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epa04344005 (FILE) A file still image made from a video, believed to have been made on 9th October and released by Wikileaks 12 October 2013 showing fugitive National Security Agency systems analyst Edward Snowden speaking at a dinner in Moscow. Media reports on 07 August 2014 state that  Russia has extended the residence permit of former US intelligence contractor Edward Snowden by three years, his lawyer Anatoly Kucherena said.  EPA/WIKILEAKS / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/WIKILEAKS

NSA-Whistleblower:

Edward Snowden bekommt Alternativen Nobelpreis 

Grosse Ehre für Edward Snowden: Weil er mit «Mut und Kompetenz» die Überwachung des US-Geheimdienstes NSA aufgedeckt hat, bekommt er den Alternativen Nobelpreis – gemeinsam mit «Guardian»-Herausgeber Alan Rusbridger. 

24.09.14, 15:35 24.09.14, 18:45

Benjamin Knaack / Spiegel Online

Ein Artikel von

Der Whistleblower Edward Snowden wird gemeinsam mit dem Herausgeber der englischen Tageszeitung «Guardian», Alan Rusbridger, mit dem Ehrentitel des Alternativen Nobelpreises ausgezeichnet. Das gab das Komitee in Stockholm am Mittwoch bekannt.

Snowden habe die Auszeichnung verdient, «weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmass staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmässige Rechte verletzt», hiess es in der Stellungnahme der Jury. 

Der ehemalige Agent hatte mit seinen Enthüllungen im Sommer 2013 die Überwachungsmethoden des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht und eine globale Debatte ausgelöst. Das FBI sucht Snowden seitdem per Haftbefehl. Der 31-Jährige hält sich momentan in Moskau auf, Russland hat ihm Asyl gewährt. 

Alternativer Nobelpreis wird seit 1980 verliehen 

Snowden hatte sich mit dem Material an den «Guardian» gewandt, Herausgeber Rusbridger setzte daraufhin ein Team von Reportern um Glenn Greenwald auf die Geschichte an. Zudem wurden Technologie-Experten, Anwälte und Sicherheitsberater hinzugezogen. Der Guardian habe sich «verantwortlichem Journalismus im öffentlichen Interesse verschrieben und gegen grosse Widerstände illegales Handeln von Unternehmen und Staaten enthüllt», schrieb das Komitee. 

Der Alternative Nobelpreis, eigentlich «Right Livelihood Award» genannt, wird seit 1980 verliehen. Er hat keine Verbindung zum traditionellen Nobelpreis. Bislang wurden 153 Personen oder Organisationen aus 64 Ländern ausgezeichnet, die «Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen» – gegen alle Widerstände. 

Feste Kategorien gibt es beim Alternativen Nobelpreis nicht, die bisherigen Preisträger setzten sich unter anderem für Menschenrechte, Frieden, Umweltschutz, verantwortungsvollen Ressourcenumgang oder alternative Technologien ein. Das Preisgeld beträgt in diesem Jahr 1,5 Millionen Schwedische Kronen (195'000 Franken), es wird von privaten Spendern finanziert. Der Ehrenpreis, den Snowden bekommen hat, ist jedoch nicht dotiert. 

Auch drei Menschenrechtler ausgezeichnet 

Snowden ist auch für den traditionellen Nobelpreis nominiert. In diesem Jahr gab es 120 Kandidaten aus 53 Ländern. Neben Snowden und Rusbridger wurden noch drei weitere Kämpfer mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet: Menschenrechtsanwältin Asma Jahangir aus Pakistan, Basil Fernando mit der Asian Human Rights Commission sowie Umweltaktivist Bill McKibben aus den USA, der die Seite «360.org» mitgegründet hat. 

Mit den Auszeichnungen will das Preiskomitee aufzeigen, dass «die illegale Massenüberwachung normaler Bürger, die Verletzung von Menschen- und Bürgerrechten, gewaltsame Manifestationen eines religiösen Fundamentalismus und die Schwächung der lebenserhaltenden Systeme unseres Planeten» bereits Gegenwart sind, sagt Geschäftsführer Ole von Uexküll: «Wenn wir diesen Entwicklungen nicht Einhalt gebieten, dann könnten sie sich gegenseitig verstärken und die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstören.» 



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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 24.09.2014 20:50
    Highlight Wie naiv. Wir alle wussten doch über die Überwachungsmethoden der Geheimdienste und über das Internet in etwa bescheid. Wer das bislang nicht wusste oder annahm ist naiv, wie auch eine Preisverleihung an einen Landesverräter absurd ist. Es hat sich nichts geändert, nur jetzt wird es einfach durch die Geheimdienste noch versteckter und verdeckter gemacht. Outsourcing sage ich da nur.
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