Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
File photo of a coal power plant of German utility RWE Power reflected in water near the western town of Neurath February 28, 2014.  Germany plans to exempt existing power plants operated by firms making their own electricity from a surcharge to support renewable energy, a draft law seen by Reuters showed March 31, 2014. Germany's shift to green energy and away from nuclear power and fossil fuels is one of Chancellor Angela Merkel's flagship policies but the cost of ballooning subsidies is threatening to undermine it.
REUTERS/Ina Fassbender/Files  (GERMANY - Tags: BUSINESS ENERGY EMPLOYMENT)

Amazon wird von Greenpeace angeprangert, weil das Unternehmen Energie von Kohlekraftwerken bezieht. Bild: Reuters

Stromverbrauch von Rechenzentren

Welche Wolke ist die schmutzigste? Greenpeace prangert Amazon und Twitter an 

Cloud-Dienste im Internet verbrauchen mehr Strom als Länder wie Grossbritannien. In einer aktuellen Studie rügt Greenpeace nun Amazon und Twitter dafür, ihren Energiebedarf aus fossilen Quellen zu decken. Apple hingegen bekommt ein dickes Lob. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft dem Onlinehändler Amazon den grossflächigen Einsatz «schmutziger Energie» vor. Beim Betrieb der Amazon Web Services (AWS), einem der grössten Cloud-Dienste weltweit, komme vor allem Atomstrom und Energie aus Kohlekraftwerken zum Einsatz. Damit würden auch Internet-Angebote wie Netflix, Pinterest, Spotify und Vine, die technisch auf AWS aufsetzen, mit «schmutzigem Strom gespeist», heisst es in einem Greenpeace-Bericht. Ähnlich schlechte Noten wie Amazon erhält der Kurznachrichtendienst Twitter, der im Vergleich zu AWS allerdings deutlich weniger Strom verbraucht. 

Als Vorbild für die Branche lobt Greenpeace den US-Konzern Apple. Der Anbieter von iCloud betreibe alle seine Rechenzentren zu hundert Prozent mit Solarenergie oder anderen «grünen» Energiequellen und sei damit einer der grössten Verbraucher von erneuerbarer Energie in den USA. Vor zwei Jahren hatte Greenpeace Apple noch an den Pranger gestellt, weil damals ein Teil der Rechenzentren mit Strom aus Kohle- und Atomanlagen lief. 

Fast so gute Noten wie für Apple verteilte Greenpeace an Facebook und Google. Zwar können die beiden Internetriesen im Gegensatz zu Apple nicht komplett auf Atom- und Kohlestrom verzichten. Sie hätten aber enorme Anstrengungen unternommen, um auf saubere Energiequellen umzusteigen. Etwas schlechter schnitt Yahoo in dem Vergleich ab. Auch Microsoft landete nur im unteren Mittelfeld, weil die Cloud-Dienste rund um Windows und Xbox nur zu rund 25 Prozent aus «grünen Quellen» gespeist werden. 

Schlechter als Microsoft schneiden in dem Greenpeace-Vergleich eBay, IBM sowie die Cloud-Anbieter Equinix, Telecity, Dupont Fabros und Digital Reality ab. Neben Amazon und Twitter steckten Dupont Fabros und Digital Reality in der «dreckigen Energie-Vergangenheit» fest und unternähmen zu wenige Schritte, um auf erneuerbare Energien umzusteigen. 

Würden die weltweit angebotenen Cloud-Dienste wie eine Nation behandelt, stünden sie mit 684 Milliarden Kilowattstunden hinter China, USA, Japan, Indien und Russland auf Platz sechs der weltweiten Energieverbraucher – noch vor Deutschland, Kanada, Brasilien, Frankreich und Grossbritannien

mak/dpa



Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ich habe Huaweis Mate 20 Pro vier Wochen getestet – und das ist die ungeschminkte Wahrheit

Der chinesische Smartphone-Riese Huawei geht gleich mit drei neuen Modellen ins Weihnachtsgeschäft. Wir haben das Top-Modell Mate 20 Pro ausführlich getestet und mit den günstigeren Modellen Mate 20 und Mate 20 Lite verglichen.

Das Mate 20 Pro von Huawei ist der wohl meistgenannte Anwärter auf den Titel «Smartphone des Jahres 2018». Viel wurde in den letzten Wochen darüber geschrieben und meist fanden die Tester löbliche Worte. Doch setzt die Dreifach-Kamera mit bis zu 41-Megapixel-Auflösung wirklich neue Massstäbe? Ist der Akku so ausdauernd, wie gemunkelt wird? Oder ganz allgemein gefragt: Ist das Mate 20 Pro fast 1000 Franken wert?

Ich habe das «nicht ganz günstige» Android-Smartphone der Chinesen in den …

Artikel lesen
Link to Article