Apple Music auch itunes radio? Bzw. Wird es gerade kombiniert?

    0 0 Melden

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